Aktuelles

Planungen für die Interkulturelle Woche 2019 im Landkreis Leipzig laufen an

PM | 13.06.2019

Für Tagesveranstaltungen und Projekte können Fördermittel beantragt werden

„Zusammen leben, zusammen wachsen.“ ist die zentrale Aussage der diesjährigen interkulturellen Woche, die bundesweit am 22. September startet. Wie schon in den zurückliegenden Jahren beteiligt sich auch der Landkreis Leipzig an der bundesweiten Initiative mit einer zweiwöchigen Veranstaltungsreihe. Die Koordination für alle Mitwirkenden hat erneut das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. (BSW) übernommen.

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Die IKW bietet gute Möglichkeiten, in vielen Dörfern und Städten unseres Landkreises für Menschenrechte, Menschlichkeit, Partizipation und damit gegen Rassismus, Diffamierung und Ausgrenzung Flagge zu zeigen.

Wer einen Beitrag in Form von Tagesveranstaltungen oder Projekttagen zum Interkulturellen Dialog vom 21.09.- 06.10. 19 im Landkreis Leipzig leisten möchte, ist herzlich eingeladen sein Vorhaben für einen landkreisweiten Flyer mitzuteilen. Außerdem findet am 20.6.2019 um 10.00 Uhr ein Vorbereitungstreffen beim BSW im Erdgeschoss Prophetenberg 7 in 04680 Grimma statt. Interessierte sind dazu mit der Bitte um eine kurze Voranmeldung herzlich eingeladen.

Das Interessenbekundungsformular für finanzielle Zuschüsse finden Sie hier. Die  Antragsfrist endet am 31. Juli 2019.

 

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„Inside Out – Erzählungen einer Stadt“

PM | 28.05.2019

Abschlusspräsentation der ersten Projektphase im Kleingartenverein „Bergmannsruh“ Regis e.V. in Regis-Breitingen

1. und 2. Juni: Abschlusspräsentationen mit Rahmenprogramm

Von Mai bis Oktober 2019 macht der Kulturbahnhof e.V., ein gemeinnütziger Verein für Kunst, Kultur und Bildung aus Markkleeberg, für das beteiligungsorientierte Kunstprojekt „Inside Out – Erzählungen einer Stadt“ Station in Regis-Breitingen. In zwei Phasen werden mehrere Kunst- und Kulturschaffende eingeladen, um in der Stadt zu wohnen, zu forschen und künstlerisch zu arbeiten. Im Rahmen des Projektes erkunden sie Transformationsprozesse, den Wandel der letzten 30 Jahre und Zukunftsutopien der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Im Mai bezogen die Künstlerinnen und Künstler Deborah Jeromin, Natalie Obert, Julia Herfurth, Olav Amende und Jascha Riesselmann fünf vom „Bergmannsruh“ Regis e.V. bereitgestellte Ateliergärten, wo sie bis Anfang Juni künstlerische Arbeiten entwickeln und mit Gärtnerinnen und Gärtnern ins Gespräch kommen. Die entstandenen Arbeiten werden am ersten Juniwochenende (u.a. zum 80-jähr

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igen Jubiläumsfest des Kleingartenvereins am 1.6.) öffentlich präsentiert.

Zum kostenlosen Rahmenprogramm gehört außerdem ein Filmabend von Kino in Bewegung, einer Initiative von Studierenden und Lehrenden der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, am 28. Mai sowie die Tanzperformance „Schreberish“ von urban collective, das am 2. Juni zu Gast im Kleingartenverein sein wird.

In der zweiten Projektphase (von August bis Oktober) werden vier weitere Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die die Stadtgeschichte und den Stadtraum erkunden werden, Kontakte knüpfen und schließlich künstlerische Projekte im öffentlichen Raum realisieren werden.

Programm 28. Mai bis 2. Juni - Eintritt frei!

(ausführlicher Programmflyer siehe Anhang)

28. Mai - Filmabend von „Kino in Bewegung“

In Regis-Breitingen, inmitten eines der ehemals größten Braunkohlereviere der DDR, schauen wir gemeinsam den Kurzfilm „Umkohlung“ (1965) über die Devastierung des Ortes Mücheln für die Braunkohleförderung und den Film „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ (1932

) über die gleichnamige Gartenkolonie, die zum Notquartier für wohnungslose Arbeiterinnen und Arbeiter im Berlin der 30er Jahre wird.

Beginn: 20 Uhr, Freilichtbühne, Bergmannsring, 04565 Regis-Breitingen - Eintritt frei!

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung nebenan in der Gaststätte „Petersilie“ (Bergmannsring 50) statt.

1. Juni 2019 - Abschlusspräsentationen in den Ateliergärten

14-20 Uhr: Ausstellungen in den Ateliergärten: Parzellen 103 und 104

14-18 Uhr: Offene Druckwerkstatt mit Julia Herfurth und Natalie Obert, Parzelle 104

14:15 Uhr: Nebelmaschinen 1 – Lesung mit Riesselmann/Amende, Festzelt

18 Uhr: Spa(r)ten-Spaziergang mit Deborah Jeromin, Treffpunkt: Parzelle 45

 

2. Juni 2019 - Abschlusspräsentationen in den Ateliergärten

14-20 Uhr: Ausstellungen in den Ateliergärten: Parzellen 103 und 104

14-18 Uhr: Offene Druckwerkstatt mit Julia Herfurth und Natalie Obert, Parzelle 104

14:30 Uhr: Spa(r)ten-Spaziergang mit Deborah Jeromin, Treffpunkt Parzelle 45

16 Uhr: Nebelmaschinen 2 – PiratenPad-Lesung mit Riesselmann/Amende, Parzelle 103

17:30 Uhr: Schreberish - Tanzperformance von urban collective

Die Retrospektive der beiden Stücke "Schrebers Visionen" und "Schrebers Prozess", spiegelt das Leben und Werk von Daniel Gottlob Moritz Schreber wider. Treffpunkt Parzelle 104

18 Uhr: Abschlussgrillen in Parzelle 104

 

Kleingartenverein „Bergmannsruh“ Regis e.V, Bergmannsring 50, 04565 Regis-Breitingen

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen!

 

 

Mehr Informationen und Aktuelles finden Sie hier: www.kulturbhf.de

oder auf Facebook: https://www.facebook.com/kulturbahnhofMarkkleeberg

Kontakt: info@kulturbhf.de

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Speeddating bei der Demokratiekonferenz

LVZ C. Carell | 14.05.2019

Eine Demokratie-Konferenz pro Jahr findet im Landkreis Leipzig statt – aber oft merkt das kaum einer, weil intern im stillen Kämmerlein diskutiert wird. Am Donnerstag war es anders: Mit „Demokratie zum Mitmachen“ war die Konferenz auf dem Grimmaer Markt überschrieben, organisiert vom Netzwerk für Demokratische Kultur, dem Bildungs- und Sozialwerk Muldental  und dem Jugendamt des Landkreises. Es ging um Politik zum Anfassen – hier drei Beispiele.

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Speeddating: Die Paare nahmen am langen Tisch auf dem Markt Platz. Wie bei der Suche nach der großen Liebe sitzt man sich gegenüber, schaut sich in die Augen und fragt. Diesmal: Was traust du dir nicht zu sagen? Wer oder was hat dich politisch geprägt? Wo verläuft für Dich die Grenze, die nicht überschritten werden darf? Zwei Minuten Zeit, dann war Partnerwechsel.

Welche Diskussion ist überfällig, welche überflüssig? So hieß eine mögliche Frage beim Speeddating zum Thema Politik. Die Teilnehmer konnten sich selbst Fragen ausdenken oder ein gelbes Heftchen mit Vorschlägen nutzen. Thomas Kube

„Das ist eine schöne Möglichkeit, sich bei solch einer Veranstaltung kennenzulernen“, sagte Yannis Haug-Jurgan von der Initiative für eine offene Gesellschaft. Er moderierte die Konferenz. Die in diesem Jahr gegründete Initiative, die deutschlandweit agiert, habe genug von „Dauerempörung und Untergangsstimmung“, heißt es auf der Homepage. Es gehe um echte Kontakte und persönliche Gespräche, um das, „was die Menschen im Land wirklich bewegt und ihre Vorschläge für eine bessere Gesellschaft“. Anstatt sich auf eine Politik der Angst einzulassen, wolle man die offene Gesellschaft verteidigen.

Nägel für oder gegen die Wahlpflicht: Auf dem Markt waren verschiedene Stände aufgebaut. Bei Magnus Düerkop vom Verein Politik zum Anfassen konnten Kinder und Erwachsene den Wahr- und Falsch-Automaten testen. „In der EU gibt es 18 offizielle Amtssprachen.“ Stimmt das? Nein, es ist falsch, es sind 24. Es gab auch eine Bonbon-Schatztruhe – mit verschiedenen Schlüsseln. Je nachdem ob die Antwort stimmte, gab es Süßigkeiten oder nicht.

Magnus Düerkop am Stand des Vereins Politik zum Anfassen. Der 18-Jährige ist gegen eine Wahlpflicht, deshalb hämmert er den Nagel beim „Nein“ rein. Claudia Carell

Abstimmen konnten Passanten mit Hammer und Nagel darüber, ob eine Wahlpflicht eingeführt werden soll. Der Nagel kam in einen langen Holzblock, auf die Ja- oder Nein-Seite. „Es geht bei uns um Politik zum Anfassen, deshalb all die Mitmachstationen“, sagte der 18-Jährige Düerkop aus Salzgitter, der seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Er arbeitet im Vereinsbüro, ist aber auch viel unterwegs, zurzeit im Landkreis Leipzig.

Die vergangenen Tage sei das Wetter nicht so gut gewesen, „aber heute sind allerhand Leute zu uns an den Stand gekommen“. Es habe gute Gespräche gegeben. Was ihm aufgefallen sei: Viele würden „sehr offen“ diskutieren und häufiger als anderswo gebe es Meinungen aus dem politisch eher rechten Spektrum.

Beteiligung mit Lust statt Frust: Darum ging es bei einem der Workshops. Ulrike Jurrack von der Bürogemeinschaft für integrative Stadtentwicklung arbeitet seit 15 Jahren an Projekten, wo es um eine möglichst gute Bürgerbeteiligung geht. Dabei sei stets das Wesentliche, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dies müsse gar nicht aufwendig organisiert werden. Sie nannte dafür einige Beispiele.

In einem Ort gab es Knatsch wegen eines Mehrgenerationenhauses. Chef und Hausmeister des Quartiers stellten sich bei schönem Wetter mit einem Sonnenschirm vor den Supermarkt und sprachen mit vielen Leuten. Dann kam noch die Presse vorbei „und damit kam Bewegung in die Sache und es wurden Dinge verbessert“, so Jurrack.

Oder: In einem Ortsteil einer größeren Stadt wurden von älteren Bewohnern kaum Angebote angenommen. So organisierten einige Bürger ein Treffen unterschiedlichster Leute, die sich vorher oft gar nicht kannten. „Es entstand ein Nachbarschaftsnetzwerk“, sagte Jurrack. Seitdem sei in dem Dorf viel mehr los, ältere Leute werden eingebunden. Das alles „mit wenig Aufwand und großem Gewinn“.

Wichtig sei immer, „dass nicht nur gelabert wird, sondern dass es konkret um eine Sache geht“. Man müsse stets versuchen, Menschen direkt anzusprechen. Denn: „Wenn zur Bürgerwerkstatt ins Rathaus eingeladen wird, kommen 80 Prozent der Leute gar nicht auf die Idee, dass auch sie gemeint sind.“ Als Ansprechpartner und Ideengeber empfiehlt sie das Netzwerk Bürgerbeteiligung.

 

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„INSIDE OUT – Erzählungen einer Stadt“

PM | 10.05.2019

Von Mai bis Oktober 2019 wird der Kulturbahnhof e.V. mit dem Kunstprojekt „Inside Out – Erzählungen einer Stadt“ zu Gast in Regis-Breitingen sein.

Zu diesem Anlass laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, einige Wochen in der Stadt zu verbringen, in Kontakt mit den Anwohnerinnen und Anwohnern zu kommen und künstlerische Projekte umzusetzen. Mit unserem diesjährigen Projekt sind wir auf der Suche nach Veränderungsprozessen in Regis-Breitingen, besonders in den letzten 30 Jahren, aber auch nach Zukunftsplänen und -wünschen.

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Das Projekt startet im Kleingartenverein „Bergmannsruh“, wo die ersten fünf Künstlerinnen und Künstler, Deborah Jeromin, Julia Herfurth, Natalie Obert, Jascha Riesselmann und Olav Amende, in leerstehenden Gartenparzellen ihre künstlerischen Arbeiten verwirklichen und am 1. und 2. Juni ab 14 Uhr (u.a. zum 80-jährigen Jubiläum des KGV) präsentieren werden. Dazu wird es ein kostenloses Rahmenprogramm geben.

In der zweiten Projektphase (von August bis Oktober) werden vier weitere Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die die Stadtgeschichte und den Stadtraum erkunden werden, Kontakte knüpfen und schließlich künstlerische Projekte im öffentlichen Raum realisieren werden. Das Format der künstlerischen Arbeiten ist dabei nicht festgelegt. Es können Installationen, Objekte, Zeichnungen, Videos oder Interventionen aller Art entstehen.

 

Um sich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen, veranstalten wir bei schönem Wetter am 12. Mai ab 16 Uhr ein „Angrillen“ im Kleingartenverein in der Parzelle 19, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen.

KGV "Bergmannsruh" e.V., An der Kippe 35, 04565 Regis-Breitingen

Gern können Sie diese Einladung an Interessierte weiterleiten! Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen.

Mehr Informationen und Aktuelles finden Sie hier: www.kulturbhf.de

oder auf Facebook: https://www.facebook.com/kulturbahnhofMarkkleeberg

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Aktion zum IDAHIT* 2019 in Wurzen

PM| 02.05.2019

Zum diesjährigen Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit (IDAHIT*) veranstaltet die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Queeres Netzwerk Sachsen in Kooperation mit dem Umlandberatungsprojekt „Que(e)r durch Sachsen - Mobile Beratung im ländlichen Raum“ des RosaLinde Leipzig e.V. und dem Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. am 17. Mai 2019 in Wurzen einen Aktionstag zur Sichtbarkeit von Geschlechtervielfalt.

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Von 17.00 - 19.00 Uhr wird auf dem Marktplatz in Redebeiträgen und mit Informationsmaterial rund um das Thema und die Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren und asexuellen Menschen (LSBTIQA) in Sachsen informiert.

Ab 19.30 Uhr findet dann eine Lesung mit Ika Elvau, Sasha und Liz Micz zu den Themen des IDAHIT* mit anschließendem Publikumsgespräch im Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. statt.


17.00 – 19.00 Uhr // Marktplatz Wurzen
Infostand mit Redebeiträgen


19.30 Uhr // Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., Domplatz 5
Lesung mit Ika Elvau, Liz Micz & Sasha. Texte über die Suche einer Identität, die sich gut anfühlen kann, vom Queersein und davon, was Deutsch-sein und Nicht-Deutsch-sein bedeuten kann.


Jährlich bietet der Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit (IDAHIT*) einen Anlass zur Erinnerung daran, dass Homosexualität erst am 17.05.1990 aus dem Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde. Der Aktionstag fordert gleiche Rechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*-, inter*geschlechtlichen und queeren Menschen sowie Asexuellen/Aromantischen (LSBTIQA*) und tritt jeder Ideologie der Ungleichwertigkeit entgegen.


Der Veranstaltungstag ist Teil einer Aktionswoche zum IDAHIT* in Sachsen mit folgenden Stationen: 13.05. Bautzen / 14.05. Oschatz / 15.05. Döbeln / 16.05. Hoyerswerda / 17.05. Wurzen / 18.05. Görlitz / 19.05. Zwickau

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Queeres Netzwerk Sachsen ist der Dachverband der sächsischen Organisationen und Vereine, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen in Sachsen einsetzen.

 

Der Aktionstag wird gefördert durch den Aktionsfonds der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig.

 

Pressekontakt:

Martin Wunderlich

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fachstelle LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V.

Waldschlößchenstraße 24

01099 Dresden

Telefon: 0351 3320 4696
Mobil: 0176 6512 8855

E-Mail: martin.wunderlich@queeres-netzwerk-sachsen.de

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Sächsischer Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“

PM | 22.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr gerne möchten wir Sie hiermit auf die Ausschreibung zum Sächsischen Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ hinweisen:

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst lobt in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zum zweiten Mal den Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ aus. Ausgezeichnet werden beispielhafte Projekte oder das dauerhafte Engagement eines Trägers der Kulturellen Bildung im Rahmen der Demokratieförderung.

Es werden insgesamt drei Preise mit jeweils 2.500 Euro sowie ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro vergeben. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2019.

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Die Preisverleihung findet im Rahmen des 12. Fokus Festival im August 2019 in Görlitz statt.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie zu den Ansprechpartnern finden Sie online unter:  https://soziokultur-sachsen.de/preis-kulturelle-bildung

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Freiheit kontra Hitlerjugend

PM NDK e.V. | 22.03.2019

Ausstellung zu Jugendopposition im Nationalsozialismus im D5

Wurzen, 20.03.2019: Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen wir vom 25.03. bis 12.04.2019 die Ausstellung „Freiheit kontra Hitlerjugend – Jugendgruppen in Sachsen 1933-1945“ des Schulmuseums Leipzig im Kultur- und Bürger_innenzentrum D5 in Wurzen. Die Ausstellung zeigt anhand vieler Fotos und Dokumenten bislang wenig bekannte oder völlig neu entdeckte Beispiele sächsischer Jugendlicher, die sich zwischen 1933 bis 1945 der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entzogen und ihre Freiheit zu bewahren versuchten.

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Zu den bekanntesten zählten damals die "Leipziger Meuten". Vom NS-Regime als "verlottert", "sittlich verwahrlost" und "kriminell" bezeichnet, lehnten sie den Drill und die wachsende Militarisierung der Hitlerjugend (HJ) ab. Am bekanntesten waren die Meuten "Hundestart" (Kleinzschocher), "Reeperbahn" (Lindenau) und "Lille" (Reudnitz). Man unternahm gemeinsame Ausflüge, traf sich auf der Kleinmesse und zum Kino oder Tanzveranstaltungen und war nicht zuletzt durch eine typische "Kluft" im Stil der Jugendbünde der 20er Jahre im Stadtbild präsent. Bald wurden diese "Meuten", denen bis zu 1.500 Jugendliche angehörten, zum Problem für die Machthaber. Nicht nur, weil sie, auch mit ihren verbreiteten Spottliedern auf die HJ, den Alleinvertretungsanspruch der Nazi-Gruppen unterliefen. Überfälle auf HJ-Umzüge und –Lokale gingen direkt an die Substanz des Systems. So war es nur eine Frage der Zeit, bis dieses zurückschlug. Erste Prozesse gegen Meuten-Mitglieder endeten 1938 mit hohen Zuchthausstrafen. Ende 1939 hatte die Gestapo die Meuten zerschlagen. Viele Jugendliche kamen in Zuchthäuser, Jugend-Gefängnisse oder Erziehungsanstalten. Die anderen zogen sich zurück. Mit Kriegsbeginn wurden viele eingezogen. Doch noch bis Kriegsende stellte die Polizei Anzeichen für die Weiterexistenz unabhängiger Gruppen fest.

13 Tafeln machen deutlich, wie vielfältig Nichtanpassung, Opposition und Widerstand in ganz Sachsen waren. Der war keine Sache übernatürlicher Helden, sondern fand durchaus im Kleinen, in der Nachbarschaft, an Orten, an denen man es bislang nicht vermutete, statt.

Die Ausstellung ist insbesondere für Schülerinnen und Schülergeeignet. Anmeldungen von Gruppen wären sehr erwünscht.
Besuche sind möglich von Mo-Fr, 10 – 16 Uhr oder nach Absprache.

Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden.

Vernissage ist am 25.03.2019, 18 Uhr. Für Getränke und Schnittchen ist gesorgt.

ACHTUNG: Der angekündigte Multimediavortrag mit Sascha Lange findet nicht, wie angekündigt, am 25.3. statt. Ein neuer Termin wird noch bekannt gegeben.

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Save the Date - Demokratiekonferenz am 09. Mai 2019 in Grimma

PM | 11.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf die diesjährige Demokratiekonferenz der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig

am 09.05.2019 von 16:00 Uhr -20:00 Uhr im alten Rathaus in Grimma

aufmerksam machen!

Anliegen der Konferenz ist es, anlässlich der bevorstehenden Wahlen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen, Verwaltungsmitarbeiter_innen
Bürger_innen des Landkreises mit Kommunalpolitiker_innen ins Gespräch zu bringen und Möglichkeiten der aktiven Beteiligung zu diskutieren.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten Sie um eine Weiterleitung in Ihren Netzwerken!


Das umfangreiche Programm wird in Kürze veröffentlicht.


Besuchen Sie uns im Internet: www.landkreisleipzig.de
oder direkt über www.demokratie-leben-lkl.de


Für das Koordinierungsteam der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig

Siri Pahnke


Förderung nicht-rechter Jugendgruppen in Sachsen

PM Kulturbüro Sachsen e.V. | 05.03.2019

Ab dem 18.02.2019 startet eine neue Projektförderung für nicht-rechte Jugendgruppen in Sachsen. Ab sofort können dafür Projektanträge an das Kulturbüro Sachsen e.V. gestellt werden. Das Ziel der Projektförderung ist die nachhaltige Stärkung nicht-rechter Jugendgruppen sowie die Stabilisierung entsprechender jugend(sub)kultureller Angebote vorwiegend in ländlichen Regionen in Sachsen. Unter nicht-rechten Jugendgruppen werden Zusammenschlüsse junger Menschen verstanden, die antirassistische, demokratiefördernde Arbeit leisten oder sich für die allgemeinen Menschenrechte einsetzen.

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Wenn man davon ausgeht, dass die Umsetzung der allgemeinen Menschenrechte und eine gelebte Demokratie als Prozesse zu verstehen sind, die sich fortlaufend in der Umsetzung befinden, dann sind junge Menschen, die nichtrechts und menschenrechtsorientiert handeln, eine wichtige Ressource. Dies gilt für ländliche Regionen umso mehr. Rassismus, Heteronormativität und andere Ungleichwertigkeitsvorstellungen sind fest verankerte Wissensbestände in unserer Gesellschaft. Es braucht Menschen vor Ort, die Ungleichwertigkeitsvorstellungen nicht hinnehmen, die neue Wege gehen und an festgefahrenen Strukturen rütteln. Das oft unkonventionelle Eintreten junger Menschen für Menschenrechte und gegen Neonazis, das Öffentlichmachen von Missständen und der Einsatz für Marginalisierte sind ein zu förderndes Gut und eine wichtige Ressource für unsere Demokratie. Dort wo es subkulturelle und politische Angebote von nicht-rechten Jugendlichen gibt, dort haben es Rechtspopulisten und Neonazis besonders schwer.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir einzelne Projekte von nicht-rechten Jugendlichen in Sachsen mit Hilfe von 50.000, 00 EUR aus privaten Spendenmitteln der Bürgerbewegung CampAct in Sachsen bis zum 31.12.2020 fördern können. Auf unserer Homepage unter https://kulturbuero-sachsen.de/perfact-foerderung-fuer-nicht-rechte-jugendgruppen-in-sachsen/ können die Rahmenbedingungen für die Projektförderung sowie das Antragsverfahren eingesehen werden. Wir freuen uns über die Weiterverbreitung dieser Informationen.

 



 

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Projekte zur Förderung von Demokratie, Toleranz und Vielfalt im Landkreis Leipzig bewilligt.

PM |13.02.2019

Anträge beim Jugendfonds und Aktionsfonds können fortlaufend gestellt werden

In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr, am 5. Februar, hatte der Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) im Landkreis Leipzig über 22 eingereichte Projektanträge zu entscheiden. Dabei griffen einige Antragssteller in verschiedenen Konzepten das Thema der „Wahl“ auf, um mit Blick auf die anstehenden Wahlen zum Europaparlament und Kommunal-sowie Landtagswahlen im Mai / September die unterschiedlichen Zielgruppen zu sensibilisieren. "Wir freuen uns, dass so viele Träger_innen wie noch nie Projektideen eingereicht haben, um die Menschen vor Ort zu stärken für Menschenrechte, Partizipation und den Austausch auf Augenhöhe" sagt Ines Lüpfert, 2. Beigeordnete des Landkreises, die die Beratung leitete.

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Folgende Projektträger fanden ein positives Votum mit Ihren Vorhaben und erhalten in Kürze einen Förderbescheid vom Jugendamt des Landkreises:

· Politik zum Anfassen e.V. mit „WahlFUN – Wissen zum Anfassen“

· Kulturbahnhof e.V. mit „Inside out - Erzählungen einer Stadt“ und „GREAT- ein mobile Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt“

· Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. mit „Ich wähle!- denn Deine/Ihre Meinung zählt.“ und „Mut statt Hetze“ sowie „Servicestelle Fachberatung und Vernetzung“

· Geithainer Heimatverein e.V. mit „Nicht vergessen – auf den Spuren der Opfer nationalsozialistischer Krankenmorde und Zwangssterilisation II“

· Förderverein der Oberschule Kitzscher e.V. mit „Schüler_innenaustausch: Respekt XXL“

· Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. mit „Zusammen in der Ausbildung - gegen Rassismus und Diskriminierung“

· Schweizerhaus Püchau e.V. mit „COULEUR“ und „SPOTLIGHT“ sowie „SPÄTLESE“

· Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V. mit „Begleitung Jugendforum“ und „Live to ride“

· Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V. mit „Medienschutztage - Hass im Netz“

· KulturGut Linda e.V. mit „Wahlkampf der Tiere“

· Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.(BSW) mit „Aktionsfonds 2019“und „Servicestelle Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligungsförderung“

Von den Insgesamt 250.000 Euro, die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, den Landespräventionsrat Sachsen sowie den Landkreis zur Verfügung gestellt werden, sind rund 207.000 Euro gebunden. Für die Restsumme von etwa 43.000 Euro können bis Ablauf der 2. Antragsfrist am 15. März 2019 weitere Förderanträge gestellt werden. Es wird dabei empfohlen mit der Servicestelle Fachberatung in Kontakt zu treten, um die Konzeptideen vorzubesprechen.

Für kleinere Vorhaben und Tagesveranstaltungen bis max. 800 Euro können, mit einer Vorlaufzeit von 2 Wochen, ab sofort Anträge über den „Aktionsfonds“ eingereicht werden. Für Projekte die speziell von Kindern und Jugendlichen entwickelt und umgesetzt werden, wurde erneut ein Jugendfonds eingerichtet, über dessen Vergabe ein Jugendforum mit Unterstützung des Kinder- und Jugendringes des Landkreises Leipzig entscheidet. Ein Rechtsanspruch auf finanzielle Förderung besteht generell nicht.

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Theaterprojektinfo für Engagierte der Partnerschaften für Demokratie

PM | 12.02.2019

Sehr gern leiten wir Ihnen dieses Theaterangebot für Toleranz & Demokratie und den Abbau von Vorurteilen und rassistischen Einstellungen insbesondere zur Weiterverbreitung an Schulen für Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 8-12 sowie Berufsschülerinnen und Auszubildende weiter. Die Finanzierung kann den Möglichkeiten vor Ort angepasst werden. Eine Förderung über den Aktionsfonds der LPD im LK Leipzig ist möglich.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer:

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Für Rückfragen steht Ihnen Karin Berner vom Theater Scheselong direkt zur Verfügung.

Kontakt

Theater Scheselong
Karin Berner
Herderstrasse 8
10625 Berlin

Telefon 030 394 22 23
Mobil 0172 900 04 21
Mail theaterscheselong@arcor.de
Web www.theater-scheselong.de

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Start für Förderprogramm „Revolution und Demokratie“

PM | 18.01.2019

Beitrag zur politischen Bildung – Unterstützung für Projekte, die an Revolutionen von 1918/19 und 1989/90 erinnern

Dresden (15. Januar 2019) – Vor dem Hintergrund des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution und der ersten Gründung des Freistaates vor 100 Jahren legt die Sächsische Staatskanzlei ein Förderprogramm „Revolution und Demokratie“ auf.

In diesem und dem nächsten Jahr können damit Projekte gefördert werden, die an die historischen Ereignisse und den Aufbau der Demokratie erinnern und ihren Wert in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Für 2019 sind gut eine Million Euro vorgesehen, für 2020 können Projekte mit insgesamt 600.000 Euro gefördert werden.

 

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Staatskanzleichef Oliver Schenk betonte: „Unter großem Mut der Menschen bahnten die Revolutionen vor bald drei Jahrzehnten und vor einhundert Jahren den Weg in die Demokratie. Es geht darum, an diese für Sachsen so bedeutsamen Ereignisse zu erinnern. Dass wir heute in demokratischen Verhältnissen leben, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss stets verteidigt werden. Wir wollen mit dem Programm auch zu  einer Kultur beitragen, die Konflikte sachlich diskutiert.“

Die Auswahl, welche Projekte zum Zuge kommen, trifft ein Expertenbeirat.

Schenk, der dem Beirat vorsteht, sieht in der Erinnerung an die historischen Begebenheiten auch einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und hofft darauf, dass Initiativen aus ganz Sachsen sich

beteiligen: „Gerade die lokalen Ereignisse verdienen unsere Aufmerksamkeit und können mit einer Projektförderung breiter bekannt gemacht werden.“

Die Friedliche Revolution 1989 ist eng mit Sachsen verknüpft. Neben den historischen Geschehnissen von 1989 geht es auch um die Entwicklung des Freistaates seit seiner Ausrufung im Jahr 1918 und seiner Wiedergründung im Jahr 1990.

Anträge können ab 31. Januar bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden.

Rückfragen an Regierungssprecher Ralph Schreiber:

mailto:presse@sk.sachsen.de

 

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Offenheit, Mitbestimmung und Diskussion - Auch 2019 können wieder Anträge gestellt werden!

PM | 04.12.2018

„Eine engagierte Bürgerschaft, die mit Offenheit und Menschlichkeit ins Gespräch geht, genau die brauchen wir gerade jetzt“ - sagt Siri Pahnke von der Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) im Landkreis Leipzig. In diesem Sinne unterstützt das Programm „Demokratie leben“ schon über 10 Jahren Initiativen, Einzelpersonen und freie Träger die den Landkreis aktiv mitgestalten und auch bei schwierigen Themen gemeinsam Lösungen erarbeiten. 

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Im großen Wahljahr 2019 soll es vor allem darum gehen, diejenigen zu stärken, die sich beispielsweise mit künstlerischen oder pädagogischen Mitteln für Demokratie und Menschenwürde einsetzen und da Haltung zeigen wo es nötig ist. Die Partnerschaft unterstützt Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit im Landkreis Leipzig. „Die kontinuierliche Förderung ist uns dabei ein wichtiges Anliegen, um auf die Arbeit der vergangenen Jahre aufbauen zu können“ sagt Ines Lüpfert 2. Beigeordnete des Landrates, die dem LPD Begleitausschuss vorsteht. Insgesamt stellt das Bundesprogramm“ Demokratie leben“, der Landespräventionsrat Sachsen und der Landkreis rund 250.000 Euro jährlich an Fördermitteln zur Verfügung. Für das kommende Jahr hat eine Arbeitsgruppe auch mit Rückblick auf die Projektauswertungen die Ziele der LPD für 2019 nochmals angepasst. Schwerpunkte für das Folgejahr bilden Themen rund um die Stärkung der Beteiligung, die drei Wahlen, Rechtspopulismus sowie der Umgang mit Hass und Hetze im Netz. Einreichungsfrist für die erste Antragsphase ist der 10. Januar 2019. Der LPD Begleitausschusses wird sich zu den Vorschlägen in seiner Sitzung am 5. Februar positionieren.

Weitere Informationen zu den Antragsformularen, Projektbeispielen, Terminen und Ansprechpartner finden Sie auf unserer Homepage unter: www.demokratie-leben-lkl.de

Der LPD Begleitausschuss und Koordinierungskreis dankt allen Engagierten im Landkreis Leipzig für Ihre bisherige geleistete Arbeit und wünscht eine besinnliche und friedvolle Weihnachtszeit sowie einen guten  Start ins neue Jahr!

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„Kein Bock auf…! Rebellische Jugend im NS“ - eine Ausstellung geht auf Tour

PM 17.10.2018 | Kinder-und Jugendring Landkreis Leipzig e.V./ Projekt Flexibles JM

In einem Projekt erforschten Schüler_Innen aus Brandis im Landkreis Leipzig  die Geschichte von Jugendlichen im NS, die sich der Vereinnahmung durch die Hitlerjugend entziehen wollten – den sogenannten Leipziger Meuten. Dabei entdeckten sie, dass es selbst vor ihrer „Haustür“ Orte gab, die lange Zeit ein Freiraum für unangepasste Jugendliche waren. Orte an denen Freundschaft, Liebe und Selbstbestimmung weg von der Welt der Erwachsenen möglich war.


Foto:privat

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In Vorträgen, Lesungen, Geschichtsworkshops und Exkursionen setzten sich die Teilnehmenden, begleitet vom Flexiblen Jugendmanagement (FJM),  intensiv mit diesen besonderen Jugendlichen auseinander. Einhergehend mit dem eigenen Forschungsprozess lernten die Jugendlichen in Kooperation mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GfZK) Möglichkeiten des kreativen Arbeitens und der künstlerischen Ausdrucksformen kennen. So entstanden Arbeiten, die eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Historie der oppositionellen Jugendgruppen und universelle Fragen des Heranwachsens und der Suche nach dem richtigen Platz in der Welt verbinden.


Foto:privat

Die Projektergebnisse wurden in Form einer Ausstellung  festgehalten, welche nun eine Tour durch den Landkreis Leipzig macht. Daran gekoppelt , wird an jedem Ort eine Lesung von Johannes Herwig angeboten, der sich in seinem Roman „Bis die Sterne zittern“ mit eben dieser Thematik befasste. Eintritt ist für den Besuch der Ausstellung, als auch für die Lesung kostenlos.

Das Projekt ist gefördert durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig (LPD).

An folgenden Orten wird die Ausstellung mit Rahmenprogramm zu sehen sein, weitere Orte folgen:

•                     15.11.-22.11.,„Der Laden“ in Wurzen

•                     Lesung: 20.11 Johannes Herwig "Bis die Sterne zittern"im „Der Laden“ in Wurzen

•                      25.11.-03.12. Naturfreundehaus Grethen, Lesung am

•                     Lesung : 25.11.  Johannes Herwig "Bis die Sterne zittern" im Naturfreundehaus Grethen

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Couscous trifft Kartoffelsalat

PM 12.10.2018 | L. Becker

Die Willkommensinitiative Colditz und das DRK Muldental  veranstalteten am 28.09.2018 einen Interkulturellen Kochnachmittag in der BBS in Colditz

Um 14 Uhr begannen in der Lehrküche der Sophienschule Colditz die Zubereitung des Essens. Es wurden 4 Menüs gekocht: Marokkanischer Couscous mit Hühnchen, Arabisches Molokhia mit Hühnchen, Sauerbraten mit Spätzle und Rotkraut sowie Spinat, Kartoffeln und Ei – und natürlich Kartoffelsalat.  Zum Nachtisch gab es arabische Süßspeisen und  Kaiserschmarrn mit Vanillesoße. 

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Es wurde gemeinsam Gemüse geschnitten und  Zubereitungsarten ausgetauscht. Es war eine fröhliche Atmosphäre. Etwas spannend war natürlich, ob der Zeitplan eingehalten werden würde.  Im Laufe des Nachmittags trafen aber  immer mehr HelferInnen ein. Was noch fehlte, wurde schnell eingekauft und so waren pünktlich um 18 Uhr die Tische gedeckt. Viele Gäste konnten die verschiedenen Speisen kosten. Erfreulich war, dass zu der Veranstaltung nicht nur die bekannten aktiven Mitglieder der Willkommensinitiative und die Colditzer Geflüchteten gekommen sind, sondern auch viele neue Gesichter unter den Gästen waren.

Es wurden neue Bekanntschaften geschlossen und Kontakt geknüpft und natürlich geschlemmt und Rezepte ausgetauscht. Nach dem Essen blieben viele der Gäste, um beim Aufräumen zu helfen. Bemerkenswert war, dass eine Gruppe afghanischer Männer ihre Ehefrauen mit den Kindern nach Hause schickten und bis zum Schluss beim Abwasch und der Reinigung der Räume half. Dies wurde seitens der deutschen Anwesenden erfreut und verwundert zur Kenntnis genommen, da allgemein angenommen wurde, dass muslimische  Männer sich nicht mit der Hausarbeit beschäftigen. So konnten an dem Abend auch Vorurteile abgebaut werden.

Wir danken den Köchinnen und allen HelferInnen, der Stadt Colditz und der Sophienschule, insbesondere der Hauswirtschaftslehrerin Frau Marschner für die freundliche Unterstützung und die gute Zusammenarbeit .

Die Veranstaltung wurde gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramms

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Demokratieprojekte erhalten Förderung

PM | 24.09.2018

Die 4. Sitzung des Begleitausschusses zur Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) fand am 18. September in der Gemeinde Neukieritzsch statt. In seinen Begrüßungsworten widmete sich der Gastgeber und Bürgermeister Thomas Hellriegel dem Thema Sport als Motor bei der Integration von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund. „Der TSV Lobstädt , mit der Abteilung Fußball, ist dabei nur ein gutes Beispiel aus dem Gemeindegebiet, wo das Miteinander anderer Kulturen gelebt und somit auch schwindenden Mitgliederzahlen entgegengewirkt werden kann“, so der Rathauschef.

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Im Mittelpunkt der Beratung, die Ines Lüpfert, 2. Beigeordnete des Landrats, leitete, standen nochmal zahlreiche Projektanträge. Insgesamt 7 Vorhaben mit einem Fördervolumen von rund 35.000 Euro erhielten von dem Gremium das positive Votum und sollen in den verbleibenden drei Monaten umgesetzt werden.

Neu darunter ist der Geithainer Heimatverein, der sich mit dem Projekttitel „Nicht vergessen“ auf die Spuren der Opfer nationalsozialistischer Krankenmorde und der Zwangssterilisation in der Region machen möchte. Erste Rechercheergebnisse von Euthanasie fällen waren Anlass, das Projekt gemeinsam mit Jugendlichen und den Einwohnern weiter beleuchten zu wollen. Die Projektergebnisse sollen dokumentiert werden, begleitend dazu wird es eine Gedenkstättenfahrt geben.

Das Biographische Theater „Spätlese“ von Schweizerhaus Püchau will den demographischen Wandel im Landkreis thematisieren. Das Vorhaben bildet den Auftakt zu einer generationsübergreifenden Theatergruppe in der Region Wurzen. Die öffentliche theatrale Inszenierung aus Szenen, Bildern und Klängen wird in einer Broschüre festgehalten und soll Startschuss für eine feste Gruppe sein.

Das Projekt „Oppositionelle Jugendliche in der NS-Zeit“ vom Kinder und Jugendring des Landkreises Leipzig will in seiner Umsetzung weitere Orte mit der mobilen Ausstellung erreichen und damit eine breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren. Die finanzielle Aufstockung des Vorhabens beinhaltet dabei eine Überarbeitung der Ausstellungsdisplays sowie konzeptionelle Erweiterungen des Rahmenprogramms.

Der Kulturbahnhof Markkleeberg erhielt die Förderzusage für zwei Vorhaben. Das erste Konzept mit dem Arbeitstitel „Auswüchse“ ist ein mobiles Ausstellungs- und Kunstvermittlungsprojekt zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“. Mit Blick auf die Landtags- und Kommunalwahlen soll dazu eine Diskussion zum Thema Teilhabe und Gleichberechtigung von Frauen im Landkreis Leipzig initiiert werden. Bezuschusst wird auch das zweite Vorhaben mit dem Titel „Erinnerungskultur in leichter Sprache“. Hierbei handelt es sich um die Fortschreibung einer bereits erstellten Broschüre zum Thema Euthanasie in der Region Markkleeberg, die um Rechercheergebnisse in Borsdorf und Panitzsch in leichter Sprache ergänzt werden soll. Dazu werden vorbereitend Gespräche und Workshops mit Bewohner_innen der Wohnstätten für behinderte Menschen, mit Schüler_innen und Multiplikator_innen geführt.

Mit der Aufstockung der bereits laufenden Projekte „Aktionsfond 2018“ vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental sowie des „Jugendfonds“ vom Jugendforum des Landkreises Leipzig wird der regen Inanspruchnahme der Förderprojekte Rechnung getragen.

Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit bieten die beiden eingerichteten Servicestellen zur Lokalen Partnerschaft für Demokratie. Weitere Informationen zu den aktuell laufenden Projekten und Veranstaltungen sowie Ansprechpartner finden Sie auf unserer Homepage unter: www.demokratie-leben-lkl.de

Die letzte Sitzung des Begleitausschusses in diesem Jahr findet am 13. November statt. Dabei sollen die Projektumsetzenden von Ihrem Ergebnissen und Herausforderungen bei der Umsetzung der diesjährigen Vorhaben berichten.

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Demokratieprojekte, Jugendaktionen und Interkulturelle Vorhaben können weiter gefördert werden:

PM | 24.09.2018

Der landkreisweite „Aktionsfonds“ für Kleinprojekte und Tagesveranstaltungen hält weiterhin Fördermittel für Vorhaben und Tagesveranstaltungen im Bereich Demokratiebildung bis max. 800 Euro bereit. Die Antragstellung ist fortlaufend, in der Regel mind. zwei Wochen vor Beginn, beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW) möglich.

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Für die bereits begonnene Projektreihe der „Interkulturellen Wochen“(IKW), die ebenfalls vom BSW koordiniert wird, können noch für kleine Aktionen Restmittel in Höhe von rund 1500 Euro vergeben werden.

Über Fördermittel von knapp 1000 Euro verfügt der Jugendfonds noch, der durch den Kinder- und Jugendring begleitet wird. Hierbei sollen speziell Kinder und Jugendliche gefördert werden, die sowohl  Antragsteller als auch Zielgruppe des Vorhabens sind. Das Jugendforum, bestehend aus aktiven Jugendlichen des Landkreises, entscheidet über die Förderung von Projekten.

Die eingereichten Vorhaben müssen sich an den Zielen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig ausrichten, die dafür die Fördermittel bereitstellt. Projekte, Workshops oder Tagesveranstaltungen im Bereich Partizipation, Erinnerungskultur, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung oder im Bereich zur Schaffung von Akzeptanz und Toleranz unterschiedlicher Lebensentwürfe stehen dabei im Mittelpunkt.

 

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‚Mut statt Hetze‘

PM KJR-LKL | 03.08.2018

- Veranstaltungsreihe zur Stärkung der demokratischen Jugendarbeit in Stadt und Land

Eine Kooperation

des Stadtjugendring Leipzig e.V. & Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V.

Zielgruppe: Ehrenamtliche, Engagierte und Multiplikator*innen aus der Jugend(verbands)arbeit, Offenen Jugendarbeit und Jugendinitiativen

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  1. Thementag: Demokratie, Politik und Rechtspopulismus

Ort: Dorf der Jugend, Alte Spitzenfabrik Grimma, Dornaer Weg 2  – 8.09., 10.00 – 17.00 Uhr – u.a. mit  Ina Lorenz (Werkstatt junge Demokratie, Kulturbüro Sachsen)

Einführung, inhaltlicher Impulsvortrag, Thementische & Vorstellung des Projekts „Dorf der Jugend“

  1. Abendveranstaltung: Mitbestimmung leicht gemacht - Methoden der Demokratiebildung

Ort: Leipzig, Stadtjugendring, Stiftstr. 7 – 27.09., 18.00 Uhr – mit Ildiko Jahn (Jugendbildnerin, langjährige Erfahrungen beim Netzwerk Demokratie und Courage und in der Jugendverbandsarbeit)

  1. Abendveranstaltung: Was tun gegen Stammtischparolen?

Ort: Bad Lausick, Kinder- und Jugendring, Turnerstr. 1a – 24.10., 18.00 Uhr – mit Susanne Feustel (Kulturbüro Sachsen)

  1. Thementag: Betzavta – Miteinander - Ein Bildungskonzept zur Demokratie-, Toleranz- und Menschenrechtserziehung

Ort: Leipzig, Stadtjugendring, Stiftstr.7 –  17.11., 10.00 – 17.00 Uhr

  1. Abendveranstaltung: Aktiv werden, agieren statt reagieren – Demokratische Zivilgesellschaft stärken.

Ort: Leipzig Stadtjugendring, Stiftstr. 7, 29.11., 18.00 Uhr - Moderation: Andreas Rauhut (Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V.) & Frederik Schwieger (Stadtjugendring Leipzig e.V.)

Was können wir tun? Wie können wir uns einbringen? Ausblick auf Superwahljahr 2019

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Kunstaktion an der Pestalozzi-Oberschule in Wurzen

PM | 26.06.2018

Pestalozzi-Schüler_innen enthüllen ihre Banner zu Frieden und Gleichberechtigung 


Am 28.06.18 um 12:30 Uhr enthüllen die achten Klassen der Pestalozzi-Oberschule in Wurzen ihre selbst gestalteten Banner zum Thema Demokratie. Über mehrere Projekttage hinweg wurden im April die Banner in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. und dem Schweizerhaus Püchau e.V. im Rahmen des Projekts 12qmWELT entworfen und gestaltet.

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Herausgekommen sind acht kunterbunte Banner, mit den Maßen 5x1,2m, welche das demokratische Grundverständnis der Schüler und Schülerinnen wiedergeben. Besonders das Thema Gleichberechtigung und Frieden lag den Teilnehmenden des Projekts am Herzen. „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“, ist eine der Botschaften, die sich auf den Bannern wiederfindet.


Mit der Aufhängung der Banner soll die Arbeit der Jugendlichen wertgeschätzt werden, gleichzeitig sollen sie damit aber auch eine Stimme bekommen, um ihre Vorstellungen eines gelingenden Zusammenlebens an die Wurzener Stadgesellschaft heranzutragen.


Nicht nur die Schule beteiligt sich an der Aufhängung der kreativen Kunstwerke, auch die Stadtverwaltung sowie die Wenceslaikirche werden im August die Banner zur Schau stellen und somit für einen Hingucker sorgen.


Ein Projekt des Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen in Kooperation mit dem Schweizerhaus Püchau e.V.

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Konferenz in Naunhof beschäftigte sich mit Zukunftsfragen

PM R.Kriz | 20.06.2018

Demokratie stark machen durch Mitgestaltung

Die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig (LPD) ging mit Ihren Vertretern aus Vereinen, Institutionen, Initiativen und engagierte Menschen in Naunhof Anfang Juni in Klausur. Das freie Kulturhaus „Altes KranWerk“ bot mit seiner rustikalen Kulisse den idealen Platz, um neue Ideen für die LPD „produzieren“ zu können. In Ihren Grußworten unterstrichen Ines Lüpfert, 2. Beigeordnete des Landkreises und Volker Zocher, Bürgermeister der Stadt Naunhof, die kontinuierlichen Herausforderungen der Demokratiearbeit auch in Zeiten, die von Umbrüchen und Widerständen geprägt sind, anzunehmen.


Foto: privat

 

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Uwe Hirschfeld, seit 1992 Professor Evangelischen Hochschule Dresden mit den Arbeitsschwerpunkten politische Theorie und politische und kulturelle Bildung setzte seinen Impulsvortrag unter die Überschrift „Demokratie in schwierigen Zeiten“. Mit seiner gewitzten Theorie, Demokratie der Liebe gleichzustellen, unterstützte und motivierte er die aktiven Akteure und stand für viele Fragen zur Diskussion.


Foto: privat

In den sich anschließenden Workshops ging es um die Schärfung der Ziele der LPD:

Dazu gehört auch, die verschiedenen Zielgruppen wie z.B. Senioren, Menschen mit Behinderungen, Menschen aus der Wirtschaft und Migrant_innen stärker einzubinden, um ein breites Meinungsspektrum repräsentieren zu können.

Auch der Umgang mit Rechtspopulismus ist und ein zentrales Thema des Austausches gewesen. Hierzu wird es ab September verstärkt Veranstaltungsangebote geben.

Zudem haben sich die Akteure das Wahljahr 2019 auf die Fahne geschrieben. Kommunalwahlen, Europawahl und Landtagswahlen stehen im kommenden Jahr an. Die Beteiligung und das Engagement aller Einwohner des Landkreises soll gefördert werden. Dabei richtet sich die Partnerschaft nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern alle, die gerne mitgestalten und das Leben im Landkreis lebenswerter machen möchten.


Foto: privat

„Mitbestimmung und Teilhabe aller ist Herzstück der Lokalen Partnerschaft im Landkreis. Nur gemeinsam können wir Strategien und Möglichkeiten schaffen um unseren Landkreis lebenswert und menschenwürdig zu gestalten. Dazu wollen wir verstärkt in den Landkreis gehen und mit den Menschen ins Gespräch kommen.“, fasste Siri Pahnke von der Servicestelle Fachberatung der LPD das Anliegen der erfolgreichen Konferenz zusammen.

Zu einzelnen Themen wie z.B.  Projektarbeit in „Kooperation mit Schule“ und der Ausgestaltung der „Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig“ soll es bereits am 22. Juni weitere Arbeitstreffen in Wurzen geben.

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2. Treffen der Gründungsinitiative LAG Erinnerung

PM 12.04.2018 | Kulturbüro Sachsen e.V.

Liebe Mitstreiter*innen, liebe Interessierte,

am 2. November 2017 trafen sich Vertreter*innen von Initiativen und Vereinen, Verbänden und Projekten, um die Gründung einer landesweiten Arbeitsgemeinschaft zu Erinnerung an und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Sachsen auf den Weg zu bringen.

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Den nächsten Schritt wollen wir gemeinsam am Sonnabend, den 26. Mai 2018 gehen. Im Anschluss an den 6. Erinnerungspolitischen Fachtag an der Evangelischen Hochschule Dresden [9:30 – 15:30 Uhr], der unter dem Thema „Lokale Erinnerungszeichen“ steht, treffen wir uns von 16:00 – ca. 19:30 Uhr um

  •   die Arbeit der verschiedenen Gruppen besser kennen zu lernen
  •   unser Selbstverständnis zu erarbeiten und
  •   den Gründungsakt der landesweiten Arbeitsgemeinschaft

vorzubereiten. Wir freuen uns auf euch! Bitte verteilt die Einladung auch an andere interessierte Menschen.

Die Koordinator*innen
Stephan Conrad - Ann Katrin Düben - Uwe Hirschfeld - Solvejg Höppner - Jonas Kühne - Daniela Schmohl

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„Kein Bock auf … !“ - Rebellische Jugend im Nationalsozialismus

Rundschreiben 10.4.2018 | KJR Landkreis Leipzig

Jugendliche aus Brandis und Umgebung erforschen die Geschichte von Jugendlichen im NS, die sich der Vereinnahmung durch die Hitlerjugend entziehen wollten. Dabei entdecken sie, dass es selbst vor ihrer „Haustür“ Orte gab, die lange Zeit ein Freiraum für unangepasste Jugendliche waren, z.B. die Lübschützer Teiche. Orte an denen Freundschaft, Liebe und Selbstbestimmung weg von der Welt der Erwachsenen möglich war. Nach dem Auftaktvortrag mit dem Historiker Sascha Lange und zwei Workhops, setzen sich die Teilnehmenden, zusammen mit Künstlerinnen der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GFZK), künstlerisch mit der Thematik auseinander. Das Projekt wird gefördert durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie.

 

 


Gelder für Theater- und Filmprojekte bewilligt

LVZ 04.04.2018 | S. Prenzel

Weitere Demokratieprojekte von Akteuren aus dem Muldental und dem Borna-Geithainer Raum gehen demnächst an den Start. Der Begleitausschuss habe im Rahmen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig (LPD) weitere Anträge genehmigt, teilt Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental mit.

Mit dem Projekt „Sag Mal!“ bringt das Schweizerhaus Püchau Mädchen und Frauen hinter die Kamera. Hier wird nicht nur vermittelt wie ein Film entsteht, es werden auch wichtige gesellschaftliche Themen behandelt: Wie hat sich unser Leben hier im ländlichen Raum verändert und an welchen Gegenständen machen wir das fest? Die Frauen und Mädchen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen werden in den nächsten Monaten im Landkreis unterwegs sein und als Experten für ihre Region ihre Perspektive in bewegten Bilden festhalten. Die Ergebnisse werden regelmäßig öffentlich präsentiert. „Das Projekt wird unter anderem in Wurzen, Grimma und Borna aktiv sein“, so der LPD-Sprecher weiter.

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„Die Räuber von Schiller oder Macht ist geil“ – mit dem provokanten Projekttitel will der noch junge Verein KulturGut Linda aus Kohren-Sahlis Kinder, Jugendliche und Erwachsene dafür begeistern, das Dorfleben in Jahnshain, Meusdorf und Linda aktiv mitzugestalten. Mit der Methode des Forum-Theaters wird die Lebenswelt von Jüngeren und älteren Bürgern unter die Lupe genommen, mit dörflichen Herausforderungen hantiert und neue Lösungswege ausprobiert. Das Stück wird zum Sommerfest aufgeführt. Nach dem Theater werden die Zuschauer eingeladen, gemeinsam mit den Schauspielern zu diskutieren, wie Beteiligung und Engagement in ihrer Dorfgemeinschaft möglich sind. „Ziel der Initiatoren ist es, durch das begeisterte Spiel wieder generationenübergreifend Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen.“

Das Projekt „Stimm-Mächtig-Sein“ vom Verein Bon Courage aus Borna soll das Engagement und die Selbstorganisation von Menschen mit Migrationshintergrund im Landkreis fördern. „Das Vorhaben nimmt dabei Bezug auf die Befragungen von Migranten aus dem vergangenen Jahr. Es will Menschen mit Migrationserfahrung Know-how vermitteln, um selbst aktiv zu werden und sich in das Gemeinwesen einzubringen. Das Projekt wird über das Jahr hinweg Zukunftswerkstätten und Weiterbildungen anbieten, die sich an Interessierte mit und ohne Migrationshintergrund richten, so Kriz.

Für das laufende Jahr plant die LPD weitere thematische Veranstaltungen, so findet am 5. Juni eine Demokratiekonferenz statt. Thementage sind zu den Schwerpunkten Medienpartnerschaft sowie Kooperation mit Schule und Verwaltung angekündigt.

Zudem gibt es wieder einen landkreisweiten „Aktionsfonds“ für Kleinprojekte und Tagesveranstaltungen bis maximal 800 Euro, informiert der Sprecher. Dafür sind vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental, das als Träger fungiert, vorerst 10 000 Euro eingeplant. Die Antragstellung sei fortlaufend möglich, betont Ronny Kriz.

Das Jugendforum mit dem angegliederten Jugendfonds, der durch den Kinder- und Jugendring begleitet wird, erhält ein Budget von 7000 Euro. Hierbei sollen speziell Kinder und Jugendliche gefördert werden, die sowohl Antragsteller als auch Zielgruppe des Vorhabens sein können. Hilfe und Unterstützung bei der Antragstellung sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit bieten die beiden eingerichteten Servicestellen des LPD.

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Zwischenbericht zum Projekt „12m² WELT“

PM | 21.02.2018

"Wir brauchen Frieden - sonst geht das alles nicht." Manchmal fehlen uns die Worte für die Dinge, die uns am wichtigsten sind. Sie erscheinen so selbstverständlich und sind doch so schwer zu beschreiben. Kinder können das, noch. Nicht mit großen Worten, aber wenn es sein muss in Bildern und mit ihrem ganzen Körper. Die 11 Kinder der Auftaktveranstaltung zum Projekt „12m² WELT“ arbeiteten in ihrer ersten Winterferienwoche im Kultur- und BürgerInnenzentrum D5 an der Frage: Gibt es Punkte, die alle Menschen vereinen? – Regeln, die wir brauchen, um gut und friedvoll miteinander leben zu können? Ausgangspunkt dazu war das deutsche Grundgesetz, das uns mit seinen Werten, Prinzipien und übergeordneten Spielregeln alle eint und die Grundlage für ein friedliches miteinander Leben darstellt.

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Begeistert entwickelten die 11 Kinder und Jugendlichen ihre ganz eigenen Vorstellungen von Gemeinschaft und gestalteten dazu künstlerisch ein großes Banner mit dem Spruch: „Kein Mensch muss müssen.“. Es ging hierbei um die „freie Entfaltung“, die jedem Menschen in der Bundesrepublik laut Grundgesetz zusteht: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ [Art. 2, Absatz 1 GG] Das war den Kindern wichtig! Jeden Vormittag wurde unter künstlerischer Leitung von Martina Jacobi und in Begleitung von Leonore Kasper (Film) an diesem Thema gearbeitet. Es wurde gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen herausgestellt, was für Menschen, Gruppen und Gesellschaften wichtig ist, ausgehend davon, was für jeden Einzelnen wichtig ist. Neben Freunden, Familie, Essen, Trinken und Ronaldo, war den Mädchen und Jungen besonders die Natur sehr wertvoll. Tiere und Pflanzen sollten geschützt werden, nicht so viele Bäume gefällt und das Wasser nicht verschmutzt werden. Sie wünschten sich, dass jeder Mensch Bildung und Wissen erhält. Ein 10jähriger Junge der Gruppe sagte dazu: „Wir brauchen Frieden – sonst geht das alles nicht.“. Am Nachmittag hat das Schweizerhaus Püchau dann mit den Ferienkindern Theater gespielt. Unter Leitung von Josephine Freund entstand ein Stück mit eigenem Bühnenbild, das in kleinen Szenen das Thema Raum und Welt aufgreift und drei Reise-Episoden aus der Sicht der Kinder erzählt. Vom Meer ging´s hier schnell in die Berge und zwischendurch wurde im Garten gezeltet. Zum Abschluss der Projektwoche konnten eine kleine Premiere des Stückes und die Präsentation des Banners stattfinden. Vor Eltern, Freunden und Unterstützer*innen der Woche wurde eine gemeinsame Abschlussveranstaltung gefeiert. Hier konnten wir auch den beiden arabischen Müttern und Ernst Stange danken, die uns mit leckerem Essen versorgt haben. Ebenso wurde Sondus Elkiskas gedankt, die uns jeden Tag ehrenamtlich helfend zur Seite stand. Fortgeführt wird das Projekt ab März 2018 mit der Pestalozzi-Oberschule in Wurzen. Außerdem läuft die Suche nach einer weiteren engagierten Schule im Landkreis Leipzig. Interessierte können sich gerne melden unter: team[at]ndk-wurzen.de. Das Projekt möchte unter Beteiligung aller Akteure selbstbestimmtes und solidarisches Handeln der Kinder und Jugendlichen in der Gesellschaft, insbesondere im eigenen Umfeld aktivieren und fördern. Entstehen werden viele große Kunstwerke, die im öffentlichen Raum im ganzen Landkreis zu sehen sein sollen.

Ein Projekt des Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Wurzen in Kooperation mit dem Schweizerhaus Püchau e.V. Ansprechpartnerin: Heidi Bischof, Projektleitung, Regionalpromotorin für Entwicklungspolitische Inlandsarbeit/ Globales Lernen, heidi.bischof@ndk-wurzen.de, 03425-852710

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Fußball zwischen Himmel und Hölle

LVZ H. Latchinian | 17.02.208

Wer kennt es nicht, das Trainer-Gebrüll: „Mensch, stellt euch nicht so an, wir sind hier nicht beim Frauenfußball!“ Fußball als reine Männersache, nichts für Weicheier. Entsprechend schockiert werden die Machos von der Seitenlinie gewesen sein, als ausgerechnet der Champions-League-Kracher Madrid gegen Paris im ZDF von einer – Frau(!) kommentiert wurde. Strafraum Sachsen 2.0 ist der Titel der Ausstellung, die heute letztmalig in Naunhofs Jugendclub Oase 26 zu sehen ist. Auf 21 Schautafeln widmet sich die „Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball“ (IVF) sowohl Verbindendem als auch Ausgrenzendem.


Foto:H.Latchinian

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Schon Frank Schöbel wusste: Ja, ja der Fußball ist rund wie die Welt. Und doch hat er auch Ecken. Einer, der das hautnah erlebte, ist BVB-Fan Nico Förster. Er steht mit Anthony Wolf sowie Ralf und Jason Kirsten am Kickertisch des Naunhofer Clubs und berichtet über die Randale beim Dortmunder Skandalspiel gegen RB Leipzig.

Nur die Spitze des Eisbergs. Obwohl in jedem Fußballteam statistisch mindestens ein Homosexueller kickt, sind Schmährufe wie „Schwule Sau“ an der Tagesordnung. Eine von Fans des FSV Zwickau am Rande des Regionalligaspiels gegen den SV Babelsberg mitgeführte aufblasbare Banane mit dem Zusatz „Schwuchtel“ spricht Bände. Die Schautafeln offenbaren: In den Augen einiger Ewiggestriger hätten auch Frauen nichts auf dem Fußballplatz verloren: „Dabei sind in Sachsen rund 6000 Frauen und Mädchen im offiziellen Spielbetrieb dabei“, betont Christian Kohn von den Machern der Wanderausstellung. Affenlaute richteten sich gegen Spieler anderer Hautfarbe, mit dem sogenannten U-Bahn-Lied drohe man gegnerischen Fans die Deportation nach Auschwitz an, der Dresdener SC werde als „Juden-DSC“ verspottet, da Ignatz Bubis, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrats der Juden, einst für den Verein spendete.

René Schober, Jugendkoordinator beim Kreissportbund (KSB), freut sich, die Ausstellung in Naunhof zeigen zu können. Er lobt die gute Zusammenarbeit mit Jugendclubleiter Daniel Pesti und Lehrer Sebastian Karthäuser: „Denn bevor die Tafeln in der Oase zu sehen waren, hatten wir sie in der Oberschule gezeigt, wo es auch Workshops gab.“

Gefördert wird das mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnete Projekt durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig. Sprecher Ronny Kriz: „Sport ist ein wesentlicher Teil der Gesellschaft, deshalb lohnt es, genau hier anzusetzen.“ Die Naunhofer laden heute nicht nur zum letzten Ausstellungstag, sondern ab 15 Uhr auch zum Kickerturnier ein. Danach wird gemeinschaftlich gekocht und gespeist, gegen 19 Uhr zeigt der Landesfilmdienst Sachsen die viel beachtete Dokumentation „Szene Deutschland – Unter Hooligans“. Der Eintritt ist frei.

Fußball hat in den Augen von KSB-Jugendkoordinator René Schober vor allem die Chance, Menschen zusammen zu bringen. Er spielt dabei auch auf die Integration von Flüchtlingen an, die zum Beispiel beim FC Grimma gut gelinge. Er würdigt auch die internationalen Jugendfußballturniere vom ATSV Frisch Auf Wurzen. Beantragten für die Saison 2014/15 noch 927 nichtdeutsche Spieler einen Pass, so waren es ein Jahr später schon doppelt so viele. Die Ausstellung macht mit Aktivisten vertraut, die gegen Vorurteile ankämpfen: „Fußballfans gegen Homophobie“ ist eine bundesweit aktive und weltweit vernetzte Initiative gegen Schwulenfeindlichkeit und Sexismus. Bandito Azzuro sind Ultras im erzgebirgischen Jöhstadt, die den antirassistischen Nordkurven-Cup ausrichten. Leipzig United FC sind junge Straßenfußballer, die in Grünau von sechs teils lizenzierten Trainern angeleitet werden, darunter ein ehemaliger syrischer Erstligaspieler. „Discover Football“ heißt ein weltweites Netzwerk, das Mädchen zum Fußballspielen ermutigen möchte.

 

 

 

 

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NS-Terror in Sachsen – ein Stück kritische „Heimat“-Geschichte

LVZ J.Kochinke |29.01.2018

Von KZ-Außenlager bis Todesmärsche: Engagierte Bürger erhellen sächsische Vergangenheit

Dresden. Das Werk ist 624 Seiten stark, darin geht es nicht gerade um das, was man ein Wohlfühlthema nennt. „NS-Terror und Verfolgung in Sachsen“ lautet der Titel, „von den frühen Konzentrationslagern bis hin zu den Todesmärschen“. Zwischen den Buchdeckeln wimmelt es von Fakten, historischen Zusammenhängen und Details über Opfergruppen, KZ-Außenlager sowie massenhafte Sklavenarbeit in den auf Kriegsmodus eingestellten Betrieben. Und all das hat sich auf dem Gebiet des heutigen Freistaats abgespielt – ein Band, hinter dem eine enorme Fleißarbeit an kritischer „Heimat“-Geschichte steckt.

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Dabei ist das Buch im Kern zweierlei: eine historische Aufarbeitung gerade auch jener Bereiche, die in der Landesforschung bisher zu kurz gekommen sind; und eine gehörige Portion politische Bildung mit Gegenwartsbezug. In der Einleitung der Autoren liest sich das so: „Es geht um die Erhaltung des Friedens und die Durchsetzung der Grundrechte und Freiheiten des Menschen. Gerade auch angesichts heutiger Tendenzen der Ausgrenzung und Diskriminierung halten wir es für wichtig, aus der deutschen Geschichte zu lernen.“ Es ist kein Zufall, dass in diesem Zusammenhang auch Worte fallen wie „Hass“ und „rassistische Intoleranz“, wie sie auch in Sachsen an der Tagesordnung seien. Das weckt nebenbei Erinnerungen an fremdenfeindliche Ausschreitungen, für die Orte wie Heidenau, Clausnitz oder auch Meißen und Bautzen stehen, ohne dass es die Autoren überhaupt noch nötig hatten, diese explizit zu erwähnen.

Außergewöhnlich dabei ist nicht nur der akribische Ansatz der Autoren, sondern auch die Entstehungsgeschichte des Werks selbst. Bereits 2006 begann eine Gruppe höchst engagierter Heimatforscher am Thema zu arbeiten. Am Ende versammelten sich rund 50 Menschen um den Mitherausgeber Klaus-Dieter Müller. Jetzt ist das Werk unter der Flagge der Landeszentrale für politische Bildung erschienen und kann so den Weg in die Öffentlichkeit finden – bereitgestellt nicht zuletzt für Schulklassen.

Was das heißt, lässt sich am Beispiel der frühen Lager erfassen. So bestand das System dieser KZ auf sächsischem Gebiet in den Jahren 1933 bis 1937 nach aktuellem Stand der Forschung aus 103 Lagern in mindestens 80 Städten und Gemeinden, verteilt über das gesamte Land. Hinzu kamen 62 sogenannte KZ-Außenlager in sächsischen Betrieben für die Rüstungsproduktion in den Jahren danach. Beachtlich ist dies nicht zuletzt deshalb, weil diese große Zahl der frühen und kleineren Lager im kollektiven Gedächtnis der Deutschen von der Relevanz der überregional bekannten KZ überlagert wurden – von Buchenwald über Sachsenhausen oder Dachau bis hin zu den Vernichtungslagern im Osten wie Auschwitz-Birkenau oder Treblinka. „Wer das Wort Konzentrationslager hört“, heißt es dazu im Vorwort, „assoziiert damit diese Lager, und nicht die vielen Lager vor der sächsischen Haustür sowie die vielen Außenlager in direkter Nähe von Betrieben.“

Und genau an dieser Stelle wird der Band unmittelbar politisch. Denn hier, „vor der sächsischen Haustür“, wurden viele Deutsche direkte Augenzeugen von Menschenverachtung bis hin zu Misshandlung und Vernichtung. Die meisten dieser sächsischen Augenzeugen haben zugeschaut – weggeschaut, müsste man eher sagen. So jedenfalls sieht es Mitherausgeber Müller, wie er bei der Vorstellung des Werks jetzt im Bürgerfoyer des Landtags sagte: „Abwartend bis abweisend“ habe die Bevölkerung reagiert, so Müller, „es gab nur wenig Hilfe“. Das wiederum lässt sich auch in Bezug auf einen weiteren Aspekt ähnlich sagen. 120 Todesmärsche und Transporte mit Zehntausenden Häftlingen gingen von sächsischem Gebiet aus oder durchquerten dieses – stets bewacht von SS-Schergen, die gerade gegen Kriegsende zum Mittel standrechtlicher Erschießungen griffen.

Für nicht wenige Opfer endete der Transport in Auschwitz-Birkenau, jenem Sinnbild der NS-Vernichtungsmaschinerie, das laut Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) einen „Zivilisationsbruch“ darstellt. Dies nahm, so Rößler bei der Buch-Präsentation, „auch in Sachsen seinen Lauf“. Nicht zufällig fand die Vorstellung des Werks kurz vor dem 27. Januar statt, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee. Und ebenfalls nicht zufällig gibt es einen Hinweis zur aktuellen Bedeutung dieser Form der Forschung im Vorwort des Werks: „Mit unserer Arbeit wollen wir dazu beitragen, die Menschen zu überzeugen, dass sie nicht die Augen vor der Vergangenheit verschließen dürfen, um hoffentlich der Gefahr zu begegnen, nicht blind für die Gegenwart zu werden.“

Hans Brenner/Wolfgang Heidrich/Klaus-Dieter Müller/Dietmar Wendler (Hg.): NS-Terror und Verfolgung in Sachsen. Von den frühen Konzentrationslagern bis zu den Todersmärschen. 624 Seiten, Bestellnummer 159 der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, dort ist der Band auch unter Telefon 0351 853180 oder über Internet www.shop.slpb.de bestellbar.

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jugendschut.net informiert

PM | 29.01.2018

Im Rahmen seiner Arbeit zum politischen Extremismus recherchiert jugendschutz.net islamistische Angebote im Netz und entwickelt Gegenaktivitäten. Die Arbeit im Bereich Islamismus wird derzeit gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Aktuell informiert jugendschutz.net über die Themen "Dschihadisten werben um Mädchen und junge Frauen" und "Hass via Hashtag: Identitäre rekrutieren über Messenger und Twitter". In unserem Downloadbereich finden Sie nähere Informationen.