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Sächsische Förderpreis für Demokratie wird vergeben

PM | 20.08.2016

Berwerbungen können noch bis 01. September 2016 eingereicht werden

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Projektpartnerinnen und -partner,
liebe Engagierte und Freunde,

zum 10. Mal wurde in diesem Jahr der Sächsische Förderpreis für Demokratie ausgeschrieben. Seit 2007 konnten wir 45 Initiativen sowie zwei Kommunen aus insgesamt 561 Bewerbungen und Vorschlägen für ihr Engagement für Menschenrechte und mehr Demokratie vor Ort auszeichnen – ein kleiner Ausschnitt des vielfältigen Einsatzes vieler in Sachsen für mehr Beteiligung, eine aktive Gedenkkultur, Mitmenschlichkeit und Solidarität.

 

 

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Diese Engagement wollen wir auch 2016 würdigen. Wir freuen uns auf die Nominierung oder Bewerbung von Initiativen, die sich für ein aktives Zusammenleber aller vor Ort, gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus oder Homophobie stark machen.

Und wir sind gespannt auf Einreichungen von Gemeinden, die mit ihrem Beispiel zeigen, wie eine offene, solidarische Kommune aussieht, in der alle Bewohnerinnen und Bewohner Sicherheit, Gehör und Zukunftsperspektiven finden.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen finden sich auf http://demokratiepreis-sachsen.de.

Einsendeschluss ist der 1. September.

Der Sächsische Förderpreis für Demokratie wird ausgelobt von der Amadeu Antonio Stiftung, der Freudenberg Stiftung, der Sebastian Cobler Stiftung und der Stiftung Elemente der Begeisterung. Er wird durch die Cellex Stiftung und den Sächsischen Städte- und Gemeindetag als Partner unterstützt.

Mit freundlichen Grüßen,

Britta Kollberg

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Interkulturelle Woche im D5

PM I.Stange | 26.09.2016

Fotoausstellung und Theaterperformance laden ein

Am Freitag, 30. September finden auch im Kultur- und Bürger_innenzentrum D5 (Domplatz 5) in Wurzen zwei Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig statt. Zum einen zeigen wir die Fotoausstellung Menschenskinder! des Fotokünstlers SZ. Porträtiert hat der Chemnitzer Menschen unterschiedlichsten Alters und Hintergrund, die allerdings eines eint: Sie alle waren und sind Flüchtlinge, die aus den verschiedensten Gründen und zu verschiedensten Zeiten im letzten und in diesem Jahrhundert aus ihrer Heimat fliehen mussten. SZ wird zur Eröffnung um 18 Uhr anwesend sein und im Gespräch gerne seine Motivation zu seinem Fotoprojekt darlegen.


Leipziger Buffonen

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Danach werden ab 19 Uhr die Mimen der Leipziger Buffonen die Bühne des D5-Kulturkellers belagern und ihre Theaterperformance Lolulegidala – Revolution from Saxony aufführen. Die Truppe hat das Stück auf Wunsch des NDK extra noch einmal einstudiert und wird es nun einmalig nochmals zeigen. In dieser grotesken theatralischen Kundgebung führen sie die Legida-Bewegung - quasi die empathielose Gegenposition zum Ausstellungsthema - ad absurdum. Die Macher_innen haben sich die „besorgten Bürger“ und deren „Ängste“ in Leipzig sehr genau angeschaut und geben ihre Erkenntnisse nun mit schallenden Gesten und minimalistischen Worten, zwischen Melodrama und Stummfilm-Slapstick, auf der Bühne an die wahrscheinlich ziemlich verwirrten Zuschauenden weiter. Welch ein Spaß. Spenden zuwischen 2 und 5 Euro sind gern gesehen.


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Einladung 10. Jubiläums der Charta der Vielfalt

PM | 12.08.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland wird bunter und vielfältiger. Das gilt immer mehr auch für unsere Arbeitswelten. Die Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur stellt einen Erfolgsfaktor dar für große genauso wie für kleinere und mittlere Unternehmen, Vereine, Bildungsträger und die öffentliche Verwaltung.

Wie auch Sie von Vorteilen und Chancen von Vielfalt in der Arbeitswelt profitieren können, wollen wir anlässlich des 10. Jubiläums der Charta der Vielfalt gemeinsam mit Ihnen im Rahmen unserer Vielfaltswerkstatt diskutieren.

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Dazu bieten wir vom 06. – 8. September in Berlin bei Ernst & Young GmbH insgesamt fünf Workshops zu folgenden Themen an:

·         Vielfalt als Chance – Wie Unternehmen von Diversity profitieren

·         Als Arbeitgeber fit für kulturelle Vielfalt

·         Chancengleichheit im Arbeitsmarkt: Was gut ist für Frauen … nützt auch Männern

·         5 Generationen am Arbeitsplatz  – Den Demografischen Wandel meistern

·         Mit Vielfalt in die Zukunft – Trends in der Arbeitswelt

Eine ganzheitliche Betrachtung von Diversity Management in unserem eigens dafür entwickelten Workshop-Raum gibt Ihnen neue Impulse und konkrete Werkzeuge für den täglichen Umgang mit Vielfalt in Ihrer Organisation. Jeder Workshop orientiert sich an den Erwartungen und Interessen der Teilnehmenden und bietet Ihnen die Möglichkeit sich aktiv mit Fragen und Erfahrungen einzubringen. Interaktionsmethoden, wie Diskussionsrunden, kurzweilige Output-Phasen in Kleingruppen, Diversity-Abstimmungen und Knowhow-Transfer wechseln sich mit Experteninputs, Best Practice Beispielen und offenen Fragerunden ab.

Die Workshops eignen sich für Interessierte, mit oder ohne Diversity-Erfahrung und können einzeln oder zusammen gebucht werden.

Hier geht es zu den Tickets und auf unserer Seite finden Sie weitere Informationen zu den einzelnen Workshops sowie der gesamten Vielfaltswerkstatt.

Leiten Sie diese E-Mail auch gern an Ihre Kolleginnen und Kollegen, Ihr Netzwerk und andere Interessierte weiter.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Mit freundlichen Grüßen

Aletta Gräfin von Hardenberg 
Geschäftsführerin

Charta der Vielfalt e.V.
Geschäftsstelle
Albrechtstr. 22
10117 Berlin
Tel. +49 30 84 71 20 82
Fax +49 30 84 71 20 84
E-Mail: vielfaltswerkstatt-berlin@charta-der-vielfalt.de

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Impressionen der Demokratiekonferenz 07.06.2016


Fachaustausch„Demokratie vor Ort stärken – vielfältiges Zusammenleben gestalten“ vom 29.06-30.06.2016 in Berlin

PM | 28.04.2016

Liebe Mitarbeitende in den Partnerschaften für Demokratie,

als Folge der aktuellen Fluchtbewegungen hat sich die Debatte um das Selbstverständnis der deutschen Gesellschaft intensiviert und bereits bestehende Probleme verschärft, wie sich an den fremdenfeindlichen Vorfällen der letzten Monate sowie den Wahlerfolgen rechtspopulistischer Parteien ablesen lässt. Gleichzeitig kann ein großes bürgerschaftliches Engagement bei der Unterstützung von Geflüchteten verzeichnet werden. In diesem Spannungsfeld sind Maßnahmen, die sich für gegenseitige Anerkennung und Verständigung einsetzen, besonders zu fördern.

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Vor diesem Hintergrund wurde das Bundesprogramm Demokratie leben! mit weiteren 10 Millionen Euro ausgestattet. In die im Dezember 2015 aktualisierten Förderleitlinien für die Partnerschaften für Demokratie wurde dabei insbesondere die Entwicklung einer Willkommenskultur und -struktur aufgenommen. Die in die Leitlinie neu aufgenommenen Aufgabenbereiche der Partnerschaften für Demokratie sind folgende:

·         Verstärkung der Aktivitäten gegen Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit

·         Stärkung der Selbstorganisation und -hilfe im Themenfeld unter verstärktem Einbezug vonMigrantenselbstorganisationen und muslimischen Gemeinden

·         Entwicklung einer Kultur der Unterstützung und Wertschätzung ehrenamtlichen Engagements in allen Themenfeldern des Programms, insbesondere auch im Bereich der Willkommenskultur, zum Abbau von Ressentiments und zur Prävention vor Gewalt, Hetze und Feindseligkeiten gegenüber Zuwanderinnen und Zuwanderern

·         Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und einer aktiven Bürgerbeteiligung

·         Förderung des demokratischen Zusammenlebens zwischen Zuwanderinnen und Zuwanderern, insbesondere  Asylsuchenden, sowie aufnehmender Gesellschaft

 

Auf einem Fachaustausch der bundesweit geförderten Partnerschaften für Demokratie möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, sich zu diesen neuen Aufgabenfeldern untereinander auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und bestehende Herausforderungen zu diskutieren.

 

Dazu laden wir Sie herzlich zu einem zweitägigen Fachaustausch „Demokratie vor Ort stärken – vielfältiges Zusammenleben gestalten“ nach Berlin ein!

 

Der zweitägige Fachaustausch wird am

29.06.2016 – von 13 – 19h und am 30.06.2016 – von 9 – 13h stattfinden.

Bitte merken Sie sich bereits jetzt diesen Termin vor. Durch Beginn und Abschluss jeweils gegen Mittag möchten wir ausreichend Zeit zur Anreise bieten.

Ein Programm mit einem Ablauf sowie weiteren Hinweisen zum Veranstaltungsort und Übernachtungsmöglichkeiten werden wir Ihnen im Mai zusenden. Ab dann wird auch eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung möglich sein.

Der Fachaustausch wird durch das Fachforum „Demokratie leben!“ organisiert. Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an uns direkt wenden unter fachforum@f-bb.de.

Mit freundlichen Grüßen,

Barbara Kiepenheuer-Drechsler

für das Fachforum „Demokratie leben!“

Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gemeinnützige GmbH

Wichmannstraße 6

10787 Berlin

Telefon: +49 30 417498-649

Fax:         +49 30 417498-610

E-Mail:   kiepenheuer-drechsler.barbara@f-bb.de

Web:       www.f-bb.de

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Weiterbildung gedenkhistorische Projektarbeit...

...für Multiplikator_innen zum Thema ‚Stolpersteine‘ in Naunhof

Diese fünfteilige Weiterbildung befähigt Sie selbst Erinnerungsprojekte mit Jugendgruppen für verfolgte Opfer des NS-Regimes durchzuführen. In den Veranstaltungen wird exemplarisch zu einer verfolgten Person oder Familie in der NS-Zeit geforscht, dabei haben sie den besten Einblick in den konkreten Ablauf, den Zugang zu Archiven, zu Zeitzeugen usw. und können  später in den selbstdurchgeführten Jugendprojekten von diesen Erfahrungen profitieren. Als Ergebnis eines solchen Projektes steht die Verlegung von Stolpersteinen. Die Weiterbildung wird vom FJM in Kooperation mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. (EZH) durchgeführt.

Die Weiterbildung à 3 Stunden beginnt am 25. August 2016, 15.00 Uhr  (weitere Termine beim ersten Treffen); Ort: Naunhof – Stadtgut (Markt 6, 04683 Naunhof)


Interaktive Karte zur europäischen Dimension der extremen Rechten www.projekt-entgrenzt.de

PM | 16.12.15

In nahezu allen europäischen Staaten existieren extrem rechte Strukturen, Organisationen und Strömungen, die von rechtspopulistischen Parteien bis hin zu militant auftretenden neo-faschistischen und neonazistischen Gruppen und Bewegungen reichen. Die Aktivitäten der extremen Rechten bleiben allerdings nicht auf die jeweiligen Ländergrenzen beschränkt, sondern es kommt zu grenzüberschreitenden Vernetzungen und Kooperationen. Während eine Vielzahl an länderspezifischen Analysen von extrem rechten Strukturen und Erscheinungsformen vorliegt, stellen Aspekte länderübergreifender Vernetzungen und Dis-kurse eine selten berücksichtigte Perspektive dar.

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Vor allem im Bereich der Bildungsarbeit zum Thema „Rechtsextremismus“ lässt sich dahingehend eine Leerstelle konstatieren. Der europäischen Dimension der extremen Rechten hat sich das Informations- und Doku-mentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) im laufendem Jahr im Rahmen des Projektes „Entgrenzt: transeuropäische Perspektiven auf die extreme Rechte“ gewidmet. Mit dem von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Projekt stellt IDA Material, Wissen und Hintergründe für Fachkräfte, Multiplikator_innen sowie Lehrkräfte der Bildungs-arbeit in Form einer interaktiven Onlinekarte bereit, die unter www.projekt-entgrenzt.de ab-rufbar ist. Screenshot der Website Im Fokus der Onlinekarte steht die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperationen für die extreme Rechte in Deutschland. Sie beinhaltet aber auch Beispiele ohne deutsche Beteili-gung. Vorgestellt werden Organisationen, Vernetzungen und Zusammenschlüsse der extre-men Rechten in Europa, länderübergreifende Demonstrationen, Treffen und Konferenzen; aber auch Aspekte extrem rechter Jugendkultur finden sich auf der Projekt-Webseite.

Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.|

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Ein Jahr Partnerschaft für Demokratie (LPD) - Rückblick und Ausblick

PM | 04.12.15

Mit der letzten Beratung des Begleitausschusses am 1. Dezember zogen die Mitwirkenden ein erstes Resümee über die im Jahr 2105 geleistete Arbeit. So konnten über den allgemeinen Projektfonds 28 Vorhaben zur Förderung von Demokratie, Toleranz und Vielfalt im Landkreis von 12 Trägern und Vereinen umgesetzt werden. Durch den Aktionsfonds  wurden über 30 Kleinprojekte und Tagesveranstaltungen mit bis zu 500,00 € unterstützt. 

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Thematische Schwerpunkte der Projekte waren: Förderung von Beteiligung; gesellschaftliche Fragen- und Problemstellungen; Historisches Lernen; Qualifizierung; Vernetzung und Interkultureller Dialog. Unter letztgenannten Themenschwerpunkt fand zum fünften Mal die Interkulturelle Woche statt. Über 20 Programmpunkte umfasste dieses Jahr die landkreisweite Veranstaltungsreihe unter dem Motto „Vielfalt! das Beste gegen Einfalt“ und hatte dabei die aktuelle Flüchtlingsproblematik mit im Blick.

Mit  der Überschrift „Zusammen macht man weniger allein“  war die erste Demokratiekonferenz im Landkreis überschrieben. Wie bereits berichtet wurde mit langjährigen Akteuren und neuen Mitstreitern die verschiedenen Facetten des Demokratiebegriffs diskutiert und  Beteiligungsmöglichkeiten aus der Praxis erörtert.  Dem erweiterten Vernetzungs- und Austauschgedanken soll auch 2016 Rechnung getragen werden. Vorgesehen ist mit der LPD im Landkreis Nordsachsen eine gemeinsame Veranstaltung durchzuführen.

Der mehrheitlich zivilgesellschaftlich besetzte Begleitausschuss der LPD  merkte jedoch auch an, dass es Regionen gibt, in denen die Kooperationsbereitschaft mit Vereinen und  Initiativen zur Projektumsetzung auf kommunaler Ebene zurückgeht bzw. fehlt.  Diesem speziellen Thema will sich Landrat Henry Graichen als Vorsitzender des Begleitausschusses im kommenden Jahr annehmen und dazu ebenfalls den Kommunalen Präventionsrat sensibilisieren.

Erfreulicherweise werden auch 2016 erneut über 100.000 Euro für Projekte durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Landesprogramm „ Weltoffenes Sachsen – für Demokratie und Toleranz“ bereitgestellt. Den gleichen Betrag stellt zusätzlich der Landkreis zur Verfügung, um Vorhaben im Programmbereich zu fördern. Die erste Antragsfrist endet am 15.01. 2016.  Antragsformulare, Förderleitfaden, Informationen zu umgesetzten Projekten, Termine und Kontaktdaten sind im Internet unter www.demokratie-leben-lkl.de veröffentlicht.

Der Koordinierungskreis der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig dankt allen Aktiven, die sich an der Umsetzung der Programmziele beteiligen für Ihr Engagement und wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein friedvolles Weihnachtsfest und ein ideenreichen Start ins Neue Jahr 2016.

R. Kriz Servicestelle Öffentlichkeitsarbeit LPD / BSW Muldental e.V.

 

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"Geschichten finden statt" Kunstinstallation in Rötha wurde eröffnet

PM I 11.11.15

Am Samstag, den 17.10.2015, eröffnete der Röthaer Bürgermeister Ditmar Haym feierlich die Veranstaltung "Geschichten finden Stadt" des Kulturbahnhof e.V. auf dem Röthaer Marktplatz und übergab die Installation der Künstlerin Ida Schmutz an die Röthaer Bürger_innen.

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Ausgangspunkt für die künstlerische Arbeit und eine Broschüre waren über 80 Geschichten aus der Kindheit und Jugend Röthaer Anwohner_innen, die viele fleißige Helfer_innen in den letzten Wochen und Monaten gesammelt und übersetzt hatten. Bei Punsch und Musik gab es die Möglichkeit, mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen, eigene Geschichten zu erzählen, andere in der Broschüre nachzulesen oder mehrsprachig aus einem kleinen Lautsprecher zu hören. Es hat uns sehr gefreut, dass einige Röthaer die Gelegenheit nutzten, miteinander in Kontakt zu treten und sich mit der künstlerischen Arbeit auseinanderzusetzen. Wir möchten uns sehr herzlich bei allen Freund_innen, Helfer_innen und Vereinen bedanken, die uns tatkräftig unterstützt haben.

Für alle Interessierten gibt es am 05.12.2015, während des Adventsmarktes, noch einmal die Gelegenheit, die Broschüre mit den Geschichten zu erwerben und mit uns in Kontakt zu treten. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team Kulturbahnhof e.V. 

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Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz

PM | 30.10.15

Über 100 Projekte in 2015  -  Auftakt für Novellierung der Förderrichtlinie

Seit knapp einem Jahr ist das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ im Geschäftsbereich der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration übergegangen.

Mit dem Doppelhaushalt 2015/ 2016 sind die Fördermittel für die Stärkung der demokratischen Kultur im Programm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ um mehr als 1,4 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt worden. Durch diese Mittel in einer Gesamthöhe von jährlich rund 3,8 Mio. Euro konnten im Jahr 2015 bislang mehr als 100 Projekte in Sachsen gefördert werden. Außerdem wurde die so genannte Extremismusklausel abgeschafft und somit der Praxis des Bundes gefolgt.

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„Die vergangenen Wochen und Monate haben uns besonders deutlich gezeigt, wie wichtig die Arbeit von Vereinen, Verbänden und Initiativen ist, die sich tagtäglich für demokratische Kultur und Vielfalt einsetzen“, betonte die Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping. „Die mehr als 100 Projekte, die jetzt dank der Fördermittel aus dem Landesprogramm Weltoffenes Sachsen realisiert werden können, geben Antworten auf die Frage: Wie können wir die demokratische Kultur in Sachsen stärken?“.

„Unser Auftrag ist es jetzt, die Förderrichtlinie des Landesprogramms an gesell-schaftliche Veränderungen anzupassen und seinen Kern zu bewahren“, erklärte Ministerin Köpping weiter. „Den Auftakt dafür bildete  der heutige Work-shop mit über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dass wir die Praktiker in die Richtlinienüberarbeitung  einbinden, war mir sehr wichtig.“

Ziele der Novellierung sind:

* Zugänglichkeit zum Programm für kleine Initiativen und Projekte zu stärken

* Finanzierungslücken bei  Jahresübergang abzubauen

* die Höhe der Eigenanteile zu senken

* mehrjährige Förderungsmöglichkeiten zu schaffen

* (Wieder-)Einrichtung eines eigenständigen Beirates aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, der eine gesamtgesellschaftliche Hand-lungsstrategie entwickelt.

„Gemessen an der Antragslage hätten wir auch die doppelte Höhe der veran-schlagten Fördermittel ausreichen können“, erklärt die Ministerin weiter. Die Vielfalt der geförderten Projekte, von ehrenamtlichen Initiativen bis hin zu hochprofessionellen und enorm qualifizierten Projektstrukturen, zeige das breite Engagement vieler Menschen und die Notwendigkeit für das demokratische Gemeinwesen und für eine echte Willkommenskultur gegenüber Fremden.

Rückfragen an Pressesprecherin Katja Mäder: mailto:pressegi@sms.sachsen.de

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Eine Pflichtaufgabe und eine Chance zugleich

LVZ Roger Dietze | 05.10.2015

Brandiser feiern interkulturelles Fest im Zeichen der baldigen Ankunft von 120 Flüchtlingen

Brandis. In Brandis richtet man sich auf die baldige Ankunft von rund 120 Flüchtlingen ein. Nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch davor. "Brandis - Vielfalt gewinnt" war der Titel eines interkulturellen Festes, zu dem das Forum für Demokratie und Vielfalt am Tag der Deutschen Einheit in die Musikarche eingeladen hatte. Auf dem Programm standen thematische Angebote für Kinder und Jugendliche, eine Lesung für Erwachsene mit dem Spiegel-Bestseller "Tante Semra im Leberkäseland" von Lale Akgün sowie der Lebensbericht des Peruaners Aldo B. Castillo-Ledesma, der in Leipzig eine zweite Heimat gefunden hat. Wie es sich für den Veranstaltungsort gehört, waren alle Programmpunkte entsprechend musikalisch eingerahmt.


Angebote für Groß und Klein: Geschichtenerzählerin Christina Zerfeld war beim interkulturellen Fest in der Musikarche ein aufmerksames Publikum sicher. Foto: Roger Dietze



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Das Fest markierte den vorläufigen Höhepunkt des Wirkens des Forums in Brandis seit seiner Gründung vor vier Jahren. Seitdem hat der lose Zusammenschluss von Brandisern, die sich in und für ihre Stadt engagieren möchten, unter anderem die Parkbühne neu gestaltet, eine Reinigungsaktion in der Stadt initiiert sowie eine Podiumsdiskussion durchgeführt. Im Frühsommer schließlich lud das Forum zu der Veranstaltung "Mein Nachbar ist Asylbewerber" unter Beteiligung der sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping (SPD), ein. Bei dieser Gelegenheit war es auch zur Gründung eines Flüchtlingsnetzwerkes gekommen, das laut Forum-Sprecher Markus Bergforth eine aktive Rolle bei der Integration der rund 120 erwarteten Asylbewerber zu spielen vorhat. "Dass die Sache jetzt offensichtlich auf eine Sammelunterkunft in Beucha hinausläuft, ist zwar nicht in unserem Interesse, aber zumindest scheint die Wahl auf ein zentrales und verkehrsgünstiges Gebäude gefallen zu sein", so der SPD-Fraktionsvorsitzende im Brandiser Stadtrat. Wie reibungslos der Integrationsprozess vonstatten gehen wird, vermöge zwar selbstredend auch er nicht vorauszusagen, er sei jedoch hoffnungsvoll, dass sich die Brandiser und Beuchaer der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe annehmen werden. Eine Alternative, ergänzt Bürgermeister Arno Jesse (SPD), sei auch gar nicht existent. "Uns bleibt nichts anderes übrig, als uns der Herausforderung zu stellen, wobei es an uns als Kommune ist, den Bürgern zu vermitteln, dass die Unterbringung der Flüchtlinge zum einen eine Pflichtaufgabe ist und dass sie andererseits auch Chancen birgt. "Gleichwohl ist es auch Fakt, dass unsere Verwaltung jetzt schon am Limit arbeitet und kein Geld für zusätzliche Aufgaben vorhanden ist", so Jesse, der sich um so dankbarer über das Engagement des Forums zeigt. Und auch seitens des Landkreises ist laut dem Bürgermeister die erste konkrete Hilfestellung signalisiert worden. "Im Gespräch mit meinem Borsdorfer Amtskollegen hat Landrat Henry Graichen zwei Sozialarbeiter für die beiden Kommunen zugesagt."

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Colditzer und Flüchtlinge beten gemeinsam für Frieden

PM Frank Schmidt | 02.09.2015 

Bürgermeister Schmiedel: Wir dürfen uns gegenüber Schutzsuchenden nicht verschließen

Colditz. "Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens". Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Angela Lau am Dienstagabend die Besucher eines ökumenischen Friedensgebets in der Colditzer Stadtkirche St. Egidien. Das Datum, 1. September, war nicht von ungefähr gewählt worden - Weltfriedenstag.

Im Friedensgebet: Colditz rückt zusammen, um ein Zeichen gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Foto: Frank Schmidt

"Vor etwa acht Jahren hatten wir in Colditz Probleme mit rechtsradikalen Tendenzen. Und wir als Kirchgemeinde haben daraufhin gesagt, unsere Antwort ist das Gebet", blickt die Pfarrerin auf die Anfänge der traditionellen Friedensgebete in Colditz zurück. "Wir wollen um Frieden bitten mit unseren Nächsten, um Einsicht und Toleranz.

 

 


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Auch wenn uns die Meinung Andersdenkender nicht passt. Um das auf demokratischer Ebene zum Ausdruck bringen zu können, hat sich ein Colditzer Bündnis gebildet." In diesem Gremium habe man auch Weiterbildungen und Seminare zu diesem Thema beim Kulturbüro Sachsen besucht, um sich bei Konfrontationen richtig und friedvoll zu verhalten. "Man kann ja die fremdenfeindliche Gesinnung nicht bekämpfen - das wäre auch Gewalt, die wir grundsätzlich ablehnen."
Bürgermeister Matthias Schmiedel ist überzeugt, dass die Gebete erhört worden sind. "Das hat jedoch auch mit rechtslastigen Personen zu tun, die nicht mehr in der Stadt sind - das muss man klar sagen", so das Stadtoberhaupt.
Die Friedensgebete gewinnen aktuell mit der großen Flüchtlingsproblematik eine neue Bedeutung. "Wir erleben in Deutschland gerade den rasanten Anstieg der Anzahl der Schutzsuchenden, und wir dürfen uns diesem starken Verlangen nicht verschließen", mahnt Schmiedel. Auch deshalb haben die Stadt, die Kirche und das Colditzer Bündnis die bereits dort lebenden Asylbewerber zum Friedensgebet eingeladen. Einige Menschen aus Eritrea sind der Einladung gefolgt.
Pfarrer Andreas Leuschner von der katholischen Kirche spricht von einer "Umbruchsituation", wie es sie in ähnlicher Form vor 25 Jahren vor der Wiedervereinigung schon einmal gegeben hat, als Tausende DDR-Bürger über Prag und die ungarische Grenze in die Bundesrepublik flohen. "Die Menschen damals - unsere Landsleute - erlebten auch Flüchtlingszüge und erlebten die Aufnahme in die Gesellschaft. Gleichermaßen erinnern wir daran, wie nach Kriegsende Flüchtlinge und Vertriebene, die aus Schlesien und dem Sudetenland zu uns kamen, aufgenommen wurden und Wurzeln schlugen. Sie und ihre Nachfahren leben und arbeiten hier, gehören hierher."
"Es gibt Gott sei Dank in Deutschland eine ausgeprägte Willkommenskultur", sagt Elke Wünscher in ihrer Andacht. Doch sie erinnert auch an Fremdenfeindlichkeit und verdeckten Ausländerhass, Anschläge auf Asylbewerberheime und Pöbeleien gegen Ausländer. "Wir möchten uns davon deutlich distanzieren und die in Colditz lebenden Ausländer zum Miteinander einladen."
Als ein Beispiel der Willkommenskultur nennt Katrin Rives das im Mai gefeierte Stadtjubiläum. "Mit beglückenden Erfahrungen gelang es, Grenzen, Vorbehalte und Barrieren zu überwinden." Und Cornelia Kasten animiert dazu, "mal die Stadt Colditz mit dem Blick eines Fremden zu sehen. Dann sehen wir, wie schön unsere Stadt ist."

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Iraner macht mobil: Fahrräder für Flüchtlinge

LVZ Haig Latchinian | 29./30.08.2015

Seit dem Jahr 2000 lebt er in Deutschland und ist inzwischen gut integriert. Doch Bahram Bahrami (45) ist das Schicksal der nächsten Generation von Asylbewerbern nicht egal. Jeden Mittwoch repariert er Fahrräder auf dem Gelände der Alten Rollschuhbahn in Bad Lausick. Der Iraner, Taxifahrer in Leipzig, weiß aus eigener Erfahrung: Es sind immer wieder Kriege, die Menschen zur Flucht zwingen.

Der Mann mit den goldenen Händen: Der Iraner Bahram Bahrami ist ein geschickter Mechaniker. Fotos: Andreas Döring


Sein Name klingt wie der eines Zirkusdirektors mit Zylinder und Zwirbelbart - Bahram Bahrami. Und doch lässt er keine Mäuse verschwinden, kündigt keine Clowns an und kann schon gar nicht Frieden herbei zaubern. Dabei würde er es allzu gern. Dann könnte er wieder zurück in seine Heimat.

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Der Iraner sieht Kriege als Hauptgrund für die neue Völkerwanderung. Wer schon einmal um sein Leben gefürchtet habe, verstehe, warum er und die anderen hier seien, sagt Bahrami und führt als Beispiel einen alten Mann aus Ostpreußen an: "Der hatte mir freundschaftlich die Hand gereicht. Seine Familie sei vor 70 Jahren nicht mit offenen Armen empfangen worden. Den Kindern in der Schule habe man gesagt, die Flüchtlinge aus dem Osten machten ihnen das Brot streitig."
45 Jahre alt ist Bahram Bahrami. Das heißt, eigentlich sei er erst 23. "Ich zähle nur die Zeit als wirklich gelebt, in der ich die Augen offen hatte." Die Augen öffnen möchte er auch anderen. Leuten, die in Flüchtlingen vor allem Kriminelle, Schmarotzer - eben eine Gefahr - sehen. Er weiß, wovon er spricht. Seit dem Jahr 2000 ist er in Deutschland. Ja, auch er wurde schon verprügelt. Was aber nichts daran ändere, dass er gern in Sachsen lebe, in Wurzen und Grimma viele Freunde habe, in seiner Freizeit am liebsten Radtouren unternehme. Inzwischen ist er anerkannter Flüchtling, arbeitet als Taxifahrer in Leipzig und repariert einmal in der Woche in Bad Lausick Fahrräder für Asylbewerber.
Andreas Rauhut (42) vom Kinder- und Jugendring des Landkreises Leipzig lobt den Iraner in den höchsten Tönen. "Jeden Mittwoch von 11 bis 17 Uhr ist er hier auf der Alten Rollschuhbahn und schraubt mit Flüchtlingen aus umliegenden Heimen." An dem traditionsreichen Ort, an dem damals sogar Eisläufer aus Karl-Marx-Stadt trainierten, wucherte im Vorjahr noch das Unkraut. Bis Jugendliche aus Bad Lausick anfingen, das Areal nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Dabei versetzten sie ganze Berge. Inzwischen ist die Dirtbikestrecke eröffnet, auf der sie mit BMX-Rädern über Stock und Stein crossen. Weil dabei so mancher Platten unausweichlich ist, wird gleich vor Ort repariert. "Von Anfang an war es unser Ziel, den ehemaligen Schuppen auszubauen und ihn als Werkstatt auch Asylbewerbern anzubieten", sagt Silke Polster (46) vom Kinder- und Jugendring, der den Sportplatz an der Glastener Straße für zunächst fünf Jahre gepachtet hat.
Nach wie vor würden Fahrräder und Ersatzteile gebraucht - genauso wie handwerklich begabte Helfer. Wer sich einbringen möchte, könne sich unter der Telefonnummer 0177/ 5 08 50 09 melden.
Bahram Bahrami kann nur zu gut verstehen, wie wichtig Räder für die jungen Flüchtlinge sind. Als jüngstes von zwölf Geschwistern radelte er früher jeden Tag in die Schule. Er lebte in einer Stadt im Norden des Iran, direkt am Kaspischen Meer. Er spielte Fußball, sang in der Band und studierte Theaterstücke ein. Frühzeitig ging er bei seinem älteren Bruder in die Uhrmacherlehre. Als er in die Armee einberufen wurde, gab ihm sein Vater mit auf den Weg, die Waffe zu verweigern, sobald er aufgefordert werde, auf jemanden zu schießen: "Sonst brauche ich nie mehr heim zu kommen und sei auch nicht mehr sein Sohn." Er musste nie schießen. Zum Glück. Und doch rebellierte er. Der Bauzeichner engagierte sich politisch, verteilte Flugblätter und riskierte immer mehr. Irgendwann musste er fliehen. Inzwischen lebt seine Familie auf der ganzen Welt verstreut - von Schweden bis Kanada, von Italien bis Leipzig.
Zusammen mit dem 20-jährigen Bad Lausicker Paul Sprenger flickt er Schläuche, kontrolliert Bremsen und beult Achten aus. Seine Aufgabe ist es, die Flüchtlinge in die Reparatur mit einzubeziehen, sie anzuleiten. Die Nachfrage nach Rädern ist riesig, sagt die 36-jährige Cornelia Klingner vom Flexiblen Jugendmanagement. Seit April, als die Werkstatt eröffnet wurde, konnten 60 Räder an die Frau und den Mann gebracht werden. Unterstützt werde das Projekt vom Förderprogramm Lokale Partnerschaften für Demokratie.

Übergabe, Übernahme: Der Groitzscher Bauhof-Mitarbeiter Benjamin Schulze (33) lädt Räder mit Mängeln ab und nimmt reparierte Drahtesel in Empfang


Benjamin Schulze (33) vom Bauhof der Stadt Groitzsch fährt mit dem Transporter vor. Er lädt acht reparierte Fahrräder auf, die demnächst an Asylbewerber gehen. Im Gegenzug bringt er zehn zu reparierende Räder, die die Groitzscher für den guten Zweck gespendet haben.
Bahram Bahrami hat alle Hände voll zu tun. Denn nacheinander treffen nun die ersten Flüchtlinge mit ihren Drahteseln ein: Hussein Mohammed (27) aus Syrien und Imet Ali (32) aus Libyen. Beide wohnen in Kitzscher, beide sind aufs Rad angewiesen. Auch Fisseha Berhane, der 23-jährige Journalistikstudent aus Eritrea, schiebt sein kaputtes Rad aufs Gelände. Er flüchtete von der Küste Nordafrikas in einem besseren Schlauchboot. "Wir waren 300 Leute, wurden von einer italienischen Patrouille gerettet", sagt der junge Mann aus Elbisbach, der sich auf seinen bald beginnenden Deutschkurs freut.
Und Bahram Bahrami wird doch noch zum Star in der Manege. Der Mann mit den goldenen Händen - so oder ähnlich müsste er als große Attraktion gepriesen werden. Er aber winkt nur ab, will keinen großen Rummel um seine Person. Zwar kann der Minijobber nach wie vor keinen Frieden zaubern, dafür aber macht er im Handumdrehen einmal mehr zahlreiche Fahrräder flott.

 

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Filmabend „der schwarze Nazi“

PM | 31.05.2016

Am 14. Juni 2016 um 20:00 Uhr haben beginnt unser Sommerkino auf der alten Rollschuhbahn! "Der schwarze Nazi" ist gerade in vielen Kinos angelaufen und nun haben auch wir die Möglichkeit ihn bei uns in Bad Lausick zu zeigen. Auch ein Crewmitglied wird mit vor Ort sein und im Anschluss Fragen zum Film beantworten. Veranstaltet wird der Projekttag im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig (LPD) vom Kinder- und Jugendring.

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Flexibles Jugendmanagement LK Leipzig

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Erste Stolpersteinverlegung Grimma 06. Mai 2016

PM | 28.04.2016

Nach einem halben Jahr der Recherche zum Schicksal der Jüdin Tauba Schorr von Schülerinnen und Schülern des St. Augustin Gymnasium in Grimma in Zusammenarbeit mit dem Erich-Zeigner-Haus e.V. aus Leipzig und dem Flexiblen Jugendmanagement Landkreis Leipzig wird am 6. Mai nach einer mehrjährigen Pause ein Stolperstein für ein bis heute unbekanntes jüdisches Opfer aus Grimma verlegt. Die Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus  verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind.

 

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Der Kölner Künstler Gunter Demnig, welcher die Idee der Stolpersteine 1992 als erinnerungskulturelles Projekt erfand und welches sich bis heute zum größten dezentralen Mahnmal der Welt mit über 56.000 verlegten Steinen in 19 Ländern entwickelte, wird den Stein selbst verlegen. Um 9 Uhr wird der Erinnerungsstein für Tauba Schorr in den Gehweg der Karl-Marx Straße 25 eingelassen. Tauba Schorr wurde unter anderem im Rahmen der sogenannten Polenaktion zunächst am 27. Oktober 1938 in das Leipziger Untersuchungsgefängnis inhaftiert, bevor sie einen Tag später mit einem Sammeltransport an die polnische Grenze deportiert wurde.

Am Verlegeort erwartet die Besucher ein kulturelles Rahmenprogramm sowie eine gedenkwürdige Zeremonie. Neben einzelnen Redebeiträgen der Initiatoren, von Vertretern der Stadt und anderen Beteiligten präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Rechercheergebnisse, die sie mit ihren Projektleitern Henry Lewkowitz, 2. Vorstandsvorsitzenden des Erich-Zeigner-Haus e.V. sowie Markus Richter vom Flexiblen Jugendmanagement Landkreis Leipzig zusammengetragen haben. Darüber hinaus findet die eigentliche Verlegung der Steine mit musikalischen Beiträgen der Schülerinnen und Schüler statt.

„Wir werden im kommenden Schuljahr das Projekt am hiesigen Gymnasium eventuell fortsetzen, um noch weitere Schicksale und die NS-Verfolgung in Grimma detaillierter zu recherchieren und daran in Form von Stolpersteinen zukünftig mahnend zu erinnern. In Zeiten von Legida/Pegida und erstarkendem Rechtsradikalismus erscheint politische Erinnerungskultur und das damit verbundene mahnende Gedenken an frühere rassistische und menschenverachtende Verbrechen umso notwendiger.“ so Lewkowitz. Im Rahmen dieser Stolpersteinverlegung  am 6. Mai 2016 sind alle Interessierten recht herzlich zur Gedenkveranstaltung um 09.00 Uhr in der Karl-Marx-Straße 25 in Grimma, dem zuletzt frei gewählten Wohnort von Tauba Schorr, eingeladen.

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Einladung zur 2. Demokratiekonferenz im Landkreis Leipzig am 7. Juni

PM | 10.05.2016

In der zweiten Auflage der Demokratiekonferenz im großen Lindensaal Markkleeberg (Rathausplatz 1, 04416 Markkleeberg) wollen die Partner der Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) und Gäste von 13.00 bis 18.00 Uhr darüber ins Gespräch kommen, wie Demokratie vor Ort gelebt werden kann.

Die von einigen gefühlte Kluft zwischen Bürger_innen und Politik wird in einem wissenschaftlichen Referat von Dr. Markus Linden vom Forschungszentrum Europa an der Universität Trier anhand von Indizien und Reformmöglichkeiten ab 13.30 Uhr erörtert.

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Welchen Beitrag jeder Mensch selbst in den unterschiedlichen Rollen (privat, beruflich, ehrenamtlich etc.) zum demokratischen Zusammenleben beitragen kann, soll Thema der ab 15.15 Uhr beginnenden Workshops sein. Im Vordergrund stehen dabei vier der vielen Akteure (Vereine, Kirchen, Schulen, Verwaltung) und deren demokratische Ausgestaltung (Blick nach innen) bzw. deren mögliche Rolle bei der Demokratiearbeit im Gemeinwesen (Blick nach außen).


Die Demokratiekonferenz richtet sich an zivilgesellschaftliche Akteure, sowie Verwaltungsmitarbeiter_innen, lokale Politiker_innen, Vertreter_innen von Bildungseinrichtungen, Kirchen, Vereinen und alle Bürger_innen, die miteinander Demokratie vor Ort gestalten möchten. Der Landrat und Vorsitzende des Begleitausschusses Henry Graichen heißt Sie im Namen der LPD herzlich willkommen. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung gebeten!

Kontakt / Anmeldung:
Netzwerk für Demokratische Kultur e.V.
Servicestelle Fachberatung der LPD
Domplatz 5 04808 Wurzen
fachberatung-lkl@ndk-wurzen.de
Tel.: 03425/852710
Fax: 03425/852709

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig statt und wird durch das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt des Landkreises Leipzig und der Stadt Markkleeberg durchgeführt. Weitere Informationen zu den einzelnen Programmpunkten finden Sie auf dem Infoflyer.

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Konferenz für Demokratie

LVZ | 01.06.2016

Referat und Workshops laden in Markkleeberg ein

LANDKREIS LEIPZIG. Zur zweiten Auflage der Demokratiekonferenz im Landkreis Leipzig wird am 7. Juni in den großen Lindensaal des Markkleeberger Rathauses eingeladen. Die Akteure der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie“ (LPD) wollen zwischen 13 und 18 Uhr mit Gästen darüber ins Gespräch kommen, wie Demokratie vor Ort gelebt werden kann. Das teilte Ronny Kriz von der Servicestelle Öffentlichkeitsarbeit der LPD mit. Die Veranstaltung wird von den lokalen Partnern Netzwerk für Demokratische Kultur sowie Bildungs- und Sozialwerk Muldental in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Stadt Markkleeberg durchgeführt.

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 Die erste Demokratiekonferenz im Herbst in Grimma hatte sich mit Strategien im Kampf gegen Rechtsextremismus beschäftigt, für den Bund, Freistaat und Landkreis etwa 200 000 Euro jährlich zur Verfügung stellen. Die von einem (Groß-)Teil der Menschen gefühlte Kluft zwischen Bürgern und Politik will Markus Linden vom Forschungszentrum Europa an der Universität Trier in einem wissenschaftlichen Referat anhand von Indizien und Reformmöglichkeiten erörtern; dieses beginnt 13.30 Uhr. Welchen Beitrag jeder Mensch selbst in den unterschiedlichen Rollen – privat, beruflich, ehrenamtlich... – zum demokratischen Zusammenleben beitragen kann, soll Thema in den Workshops ab 15.15 Uhr sein. Im Vordergrund stehen dabei vier der vielen Akteure (Vereine, Kirchen, Schulen, Verwaltung) und deren demokratische Ausgestaltung (Blick nach innen) beziehungsweise ihre mögliche Rolle bei der Demokratiearbeit im Gemeinwesen (Blick nach außen). Die Demokratiekonferenz richtet sich an zivilgesellschaftlich Engagierte sowie Verwaltungsmitarbeiter, lokale Politiker, Vertreter von Bildungseinrichtungen, Kirchen, Vereinen und alle Bürger, die miteinander Demokratie vor Ort gestalten möchten. Landrat Henry Graichen (CDU), der Vorsitzende des LPD-Begleitausschusses, wird die Teilnehmer begrüßen. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung gebeten. Kontakt: Netzwerk für Demokratische Kultur e. V., Servicestelle Fachberatung der LPD, Domplatz 5, 04808 Wurzen, Telefon 03425/85 27 10, Fax 03425/85 27 09, E-Mail fachberatung-lkl@ ndk-wurzen.de

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„Versteckte Geschichte - Erinnerungskultur in Markkleeberg gestalten“

PM | 05.04.2016

Freitag, 15. April 2016
15:30 Uhr im Parksalon des Weißen Hauses im agra-Park

Vor einem Jahr gedachten viele Bürgerinnen und Bürger auf dem Schneeblumenweg den mehr als 1500 Frauen des Frauenaußenlagers des KZ Buchenwald in Markkleeberg, die am 13. April 1945 gezwungen wurden, zu Fuß auf den Todesmarsch nach Theresienstadt zu gehen. 

Im Laufe des Jahres 2015 haben sich mehr als 100 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums „ Rudolf-Hilde-brand-Schule“ mit der lokalen Geschichte zum Nationalsozialismus auseinandergesetzt und sich Gedanken über neue zeitgemäße Formen des Erinnerns gemacht. Dabei wurden sie vom Verein Kulturbahnhof e.V. unterstützt.

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Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden zu dieser Veranstaltung präsentiert und dem Oberbürgermeister Karsten Schütze feierlich übergeben. 

Darüber hinaus wird Anja-Christin Winkler ihren Dokumentarfilm zum Schneeblumenweg (Dauer ca. 15 Minuten) erstmals aufführen. Das Programm wird zudem musikalisch von Schüler_innen des Gymnasiums umrahmt. 

Des Weiteren können Sie das mobile Archiv des Vereins Kulturbahnhof e.V. besichtigen.

Wir würden uns sehr über viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen.

Eine Veranstaltung von Kulturbahnhof e.V. in Kooperation mit der Rudolf-Hildebrand-Schule und der Stadtverwaltung Markkleeberg.

Falls Sie reservierte Plätze wünschen, bitten wir um eine Rückmeldung (Tel.0341 3533-209, E-Mail: evelin.mueller@markkleeberg.de) bis zum 8. April 2016

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„Netzwerk Nachbarschaft“: Sonderpreis für ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe zur Integration von Asylbewerbern

PM | 14.10.15

„Gesucht werden ehrenamtlich tätige Nachbarschaftsinitiativen, die sich in besonderer oder beispielhafter Weise bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in Sachsen engagieren,“ erläuterte Sachsens Sozialministerin heute in Dresden die Idee zu dem Sonderpreis.

 

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Der Sonderpreis von 1.000 Euro werde zusätzlich zu den regulären Preisen des Wettbewerbs gestiftet, so Klepsch. Gefragt sind originelle Ideen, vorbildliches Engagement und gute Beispiele bei der unmittelbaren Aufnahme und Integration von Asylbewerbern. „Die angekommenen Menschen wollen hier leben, müssen sich in unserem Gemeinwesen zurechtfinden. Der Nachbar kann da wichtiger Ansprechpartner, Helfer oder Freund sein. Ich möchte daher diesen Sonderpreis für Nachbarschaftsinitiativen ausloben, die sich in besonderer und ehrenamtlicher Weise für die Integration von Asylbewerbern engagieren. Ich bin mir sicher, dass Sachsen auch hier mit vielen Ideen aufwarten kann“, so Sozialministerin Barbara Klepsch. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 31. Oktober.

Weitere Infos zur Bewerbung:  http://www.netzwerk-nachbarschaft.net/

::: Links :::

Infos zur Bewerbung | http://www.netzwerk-nachbarschaft.net/

 

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Musik kennt keine Grenzen.... am 19.12.2015, 17.00 Uhr im Jagdhaus Kössern

PM | 30.10.15

....und keine Sprachbarriere, denn die Sprache der Musik ist universal … Ihr seid herzlich eingeladen, das Jagdhaus zum Klingen zu bringen, musiziert mit uns, spielt mit uns, kommt herein und probiert euch aus …

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Der Verein "Das Jagdhaus Dorfentwicklungs- und Kulturverein Kössern / Förstgen e. V." ist in der Region für seine großartige Konzertreihe bekannt. Mindestens zwanzig vorwiegend klassische Konzerte mit großen Künstlern lassen den Festsaal regelmäßig zum Konzertsaal werden. Aber zweimal im Jahr stehen Kinder und Jugendliche einer Musikschule auf der Bühne und zeigen ihr Können.

Dieses Angebot richtet sich vorrangig an Kinder und Jugendliche der Region, die erst seit kurzem in Deutschland wohnen. Wer von Euch hat in der Vergangenheit ein Instrument gespielt und konnte das durch die neuen Lebensumstände nicht fortführen? Musik hilft, das Heimweh zu lindern. Musik kann ein Bindeglied zwischen den Kulturen darstellen. Unser Vorhaben ist kein rein musikalisches Projekt, Integration und Begegnung soll gefördert werden. Auch deutsche Kinder, musikalisch interessiert und begabt, sind herzlich willkommen. Liebe Lehrer, Sie können ganz bestimmt recht genau einschätzen, für welche Ihrer Schüler unser Projekt hilfreich und förderlich wäre. Bitte vermitteln Sie uns einen Kontakt zu den Eltern dieser Kinder.

Zum Weihnachtskonzert der Kinder und Jugendlichen des centrum musicum am 19.12.2015, 17.00 Uhr, im Jagdhaus Kössern sind Sie und Ihre Schüler sowie Eltern und Geschwister herzlich eingeladen.

Flyer als Download

Siri Köppchen
Das Jagdhaus e. V.
Kösserner Dorfstr. 1 04668 Grimma-Kössern
Tel.: 034384-73931
mail: jagdhauskoessern@web.de

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ASYL-DIALOGE zu Gast in D5 am 25.11.2015

PM | 17.11.15

Bühne für Menschenrechte thematisieren Flüchtlingserfahrungen

Am 25. November 2015 ist die Bühne für Menschenrechte während ihrer Tour durch Deutschland mit den preisgekrönten ASYL-DIALOGE (dokumentarisches Theater) auch in Wurzen zu Gast. Die ASYL-DIALOGE erzählen von Begegnungen, die Menschen verändern, von gemeinsamen Kämpfen in unerwarteten Momenten. Wir hören diese Geschichten aus erster Hand, aus der Perspektive junger Aktivist_innen, die gezwungen sind, sich ein Katz- und Mausspiel mit der Polizei zu liefern. Die Geschichte konfrontiert uns mit der Frage, wie viel Mut wir entwickeln können, wenn aus zunächst lose verbundenen Akteur_innen gute Freund_innen werden.


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Es ist, als ob das Schauspiel-Ensemble, dem mittlerweile über 100 Schauspielerinnen und Schauspieler angehören, das Publikum direkt anspricht, ihnen die Hand reicht und sie hineinzieht in eine Welt, die sie von nun an nicht mehr kalt lassen wird: Verwickelt, verschlungen, verbunden und vernetzt mit den Heldinnen und Helden der ASYL-DIALOGE. Auf beeindruckende Weise gelingt es den ASYL-DIALOGEN, das Publikum aus der Bestürzung heraus in die Hoffnung zu holen, schrieb z.B. die Märkische Oderzeitung und amnesty international lobt: "Höchst authentisch. Verleiht der Dublin-Verordnung ihr wahnwitziges Antlitz, das sich auf dem Papier oder in Statistiken nur erahnen lässt."



Die Aufführung findet 19 Uhr im Kulturkeller des Kultur- und Bürger_innenzentrum D5 in Wurzen (Domplatz 5) statt. Der Eintritt kostet 3,-/ 5,-Euro. Flüchtlinge haben freien Eintritt.

Das Projekt wird maßgeblich durch den Landkreis Leipzig aus Mitteln des Förderprogramms Partnerschaft für Demokratie unterstützt. Weitere Infos unter: http://www.buehne-fuer-menschenrechte.de/

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„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“

PM | 30.10.15

Unter diesem Leitspruch verlegt Gunter Demnig Stolpersteine in ganz Europa. Mit entsprechend verlegten Gedenktafeln will er an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. So auch in Frohburg. Im März 2015 wurden drei Stolpersteine für Familie Braunsberg gelegt, bei der auch Angehörige der Familie aus England angereist sind. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

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Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt dem einmal im Jahr in besonderer Weise gedacht wird. „Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich am 9. November um 18:00 Uhr in der Bahnhofstraße 37 in Frohburg zu treffen und an dem historischen Datum der Reichspogromnacht stattfindenden "Mahnwache-Stolpersteine Putzen" zu beteiligen und der jüdischen Familie Braunsberg zu gedenken“,  so Henry Lewkowitz, Projektleiter und 2. Vorsitzender des Erich-Zeigner-Haus e.V.. Des Weiteren beteiligen sich die Stadt Frohburg, das Flexible Jugendmanagement des Landkreises Leipzig sowie acht Schüler/innen der Frohburger Oberschule, die sich auf zahlreiche Unterstützung aus der Bürgerschaft freuen. Das Projekt läuft bis zum Frühjahr 2016, wobei dann die noch vier  ausstehenden Stolpersteine für die Kinder der Familie verlegt werden. Für die nächste Verlegung kündigten bereits weitere überlebende Nachfahren der Familie Braunsberg ihr Kommen aus den USA an.

Ansprechpartner: Markus Richter, Flexibles Jugendmanagement Landkreis Leipzig
Tel.: 0157-8357 1698

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Bewerbung zum Sonderpreis für sächsische Willkommensinitiativen noch bis 31. 10. 2015

Netzwerk Nachbarschaft | 15.10.15

Wir wenden uns an Sie, weil Sie zum Wohle von Flüchtlingen in Sachsen aktiv sind. Wir vom bundesweiten Netzwerk Nachbarschaft haben jetzt mit dem Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Sachsen eine Kooperation geschlossen: Das Ministerium lobt einen mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis aus. Der Sonderpreis richtet sich an alle Nachbarschaften in Sachsen, die sich mit Herz und Tatkraft für die gute Aufnahme der Flüchtlinge einsetzen.

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Über 1.800 Nachbarschaften engagieren sich heute bundesweit für multikulturelle, familienfreundliche und generationenübergreifende Verbesserungen im Wohnumfeld. Dazu gehören auch Willkommensinitiativen, die sich beispielsweise mit Patenschaften, Begegnungs- und Benefizveranstaltungen, Sport- und Freizeitprogrammen, Deutschstunden oder Kinderbetreuung für die Flüchtlingshilfe stark machen. Wir möchten auch Ihr Engagement als vorbildlich für Sachsen präsentieren!
 
Bitte unterstützen Sie diese Aktion mit Ihrer Teilnahme. Mitmachen können alle Nachbargemeinschaften und Einzel-Personen, die sich für die solidarische Aufnahme ankommender Flüchtlinge einsetzen.
 
Bewerben Sie sich bitte mit einer Kurzbeschreibung Ihres Projektes oder Ihrer Aktion (Text und Bild) unter www.netzwerk-nachbarschaft.net/wettbewerbe. Dort erhalten Sie weitere Informationen, Tipps, Anregungen und Checklisten. Neben dem Sonderpreis von 1.000 Euro werden über 70 hochwertige Sachpreise vergeben. Alle Teilnehmer erhalten eine von dem Künstler Janosch gestaltete Urkunde. Achtung: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31. Oktober 2015. Im Anhang senden wir Ihnen die offizielle Pressemitteilung zum Sonderpreis und das Bildmotiv zum Wettbewerb (von Janosch).
 
Wir freuen uns sehr, wenn Sie an dieser Aktion teilnehmen!

Mit besten Grüßen
Daniel Hoffmann

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Netzwerk Nachbarschaft
Goernestr. 30
D-20249 Hamburg
Tel.: +49-40-48 06 50 16
Fax: +49-40-450 49 90
mailto: daniel.hoffmann@netzwerk-nachbarschaft.net
http://www.netzwerk-nachbarschaft.net

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Geschichten finden Stadt - ein Projekt des Kulturbahnhof e.V. in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Ida Schmutz

PM | 14.10.15

Festliche Präsentation Röthaer Geschichten und der künstlerischen Installation von Ida Schmutz

Datum: Samstag, 17. Oktober,  14.00-18.00 Uhr
Ort: Marktplatz Rötha

Im Rahmen des Projektes »Geschichten finden Stadt« haben wir in den letzten Monaten über 80 Kindheits- und Jugendgeschichten von aktuell in Rötha lebenden Menschen gesammelt. Es stellte sich schnell heraus, dass die interviewten Personen im Alter von 13 bis 88 Jahren ihre Kindheit nicht nur in verschiedenen Städten und Gemeinden Deutschlands verbracht hatten, sondern auch in anderen Ländern wie z.B. Polen und Tschechien und sogar in anderen Kontinenten z.B. in Hanoi in Asien, in Damaskus oder in Bengasi in Afrika. Obwohl sich die Geschichten an verschiedensten Orten ereignet haben, weisen sie viele Gemeinsamkeiten auf. Diese Geschichten haben wir in einem Heft gesammelt, das wir Ihnen am Samstag präsentieren wollen.

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Außerdem hat die Künstlerin Ida Schmutz die persönlichen Erinnerungen und ihre Herkunft im in Form einer audiovisuellen Installation auf dem Röthaer Marktplatz verarbeitet.

Die feierlichen Präsentation wird umrahmt von Musik, Aktivitäten für Kinder (eigene Bücher herstellen), Buffet und einer Geschichtenstation, an der Sie Ihre eigene Geschichte aufschreiben oder erzählen können.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr/Euer Team Kulturbahnhof e.V.

 

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"Angst vor Fremden ist da am größten, wo Einheimische unter sich bleiben"

09.09.2015 | PM Haig Latchinian

Interkulturelle Woche bietet mehr als 30 Veranstaltungen in 23 Orten

Landkreis Leipzig. Da und dort begegnet man Flüchtlingen abweisend. Ingo Stange vom Wurzener Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK) berichtet über vier Albaner, deren Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus jüngst von außen zugeschraubt wurde: "Vier Stunden waren die jungen Männer eingesperrt. Schließlich riefen sie die Polizei, die sie befreite." Das Netzwerk habe die verschreckten Schutzsuchenden bei sich aufgenommen. Inzwischen haben sie anderswo Quartier bekommen.
Bei der "Interkulturellen Woche", die vom 19. September bis 4. Oktober im Landkreis Leipzig für mehr Verständnis werben möchte, ist das NDK einer von 20 Akteuren. Unter dem Titel "Vielfalt - Das Beste gegen Einfalt" sind mehr als 30 Veranstaltungen an 23 Orten geplant.

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 Gefördert wird das Angebot vom Bundesprogramm "Demokratie leben!", von der Initiative "Weltoffenes Sachsen - für Demokratie und Toleranz" und dem Landkreis Leipzig. Der Eintritt ist frei.
Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental koordiniert die "Interkulturelle Woche" bereits zum fünften Mal. Zu Hause ist er im Colditzer Vorort Lastau, wo der spätere Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer, seine Amtszeit begann. Als Kirchenvorstand ist Kriz am friedlichen Miteinander von Einheimischen und Fremden gelegen. Im Kindergarten etwa spiele sein Sohn Jeremy ganz selbstverständlich mit einem Mädchen aus Namibia: "Ob schwarz oder weiß - unter Kindern ist das kein Thema." Die Angst vor Fremden sei dort am größten, wo Einheimische unter sich blieben. "Wer dagegen Ausländer persönlich kennt, kann vermitteln helfen", sagt Kriz. Und spricht aus Erfahrung: Er betreut eine afghanische Familie, die mit drei Kindern und zwei Koffern in Deutschland ankam.
Kriz lädt zu vielseitigen Veranstaltungen ein - von der Märchenreise mit fliegendem Teppich in Machern über den Stoffdruck mit afrikanischen Motiven in Püchau bis zur Demokratiekonferenz in Grimma.
Andreas Rauhut vom Kinder- und Jugendring ist es gelungen, am 1. Oktober den diesjährigen Gewinnerfilm der Berlinale, "Taxi Teheran", auf die Alte Rollschuhbahn in Bad Lausick zu holen. In dem Streifen fährt ein Taxi durch die lebhaften Straßen der iranischen Hauptstadt: Die Fahrgäste erzählen freimütig, was sie umtreibt. Mit Herz und Humor zeichnet Regisseur Jafar Panahi ein liebevolles Porträt der Menschen seiner Heimat. Beim Open-Air-Kino dabei: Bahram Bahrami. Der gebürtige Iraner repariert Fahrräder für Asylsuchende und arbeitet - passend zum Film - als Taxifahrer in Leipzig (die LVZ berichtete). Bevor der Film 19 Uhr beginnt, werden persische Gerichte zubereitet.
Sandra Münch vom Verein Bon Courage ruft zu sportlicher Betätigung auf: "Am 26. September ab 14 Uhr gibt es in der Bornaer Glück-Auf-Sporthalle unser zweites Volleyballturnier. Die Premiere war ein großer Erfolg. Ob als Einzelperson oder mit Team - alle können dabei sein." Dafür trainieren jeden Sonntag Einheimische in Borna-West mit Asylbewerbern. Am Netz geht es weniger um Resultate als vielmehr um die Freude an Bewegung. Und auf die Idee, die Kabine der Flüchtlinge zuzuschrauben, würde dort wohl auch niemand kommen.

Aus dem Veranstaltungsprogramm

Interreligiöse Friedensandacht am Sonntag, 20. September, von 15 bis 17 Uhr in der Rathausgalerie Grimma
Ausstellungseröffnung "Asyl ist Menschenrecht" am Montag, 21. September, 10 Uhr im Rathaus Kitzscher
Podiumsdiskussion "Denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein" am Dienstag, 22. September, 19 bis 21 Uhr beim Netzwerk für Demokratische Kultur Wurzen, Domplatz 5
Filmabend "Willkommen auf Deutsch" am Mittwoch, 23. September, 19 bis 21 Uhr im Bürgerhaus Geithain, L.-Petermann-Straße 10
"Ich koch' für dich und für mich" Freitag, 25. September, 18 bis 21 Uhr im Kirchgemeindehaus Borna, Lutherplatz 8
Workshops - Afrikanischer und spanischer Tanz sowie Hip Hop am Sonnabend, 26. September, von 10 bis 17 Uhr in Naunhof, Tanzstudio Freystein, Breite Straße 9, und in der Musikarche Brandis, Grimmaischer Platz 8-10
Migranten stellen ihr Herkunftsland vor. Libyen am Montag, 28. September, 18.30 Uhr, Rathaus Markkleeberg
Abschlussgottesdienst am 4. Oktober in der Frauenkirche Grimma, Leipziger Platz, 10.15 bis 11.30 Uhr.
Alle Veranstaltungen unter www.demokratie-leben-lkl.de (auch in Englisch und Arabisch)

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1. Demokratiekonferenz im Landkreis Leipzig

PM | 09.09.2015

"Zusammen macht man weniger allein"

Wie wichtig ist Ihnen ein respektvoller Umgang miteinander in der Gesellschaft?
Wie gehen Sie mit anderen Meinungen und Lebensstilen um?

Wenn wir Demokratie hören, dann denken wir meist zuerst an ein politisches System, welches wir in Deutschland haben und einige andere Länder nicht. Viele verbinden Demokratie mit Freiheit. Freiheit der Meinung, freie Wahlen, überhaupt Wahlmöglichkeiten
zu haben und die Freiheit hier eine eigene Entscheidung treffen zu können. Doch Demokratie ist viel mehr als das. Sie ist eine Lebensform und wichtiger Grundstein für ein friedliches und diskriminierungsfreies Zusammenleben.

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Demokratie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen für die Gestaltung der Gesellschaft. In diesem Sinne lebt sie davon, dass jeder einzelne Bürger/jede einzelne Bürgerin sich aktiv durch konkretes Handeln beteiligt. Manchmal fehlen jedoch Impulse und Ideen, wie das gehen kann, oder die notwendige Unterstützung aus der Kommune.
Wir möchten Sie einladen gemeinsam nachzudenken, zu diskutieren,
Ideen zu entwickeln und neue Möglichkeiten und Kooperationspartner kennen zu lernen, die Lust auf konkretes Handeln machen. Wir möchten Sie dabei unterstützen vor Ort aktiv zu werden und gemeinsam mit anderen die demokratische Kultur im Landkreis Leipzig zu stärken.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Wir möchten Sie unbedingt um eine Anmeldung im Vorfeld der Veranstaltung bitten.

Für die Anmeldung oder bei Fragen wenden Sie sich an die:
Servicestelle Fachberatung des LAP Landkreis Leipzig
Netzwerk für Demokratische Kultur e. V.
Martina Glass
Domplatz 5
04808 Wurzen

Veranstaltungsort und Anfahrt
Orchesterschule JBO Grimma
Colditzerstr. 30
04668 Grimma

Weitere Informationen unter: www.demokratie-leben-lkl.de

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig statt und wird unter anderem gefördert aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!".

Download Flyer hier

 

 

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Jugenddemokratiepreis 2015

Ihr seid engagiert und stemmt ein eigenes Projekt? Euer Projekt weckt bei Jugendlichen das Interesse an Politik? Ihr möchtet den Jugenddemokratiepreis 2015 und 3.000 Euro Preisgeld gewinnen? Dann bewerbt Euch jetzt! Mehr Infos unter:

http://www.bpb.de/veranstaltungen/format/wettbewerb/202952/jugenddemokratiepreis-2015

 


Ausschreibung Workshop

Das Netzwerk für Demokratische Kultur möchte im Rahmen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig alle Interessierten einladen am 9.6.2015 in der Zeit von 10 – 16 Uhr in den Räumen des Kultur – und BürgerInnenzentrums D5 (Domplatz 5, 04808 Wurzen) an einem Workshop mit dem Thema „Flyer und Poster einfach selber machen“ teilzunehmen.

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Ziel des Workshops ist es, grundlegende Prinzipien der Gestaltung von Printmedien zu vermitteln. Hierdurch sollen die Teilnehmer_innen befähigt werden, eigene Kommunikationsmittel in guter Qualität selbst herzustellen. Dabei besteht die Möglichkeit eigene Druckerzeugnisse oder Vorhaben mitzubringen, um sich hierfür ein Feedback zu holen oder vielleicht an einer Neuauflage zu arbeiten. Geplant ist zunächst eine kurze Übersicht zu Schriften und Typografien, Tipps zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten verschiedener Sprachfamilien und welche gut zueinander passen. Anschließend wird es einen Input zu den Grundlagen von Gestaltung, insbesondere in Bezug auf Plakate und Flyer geben, bevor es in die praktische Arbeit geht. Hier werden die Teilnehmer_innen unter Anleitung selbständig Flyer und Plakate mit dem open source Programm scribus erstellen. Dabei können Projektideen bereits mitgebracht werden. Jeder Teilnehmer/ Jede Teilnehmerin benötigt nach Möglichkeit einen eigenen Laptop mit dem Programm scribus, welches im Vorfeld auf dem Rechner installiert werden sollte. In begrenzter Zahl können Rechner zur Verfügung gestellt werden bzw. zwei Personen an einem Rechner arbeiten, falls nicht genügend vorhanden sein sollten. Bitte wenden Sie sich im Vorfeld an den Veranstalter, um dies zu klären.

Referentin: Janett Bielau Studium 2007 – 2011 Kommunikationsdesign Burg Giebichenstein – Halle (Saale) seit 2011 selbständige Gestalterin in Leipzig seit 2013 Gestaltung aller Kommunikationsmittel für das DOK Filmfestival in Leipzig seit 2014 Hausgrafikerin des Conne Island in Leipzig
Anmeldung und Informationen: Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. Servicestelle Fachberatung und Vernetzung LPD Martina Glass Tel: 03425/852710 Mail:fachberatung.lap@ndk-wurzen.de

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SAVE THE DATE

23.04.2015 | Fachberatung Lokale Partnerschaft

Im Rahmen der Lokalen Partnerschaft für Demokratie bietet die Servicestelle Fachberatung und Vernetzung im Landkreis Leipzig eine Weiterbildung zur "Qualitativen Öffentlichkeitsarbeit bei kleinem Geldbeutel" an.

 

Die Weiterbildung findet statt am 9.6.2015
In der Zeit von 10 - 16 Uhr.
In den Räumen des Kultur - und BürgerInnenzentrums in Wurzen.


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Inhaltlich wird es darum gehen, wie man mit wenig Aufwand einen wirklich guten Flyer erstellen kann. Aber auch andere Formen der Öffentlichkeitsarbeit werden angesprochen. Der Workshop wird moderiert von einer ausgebildeten und erfahrenen Fachkraft aus Leipzig. Da gleich direkt mit den entsprechenden Programmen (scribus oder andere Freeware) gearbeitet werden soll, ist die TN Zahl auf 10 begrenzt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten können erstattet werden. Ein Mittagsimbiss wird gestellt.

Es folgt noch eine detailliertere Einladung.

Anmeldungen bitte ab 11.5.2015 bis 31.5.2015 an: Martina Glass (fachberatung.lap@ndk-wurzen.de)

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Stolperstein Putzaktion in Frohburg

26.5.2015 | Ulrike Läbe FJM LKL

Flexibles Jugendmanagement und der Erich-Zeigner-Haus e.V. laden zur Mahnwache ein

Aufgrund eines erneuten Anschlags auf die Stolpersteine für die jüdische Familie Braunsberg in Frohburg rufen die Initiatoren, Jugendliche der Oberschule, das Flexible Jugendmanagement (FJM) und der Erich Zeigner Haus e.V. zu einer Mahnwache auf. Die Jugendlichen des Stolpersteinprojektes, das vom FJM begleitet wird, laden die Bürgerinnen und Bürger von Frohburg am 3. Juni 2015 um 18:00 Uhr dazu ein, gemeinsam die Stolpersteine zu putzen.

 

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Die erste Beschädigung der Gedenksteine ereignete sich zum Entsetzen der Initiatoren Anfang April - kurz nach deren Verlegung. Sie wurden mit Teer beschmiert. Nach einer Putzaktion von engagierten Bürgern und Jugendlichen des Stolpersteinprojektes, wurden sie zwei Tage darauf zerkratzt (LVZ berichtete). In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai wurden die Steine erschreckenderweise nun bereits zum dritten Mal angegriffen

- sie wurden mit Moosgummi beklebt. Die Stadtverwaltung hat bei der Polizei erneut Anzeige erstattet.

„Wir sind betroffen von diesen Taten und möchten dennoch betonen, dass in Frohburg viele Menschen die Stolpersteine und Zivilcourage unterstützen. Das haben wir an der hohen Spendenbereitschaft der Frohburger für die Stolpersteine gemerkt.“, so Ulrike Läbe, Projektkoordinatorin vom Flexiblen Jugendmanagement. Die Stadtverwaltung Frohburg findet die Vorfälle beschämend, vor allem weil zur Verlegung im März Angehörige der Familie Braunsberg extra aus England eingereist sind und die Opfer durch die Stolperstein-Beschädigungen ein zweites Mal gedemütigt wurden.

Die Initiatoren freuen sich auf zahlreiche Unterstützung zum Stolpersteinputzen aus der Bürgerschaft, um ein Zeichen zu setzen gegen diese verabscheuungswürdigen Taten und damit gegen jede Form von Antisemitismus.

 

 

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Pegida- neu und demokratisch? Vortrag

Ort: Bürgerhaus Geithain
Louis-Petermann-Straße 10

Kontakt: 034345 | 559736

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16. Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche

07.04.2015 | Pressemitteilung

Französische-tschechische Delegation als Gäste zur Einweihung eines neuen Gedenksteins erwartet

Am 3. Mai 2015 findet zum 16. Mal der Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche entlang der Bundesstraße B6 statt. Beginn wird 9 Uhr in Borsdorf am Heimatmuseum sein, danach geht es 9.45 Uhr in Gerichshain und 10.30 Uhr in Machern weiter. Die Mittagspause wird zwischen 11.00 Uhr und 11.45 Uhr in diesem Jahr in der Bennewitzer Pizzeria Eckl´s organisiert. Danach findet am Gedenkstein am Freizeithaus Bennewitz die dortige Gedenkveranstaltung statt.

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Am 3. Mai 2015 findet zum 16. Mal der Gedenkmarsch für die Opfer der Todesmärsche entlang der Bundesstraße B6 statt. Beginn wird 9 Uhr in Borsdorf am Heimatmuseum sein, danach geht es 9.45 Uhr in Gerichshain und 10.30 Uhr in Machern weiter. Die Mittagspause wird zwischen 11.00 Uhr und 11.45 Uhr in diesem Jahr in der Bennewitzer Pizzeria Eckl´s organisiert. Danach findet am Gedenkstein am Freizeithaus Bennewitz die dortige Gedenkveranstaltung statt.

In diesem Jahr werden wir gemeinsam mit einer Delegation aus Frankreich und Tschechien um 11.45 Uhr an den Muldenwiesen (Nähe Dreibrückenbad) einen Gedenkstein in Erinnerung an die Opfer der Todesmärsche einweihen.

Im Frühjahr 1945 mussten an jener Stelle mehrere tausend Zwangsarbeiter und Häftlinge die Nacht verbringen. "Unter ihnen war auch die Französin Marie Nocquet (Jahrgang 1906), deren Enkel Alain nun im Beisein von Oberbürgermeister Jörg Röglin an der Einweihung teilnehmen wird. Alain Nocet gab 2014 bei einem Besuch des internationalen Friedensprojektes "Die längste Schnitzeljagd der Welt" in Wurzen den Anstoß für den Gedenkstein.", sagt Mitorganisator Ingo Stange.

Nach der Zeremonie laufen wir bis zum Wurzener Friedhof, wo 14 Uhr die Abschlussveranstaltung stattfinden wird. Schirmherr Peter Sodann, bekannter Schauspieler und Regisseur, hat sein Kommen angekündigt.

Zwischen Borsdorf und den Muldenwiesen werden wir vor allem aus Zeitgründen in diesem Jahr einen Bus einsetzen, lediglich die Strecke von den Muldenwiesen bis zum Friedhof in Wurzen werden wir zu Fuß gehen.

Ablaufplan als Download

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Jugendliche besichtigen Anne Frank Haus in Amsterdam

02.04.2014 | Pressemitteilung

Vom 19. Bis zum 22. März besuchten 15 Jugendliche gemeinsam mit Mitarbeitern des Flexiblen Jugendmanagements die Stadt Amsterdam. Anlass dafür war, dass die Jugendlichen der Oberschule Frohburg als Ausstellungsbegleiter der Anne Frank Ausstellung in Frohburg im November letzten Jahres fungierten.

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Neben einer Grachtenfahrt auf den Kanälen von Amsterdam, war der Hauptprogrammpunkt ein Besuch im Anne Frank Haus. Dort wurde die Gruppe wurde von der Verwaltungsdirektorin des Museums, Frau Garance Reus-Deelder, begrüßt, die die ehrenamtliche Arbeit der Gruppe lobte. Besonders wertzuschätzen und wichtig sei das Engagement in Zeiten, wo Rechtspopulisten in Europa sich immer mehr Gehör verschaffen, so die Direktorin. Die Jugendlichen berichteten in einer Gesprächsrunde über ihre Erfahrungen der Ausstellungsbegleitung in Frohburg. Anschließend konnten sie sich die Räume ansehen, in denen sich die 13jährige Anne mit ihrer Familie versteckte. Lisa Kwiezinski, eine der Ausstellungsbegleiterinnen: „Ich war sehr ergriffen im Anne Frank Haus. Genau das, was wir in den Führungen erzählt und weitergegeben haben, war genau vor Ort. Man ist sich bewusst geworden, wie bedrückend die Jahre im Hinterhaus und die Zeit für Anne und die Untergetauchten waren. Beindruckend fand ich das originale Tagebuch und die anderen verfassten Bücher mit Geschichten und Zitaten von Anne zu sehen, genau wie die Tapetenstücke aus Annes Zimmer.“ Anne Frank, die durch ihr Tagebuch weltberühmt wurde, musste sich mit ihrer Familie ab 1942 in einem Hinterhaus in Amsterdam, dem heutigen Anne Frank Haus, vor den Nationalsozialisten verstecken. 1944 wurden die Untergetauchten verraten und in Konzentrationslager deportiert, wo nur der Vater von Anne Frank überlebte. Das Flexible Jugendmanagement des Landkreises führt mehrere gedenkkulturelle Projekte mit Jugendlichen im Landkreis durch, wobei Geschichte aktiv erlebt und aufgearbeitet sowie präventiv gegen Neonazismus gewirkt wird.

Gesprächsrunde mit der Direktorin des Anne Frank Hauses Amsterdam.     Foto: Andreas Rauhut

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Die Jugend fit für die Politik machen

14.03.2014 | Leipziger Volkszeitung

Neues Diakonie-Projekt geht auf dem Teletubbiland und in Lokalparlamenten an den Start

Grimma (rd). Das Grimmaer Teletubbiland, es macht sich langsam aber sicher daran, erwachsen zu werden. In diesem Jahr wird das Areal vis-á-vis des einstigen Polizeireviers den Unternamen "Fiktives Dorf der Jugend" tragen. Dahinter verbirgt sich ein zunächst ein Jahr lang laufende und finanziell vom Lokalen Aktionsplan des Landkreises Leipzig unterstützte Projekt der Diakonie Leipziger Land namens "Jugend in die Politik".

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Es soll laut Projektkoordinator Tobias Burdukat von Aktionen auf dem Teletubbiland flankiert werden. "Es wird in diesem Jahr zwar offiziell kein Crossover-Festival geben, die einzelnen im Rahmen des fiktiven Jugend-Dorfes durchgeführten Aktionen orientieren sich jedoch an den Crossover-Inhalten", so der Diakoniemitarbeiter und Grimmaer Stadtrat (Bürger für Grimma).
Der grobe Fahrplan für die kommenden Monate enthielte unter anderem eine Beteiligung der regelmäßig die Skater- und BMX-Anlage auf dem Teletubbiland nutzenden Kinder und Jugendlichen am städtischen Subbotnik am 10. Mai, ferner ein Konzert (21. Juni), einen Flohmarkt mit BMX- und Skateboard-Workshops (19. Juli) sowie vom 23. bis 29. August ein internationales Camp mit bulgarischen Jugendlichen, an das sich ein BMX-, Skateboard- und Inliner-Contest samt Konzert am 30. August anschließen wird. "Ich war im vergangenen Jahr mit meiner Band in Bulgarien, wo wir erfahren haben, dass die dortigen Skaterparks nur mit Eintritt zugänglich sind, weshalb wir die Campteilnehmer in die Lage versetzen wollen, sich Elemente mit einfachsten Mitteln selbst bauen zu können", so Tobias Burdukat. Laut diesem ist es das über diesen einzelnen Aktionen und Veranstaltungen stehende Fernziel, die regelmäßigen Teletubbiland-Nutzer so weit fit zu machen, dass die Organisation des Crossover-Festivals irgendwann einmal komplett in ihre Hände gelegt werden kann. "Wir sind aber realistisch genug, um einschätzen zu können, dass dies ein sehr langwieriger Prozess werden wird", so der Mitarbeiter des Grimmaer Jugendhauses Come In.
Ergänzt werde der sich auf dem Teletubbiland abspielende Veranstaltungs-Teil von "Jugend in die Politik" von Aktionen, die die Projektteilnehmer für das Einbringen in parlamentarische Prozesse ertüchtigen sollen. "Uns schwebt dabei vor, dass sich im Anschluss an die diesjährigen Kommunalwahlen kleine Gruppen von Jugendlichen zusammenfinden, die sich mit kommunalpolitischen Themen und solchen, die ihre Generation unmittelbar tangieren, beschäftigen", benennt Burdukat Details. "Danach sollen sie im besten Falle Stadt- oder Gemeinderäte finden, die als Paten ihre Anliegen in den jeweiligen Kommunalparlamenten vertreten." Der große Wunsch, der am Ende diese Prozesses stehe, sei der, dass in einigen Jahren Jugendliche selbst bei einer Kommunalwahl antreten. "Dabei ist uns die Hauptschwierigkeit voll und ganz bewusst, die darin besteht, dass bei einem 18-Jährigen, der in ein Parlament gewählt werden sollte, die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, dass er die komplette Legislaturperiode über in seinem Heimatort bleibt", so der Grimmaer Stadtrat.

Fliegende Fahrräder: Im Teletubbiland wird es wieder jede Menge Veranstaltungen rund um die Skateranlage geben. Foto: Roger Dietze

 

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Syrische Flüchtlinge aus Leipzig stehen auf D5-Bühne

11.03.2015 | Pressemitteilung

Free Syrian Angst

Am 19. März 2015, 20 Uhr wird im Kultur- und Bürgerinnenzentrum D5 in Wurzen die Leipziger Theaterinszenierung "Free Syrian Angst" aufgeführt. Die Theaterproduktion der Initiative Ost-Passage Theater und einem freien Ensemble syrischer Flüchtlinge aus Leipzig erzählt in einer Collage von szenischen Bildern aus deren Leben

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 und Erfahrungen, von ihrem eigenen Zwiespalt zwischen Heimat und Fremde, zwischen der Flucht nach vorn und dem Blick zurück, zwischen Exil und Verantwortung. Aus biographischen Bruchstücken und einigen musikalischen Elementen ist dabei ein kleines Stück politisch-dokumentarisches Theater erwachsen.

"Ein äußerst gelungenes und berührendes Stück"  schrieb die Leipziger Volkszeitung am 25.11.2014 nach der Welturaufführung (11.11.2014) in Leipzig über "Free Syrian Angst".

Dauer: 60 min ohne Pause.

Eintritt: 5,-/ 3,- Euro

Migranten und Flüchtlinge haben freien Eintritt.

Netzwerk für demokratische Kultur e.V. Wurzen Martina Glass Fachberatung LAP Landkreis Leipzig Domplatz 5

04808 Wurzen

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Projekt gegen Alltagsrassismus

Das pokuBi-Team hat für dieses Jahr haben  - u.a. aufgrund der momentanen Situation in Sachsen - ein neues Projekt entwickelt, dessen Entstehungsort Dresden ist und welches an verschiedenen Orten in Sachsens ländlichem Raum durchgeführt wird.

Mit der Methode des Forumtheaters werden wir im öffentlichen Raum auf Alltagsrassismus hinweisen und zum Eingreifen bei rassistischer Diskriminierung motivieren. Alle Informationen hierzu finden sich im Anhang. Der erste workshop findet vom 25.-26. April in Dresden statt. Anmeldungen für das Theaterprojekt sind ab sofort möglich. Wenn Sie selber Ideen für Auftrittsorte in Ihrer Region haben (und/oder ggf. als Kooperationspartner_in mitwirken wollen), melden Sie sich gerne.

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Unser diesjähriges 6-tägiges Betzavta-Intensivseminar findet bereits im Sommer statt. Anmeldungen sind schon möglich und bereits im Herbst 2015 bzw. Frühjahr 2016 können Interessierte dann in Thüringen die Trainer_innenausbildungs-module anschließen. Informationen zum Inhalt des von uns angebotenen Seminares gibt es hier. Informationen zur sich anschließenden Ausbildung - durchgeführt vom Bildungswerk Blitz e.V. in Thüringen - finden Sie im Anhang.

 

Termine
16.-18. Juni & 18.-20. August

Kosten
240 Euro für Verdienende, 80 Euro für Nichtverdienende für sechs Tage inkl. Unterkunft und Verpflegung

Veranstaltungsorte
Seminarfabrik Nossen, http://sefano.de/ und Appenhof in Rothschönberg, http://www.appenhof.de
Trainer_innen

Claudia Ratering, Kerstin Knye, Ingo Stange

Eine Kinderbetreuung ist möglich, Barrierefreiheit versuchen wir einzurichten.

Anmeldung

Kerstin Knye 0174-8032276, kontakt@pokubi-sachsen.de

 

Mit den besten Grüßen im Namen des pokuBi-Teams

 

Katrin Albert

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Beschädigung der Stolpersteine in Colditz

Unbekannte haben versucht, die drei Stolpersteine in Colditz zu entfernen, wobei die Fugen an drei Seiten beschädigt wurden. „Wir sind erschüttert und verärgert, dass Menschen sich an Gedenksteinen für Holocaust-Opfer vergehen. Hier gehen wir davon aus, dass es sich um Täter mit neonazistischer Gesinnung handelt“, so Ulrike Läbe vom Flexiblen Jugendmanagement.
Die Stolpersteine des Kölner

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Beschädigung der Stolpersteine in Colditz

Unbekannte haben versucht, die drei Stolpersteine in Colditz zu entfernen, wobei die Fugen an drei Seiten beschädigt wurden. „Wir sind erschüttert und verärgert, dass Menschen sich an Gedenksteinen für Holocaust-Opfer vergehen. Hier gehen wir davon aus, dass es sich um Täter mit neonazistischer Gesinnung handelt“, so Ulrike Läbe vom Flexiblen Jugendmanagement.
Die Stolpersteine des Kölner Bildhauers Gunter Demnig erinnern auf dem Markt in Colditz an die jüdische Familie Nussbaum, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Seli und Helene Nussbaum führten in Colditz erfolgreich ein Textilgeschäft am Markt, wo sie auch wohnten. Seli Nussbaum war Mitglied im heute noch bestehenden Colditzer Männerchor ‚Liedertafel‘. Das Ehepaar und ihr damals 11jähriger Sohn Manfred wurden 1942 von den Nazis erst nach Theresienstadt und im Anschluss nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Die Gedenksteine wurden erst im Dezember des letzten Jahres in Colditz durch den Künstler Demnig verlegt und in einer Zeremonie mit vielen Gästen eingeweiht. Die Verlegung der Steine war somit der Höhepunkt des einjährigen Projektes ‚Jüdische Spuren in Colditz‘, das von Jugendlichen mit Unterstützung durch das Flexible Jugendmanagement Landkreis Leipzig und dem Erich Zeigner Haus e.V. durchgeführt wurde. Dabei recherchierten und dokumentierten die Jugendlichen die Geschichte der Familie Nussbaum in Archiven und mit Zeitzeugen und gingen schließlich mit einem Flyer sehr erfolgreich auf Spendensuche für die Verlegung der Steine. Gefördert wurde das Projekt vom Lokalen Aktionsplan ‚Miteinander Tolerant Leben‘. Die Mitglieder des Begleitausschusses des LAP äußern sich empört über diese schändliche Tat und erwarten, dass hier eine entsprechende Strafanzeige folgt. 
So auch Henry Lewkowitz, der das Stolpersteinprojekt gemeinsam mit dem FJM durchführt: „Besonders das Engagement der Jugendlichen wird durch den Anschlag auf die Stolpersteine herabgewürdigt.“ Die Stadtverwaltung Colditz wurde über die Beschädigung informiert und füllte die Fugen wieder mit Beton auf. 
In diesem Jahr wird das Stolperstein-Projekt weitergeführt, indem Jugendliche über die jüdische Familie Besser aus Colditz recherchieren. „Dafür werden ebenso wieder die Colditzer_innen einbezogen, indem sie als Zeitzeugen berichten, Dokumente zur Verfügung stellen und mit Spenden das Projekt unterstützen“, so Ulrike Läbe vom FJM.

PM vom FJM am 29.01.2014

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In Colditz haben Opfer einen Namen

Holocaust-Gedenktag: Bürgermeister Matthias Schmiedel legt Rose nieder 

Colditz. Aus Anlass des Tages des Gedenkens an die NS-Opfer legte der Colditzer Bürgermeister Matthias Schmiedel (parteilos) gestern Blumen am Mahnmal nieder. Es befindet sich auf dem Friedhof und erinnert an die 38 in Colditz zu Tode gekommenen jüdischen Zwangsarbeiter und weitere 36 unbekannte Häftlinge aus dem

Licht und Schatten bei den Diskussionsrunden zu “Wir lassen Brandis nicht im Dunkeln stehen”
Das Brandiser Forum für Demokratie und Vielfalt hatte am Donnerstag, den 28.11.2013 in der Aula der Oberschule Brandis zu Diskussionsrunden geladen. In kleinen Runden konnten interessierte Bürger und Bürgerinnen mit den eingeladenen Experten die im Mai begonnene Auseinandersetzung mit dem Thema fortführen. 

Dabei gab es viel Licht, aber auch Schatten. 

Eine sehr interessante Diskussion
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Licht und Schatten bei den Diskussionsrunden zu “Wir lassen Brandis nicht im Dunkeln stehen”

Das Brandiser Forum für Demokratie und Vielfalt hatte am Donnerstag, den 28.11.2013 in der Aula der Oberschule Brandis zu Diskussionsrunden geladen. In kleinen Runden konnten interessierte Bürger und Bürgerinnen mit den eingeladenen Experten die im Mai begonnene Auseinandersetzung mit dem Thema fortführen. 

Dabei gab es viel Licht, aber auch Schatten. 

Eine sehr interessante Diskussion entspann sich rund um das Thema "Jugend in Brandis". Herr Rabold von der Stadtverwaltung Borna stellte die Arbeit des Kinder- und Jugendparlaments in seiner Stadt vor. Alle 2 Jahre können Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahre ihre Interessenvertretung – das Parlament – wählen. Das Kinder- und Jugendparlament hat ein Antrags- und Rederecht im Bornaer Stadtrat. Mit administrative Hilfe von Herrn Rabold werden Beschlussvorlagen im städtischen Parlament auf die Tagesordnung gebracht. So rücken Themen der Kinder und Jugendlichen in den Fokus der Stadträte. Dies ist für die Kinder und Jugendliche die beste Möglichkeit sich mit demokratischen Strukturen auseinander zusetzen – Demokratie zu lernen und zu leben. 

Die anwesenden Schulsprecherinnen haben dies zum Anlass genommen, sich zum einen untereinander besser zu vernetzen und zum anderen nehmen sie die Möglichkeit der Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments mit in ihre Schulen. Sie wollen das Konzept den Klassensprechern und -sprecherinnen vorstellen und die Möglichkeit eines Kinder- und Jugendparlaments in Brandis erläutern. 

Der Leipziger Polizeipräsident und Leiter des OAZ Extremismusbekämpfung Bernd Merbitz berichtet von den Strukturen der NPD und den freien Kräften in Brandis und Umgebung. Auch wenn es z. Zt. keine festen Strukturen in Brandis gibt, so lassen sich rechtsextreme Tendenzen nicht leugnen. Ein latentes Wählerpotential für die NPD ist vorhanden. Auch die Debatten um Asylbewerber oder der Leipziger Moscheebau macht vor Brandis nicht halt. Gerade bei den Protesten in Leipzig und Schneeberg gegen den geplanten Bau der Moschee und das Asylbewerberheim schwimmen viele Menschen im Fahrwasser der Nazis mit, die nicht dieser Gruppe zuzurechnen sind. In diesen Diskussionen bedient die NPD Parolen, die menschenverachtend und diskriminierend sind. Hier gilt es Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen zu informieren. Katja Braß von Opferberatung Sachsen hält gerade diese Aufklärungsarbeit an Schulen für besonders wichtig. 

Die Mitglieder des Forums haben auch Handlungsaufträge für die Zukunft erhalten. Daher wird auch in 2014 das Forum weiterhin aktiv sein und für Brandis Aufklärungsarbeit leisten. 

PM vom 30.11.2013

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Köpping bringt 50.000 Euro zur Demokratiebildung

21.05.2014 | Leipziger Volkszeitung

Borna. Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat gestern Landrat Gerhard Gey (CDU) einen Fördermittelbescheid über 50 000 Euro aus dem Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" übergeben. Die Mittel gehen an das Bündnis

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Partnerschaft für Demokratie", in dem Vertreter aus Verwaltung, Politik und der Zivilgesellschaft, etwa Kirchen und Vereine, zusammenarbeiten. Damit stehen dem Landkreis Leipzig insgesamt 205 000 Euro für die "Partnerschaft für Demokratie" zur Verfügung. Dazu gehören 55 000 Euro vom Bund sowie 100 000 Euro aus Töpfen des Landkreises.
Integrationsministerin Köpping würdigte den Beitrag des Landkreises. Dessen Beitrag von 100 000 Euro sei der höchste von allen sächsischen Kreisen. Das Geld sei allemal notwendig, "weil die demokratische Bildung in den letzten 25 Jahren vernachlässigt worden ist". Dabei sei Geld nicht alles. Es gehe vor allem darum, die Leute zu ehrenamtlichem Engagement zu mobilisieren.
Landrat Gey verwies darauf, dass der Landkreis Leipzig seit 2008 Projekte und Initiativen fördere, die einen Beitrag für eine weltoffene Zivilgesellschaft leisten. Zugleich betonte er, dass die Probleme mit Rechtsextremen keineswegs nur von den neuen Bundesländern ausgingen. Mit Blick auf die vor kürzlich ausgehobene rechte Terrorzelle Oldschool Society sagte Gey: "Da ist auch vieles von außen zu uns gekommen". Nikos Natsidis
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Foto: Landratsamt


Lokaler Aktionsplan mit neuem Inhalt

13.12.2014 |Leipziger Volkszeitung

Landkreis Leipzig. Der Lokale Aktionsplan (LAP) bekommt einen neuen Namen und eine neue inhaltliche Ausrichtung. Seit 2007 zahlt der Bund Geld, um unter Jugendlichen den Demokratiegedanken zu stärken; jetzt ist das Bundesprogramm unter veränderten Prämissen für die Zeit von 2015 bis 2019 neu aufgelegt worden.

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Einer Information des Jugendamtes zufolge soll die LAP-Arbeit in Form von regionalen "Partnerschaften für Demokratie"

weiterentwickelt werden. Die entsprechende Leitlinie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend steht unter dem Motto "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit".

Federführend ist das Jugendamt des Landkreises. Der Information zufolge wird eine Koordinierungs- und Fachstelle geschaffen, die inhaltlich klar definierte Aufgaben zu übernehmen hat. Träger dieser Stelle sind das

Bildungs- und Sozialwerk Muldental sowie das Netzwerk für Demokratische Kultur. Zudem werden ein Begleitausschuss gebildet und ein Jugendforum eingerichtet. Zwischen Hohburger Bergen und Kohrener Land stehen 2015 etwa

200000 Euro zur Verfügung: 55 000 Euro kommen aus dem Bundesprogramm, 50 000 Euro aus dem Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen", und 100 000 Euro stellt der Landkreis zur Verfügung. 

 

 

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