Gedenkhistorische Projekte

Gedenkhistorische Projekte zu Euthanasie und Lebensborn

Die Erinnerungskultur im Landkreis Leipzig weist auch über 70 Jahre nach Ende des NS-Regimes „weiße Flecken“ auf. So sind die Themen ‚Euthanasie‘ und ‚Lebensborn‘ weitestgehend unaufgearbeitet. Damitweitere Akteure im Landkreis befähigt werden, gedenkhistorische Arbeit mit Jugendlichen selber durchzuführen, werden entsprechenddes 1.Mittlerzieles Weiterbildungsmodule zum Thema ‚Euthanasie‘ entwickelt und durchgeführt. Diese bauen auf den Erfahrungender beiden Weiterbildungen in 2016auf. Die Teilnehmenden forschen dabei exemplarisch selbst an einem Erinnerungsprojekt zu Euthanasiein der NS Zeit. Dies kann in der Recherche zu Einzelschicksalen oder zurehemaligen Landesheil- und Pflegeanstalt Colditz bestehen. Dabei haben sie den besten Einblick in den konkreten Ablauf, den Zugang zu Archiven, zu Zeitzeugen usw.  Im Anschluss wird gemeinsam mit den Teilnehmenden über geeignete Partner und Formen für Jugendprojekte zu Euthanasie beraten.

Zusammen mitdem Hauptkooperationspartner Erich Zeigner Haus e.V. und weiteren Kooperationspartnern und Akteuren vor Ort in Kohren-Sahlis soll als Ergebnis der Multiplikator_innen Schulung von 2016 mit einer öffentlichen Auseinandersetzung zum Lebensborn in Kohren-Sahlis begonnen werden. In Unterstützung und Verstetigung der zivilgesellschaftlichen Initiative vor Ortsollen in 2017 Veranstaltungen zu diesem Kapitel der Ortsgeschichte durchgeführt werden. Als Zielgruppe werden Jugendliche in Erweiterung der schulischen Auseinandersetzung mit dem NS-Unrechtsstaat dieses lokale Kapitel aufarbeiten.Die Teilnahme der Jugendlichen geschieht fakultativ außerhalb des Unterrichts. In Geschichtswerkstättenwerden sie selbst zu Akteuren der Geschichtsarbeit.

Träger: Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V.