Aktuelles

Nicolaiplatz wird Wahllokal für Jugendliche

14.09.2017 | LVZ

Grimma. „Kinder an die Macht!“, singt Herbert Grönemeyer. Allerdings haben Jugendliche unter 18 in Deutschland laut Verfassung noch kein Wahlrecht.

Um die Stimmen von Kindern und Jugendlichen zur Bundestagswahl dennoch hör- und sichtbar zu machen, gibt es mit der U18-Wahl eine Plattform, um die Meinungen junger Leute zu sammeln und in einer Statistik sichtbar zu machen. In Grimma ist die U18-Wahl am Freitag, dem 15. September, auf dem Nicolaiplatz anberaumt. Laut Veranstalter kann ausnahmslos jedes Kind und jeder Jugendliche unter 18 Jahren von 11 bis 17 Uhr mit einem ausgefüllten Wahlzettel seine Stimme sichtbar machen. Betreut wird das Ganze von Vertretern des Dorfes der Jugend in Grimma, informiert Nico Fritzsche.

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Seinen Worten zufolge wird wie bei der Bundestagswahl eine Wahlkabine aufgebaut, in der gleich, geheim, frei und direkt gewählt werden kann. Allerdings können keine Direktkandidaten gewählt werden, sondern nur die gelisteten Parteien.

„Um die Entscheidungen transparenter zu machen“, so Fritzsche. „werden Auszüge aus den Parteiprogrammen als Informationen ausliegen.“ Vor oder während der Wahl könnten Fragen, Kommentare oder Sorgen notiert werden, um damit im Optimalfall lokale Politiker zu erreichen.

Die U-18-Wahl findet morgen auch am Brandiser Gymnasium statt. Seit dem ersten Mal im Jahr 1996 gibt es sie immer neun Tage vor einem offiziellen Wahltermin mit überregionaler Bedeutung.

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Veranstaltung „Öffnung der Verwaltung im Landkreis Leipzig“ am 08.09.2017 in Grimma

14.09.2017 | Siri Pahnke NDK Wurzen

Am 08.09.2017 lud die lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis LEipzig zum ersten Fachgespräch zum Thema „Öffnung der Verwaltung im Landkreis Leipzig“ im Landratsamt in Grimma ein. Der Fachtag diente dazu gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeiter_innen der verschiedenen Fachbereiche und Kolleg_innen aus der Zivilgesellschaft darüber ins Gespräch zu kommen, wie Bürgerbeteiligung im Landkreis stärker in der Verwaltung auf Landkreisebene und in den einzelnen Kommunen verankert werden kann.


Foto: privat

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Anlass dieser Veranstaltung ist das 10jährige Jubiläum der lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig.

In der Planung zu diesem Jubiläum wurde klar, dass das Thema „Öffnung der Verwaltung“ Teil der vierzügen Veranstaltungsreihe werden soll. Die Verwaltung hat einen zentralen Stellenwert bei der Sicherung demokratischer Prozesse und der Gleichbehandlung aller Mitbürger_innen. Die Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren und Verwaltung ist aber nicht immer ganz einfach. Mehr Transparenz, einfach Sprache, eine gelebte Beteiligungskultur, stärkere Nutzung digitaler Medien und eine offensivere tagtägliche Zusammenarbeit stärken das demokratsiche System und erleichtern die Demokratiearbeit im Landkreis. Der Fachtag ist Auftakt für weitere Gespräche und Aktionen, die eine Beteiligungskultur im Landkreis in Zusammenarbeit mit Verwaltung stärken sollen.

Impulsreferat hielt Frau Silvia Haas von der Koordinierungsstelle für Bürgerbeteiligung Leipzig weiter denken, Stadtentwicklung Leipzig. Sie stellte verschiedene Formate der Bürgerbeteiligung vor die die Koordinierungsstelle zum Thema Zukunftsfragen der Stadtentwicklung seit 2012 erfolgreich in der Stadt Leipzig umsetzt.

Schwerpunkte und Fragen der darauf folgenden Diskussion waren unter Anderem:

•             Welche Erfahrungen haben wir mit dem Thema „Öffnung der Verwaltung“?

•             Was sind Rahmenbedingungen von Beteiligung und wann beginnt Beteiligung überhaupt?

•             Welche Formen der Beteiligung gibt es und passt zu welchem Vorhaben?

•             Wer kann in meinem Bereich die Zielgruppe für Beteiligung sein und wie erreiche ich diese?

•             Wo bestehen überhaupt Spielräume für Beteiligung im Verwaltungsalltag und wo geht es um „wirkliche“ Beteiligung und wo kann „nur“ informiert werden?

•             Wie kann die Etablierung einer Beteiligungskultur finanziert werden, bzw welche Ressourcen brauch es um eine Beteiligungskultur herzustellen?

Den Link zum Download der Präsentation finden Sie hier

 

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Einladung zum Runden Tisch „Kinderschutz und Frühe Hilfe“

PM | 29.08.2017

Oben genannter Veranstaltung
am 20.09.2017
von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

in das Krankenhaus Grimma, Kleiststraße 5, 04668 Grimma,
großer Konzertraum (EG) ein.

Einladende: Frau Anke Thomas Koordinatorin Netzwerk für Kinderschutzbund und Frühe Hilfen und Konstanze Morgenroth Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Leipzig

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Tagesordnungspunkte:

TOP 1

INFORMIERT: Aktuelle Themen des Netzwerkes für Kinderschutz und Frühe Hilfen
Anke Thomas (Jugendamt, Koordinatorin Netzwerk für Kinderschutz & Frühe Hilfen)

TOP 2

IN PLANUNG: Dankeschön-Veranstaltung für die Netzwerkakteure
Anke Thomas (Jugendamt, Koordinatorin Netzwerk für Kinderschutz  Frühe Hilfen)

TOP 3

VORTRAG: Verbesserung des Schutzes gegen Stalking
Susanne Helweg (Fachanwältin für Familienrecht aus Leipzig)

TOP 4

FUNDIERT: Polizeiliche Lagebilder zur Häuslichen Gewalt und Stalking 2016
Konstanze Morgenroth (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Leipzig)

TOP 5

PROJEKTVORSTELLUNG: „Kobra-Net“
Ulrike Richter (Sächsische Fachberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel)

TOP 6
IM BILDE: Ausstellung „Hier wohnt Familie Schäfer“
Susann Lindner (Wegweiser e.V.)

TOP 7

BEKANNT GEMACHT: Bericht aus der UAG Migration
Thiara Carvalho (Wegweiser e.V.)

TOP 8

KUNDGEGEBEN: Lichteraktion zum 25.11.2017
Konstanze Morgenroth (Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Leipzig)

Bitte geben Sie uns bis 08.09.2017 eine Rückmeldung, ob Sie oder andere interessierte Fachkräfte an dieser Veranstaltung teilnehmen oder auch nicht teilnehmen werden.     

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Die Vielfalt-Mediathek modifiziert ihr Angebot

PM Vielfalt Mediathek | 28.08.2017

Ab dem 01.09.2017 wird die Vielfalt-Mediathek, die seit über zehn Jahren Bildungsmaterialien zu Rechtsextremismus, Rassismus und Diversität sammelt und bereitstellt, eine reine Online-Plattform.

Die Vielfalt-Mediathek trägt der zunehmenden Digitalisierung Rechnung und passt ihr Angebot an. Der Verleih wird dementsprechend am 01.09.2017 eingestellt und die meisten Materialien werden digital zum Download angeboten.

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Durch die Umstrukturierung wird der Fokus der Seite noch stärker auf die neuesten geförderten Materialien mit ihren Themen, Methoden und Zielsetzungen gelenkt.

Die Rezensionen der zumeist älteren nicht-digitalisierten Materialien stehen jedoch weiterhin zur Verfügung. Sie werden in die neue Rubrik „Archiv“ transferiert, wo die dazugehörigen Methoden, Herangehensweisen, Ideen, Zielsetzungen und Angaben zum Herausgeber zwecks Kontaktaufnahme zur Materialbeschaffung nach wie vor gesichert und der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Dadurch kommt die Vielfalt-Mediathek auch zukünftig ihrem Auftrag nach, das Gedächtnis der Bundesprogramme zu sein und die Ergebnisse der Projekte zu sichern.

Neben der Angebotsmodifikation auf der Plattform wird die Vielfalt-Mediathek zudem ihr Serviceangebot durch die Veranstaltung von Seminaren mit verschiedenen Schwerpunkten erweitern. Die Seminare unterstützen Multiplikator_innen vor allem bei der Nutzung der Materialien der Vielfalt-Mediathek in der Bildungsarbeit. Drei Seminare finden noch in diesem Jahr statt. Weitere Informationen auf unserer Startseite.

Die Vielfalt-Mediathek ist ein Projekt des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit e. V. (IDA) in Kooperation mit dem DGB Bildungswerk – Migration und Gleichberechtigung.

Pressekontakt: Ansgar Drücker
IDA e. V.
Volmerswerther Str. 20
40221 Düsseldorf

Tel: 02 11 / 15 92 55-5,
Fax: 02 11 / 15 92 55-69,
info@IDAeV.de

Das Projekt Vielfalt-Mediathek wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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Preis für kuluturelle Bildung "Kulutur.Lebt.Demokratie"

Auszug aus PM A. Pallas | 06.07.2017

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kultur vergibt zusammen mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. erstmalig den Preis für kuluturelle Bildung "Kulutur.Lebt.Demokratie".

Ausgezeichnet werden beispielhafte Projekte oder die dauerhafte Arbeit von Trägern der kulturellen Bildung, die auf Demokratieförderung zielen. Insgesamt werden 3 Preise mit jeweils 2.500 € und ein Sonderpreis in der Höhe von 1.000 €.

Tipps für Bewerbende unter www.soziokultur-sachsen.de oder E-Mail an: info@soziokultur-sachsn.de

Wir laden Sie ein, sich herzlich zu bewerben oder jemanden für eine Bewerbung vorzuschlagen.

Bewerbungsschluss ist der 30.09.2017


Reaktion zum Steinangriff auf die Büroscheiben des Vereins Bon Courage in Borna (Nacht vom 28. auf den 29.06.2017)

PM | 13.07.2017

Der Begleitausschuss der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie“ (LPD) verurteilt den neuerlichen Steinangriff auf das Büro des Vereins Bon Courage in Borna. Bereits vor einem Jahr war das Objekt Zielscheibe eines Angriffs mit Buttersäure.

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Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren mit wichtigen und erfolgreichen Projekten im Sozialraum  Borna für die Stärkung von Demokratie und Toleranz sowie in der Flüchtlingshilfe und ist Mitglied im Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie. Darüber hinaus ist der Verein auch überregional vernetzt. Er moderiert z.B. den Runden Tisch Migration und wirkt jährlich bei der Vorbereitung und Durchführung der Interkulturellen Woche im Landkreis mit. Der Begleitausschuss der LPD spricht den handelnden Akteuren im Verein Mut und Solidarität zu an Ihrer Arbeit und den begonnen Projekten festzuhalten. „So lange weiterhin Angriffe auf unsere Büroräume stattfinden, so lange wissen wir, dass unsere Arbeit notwendig und wichtig ist und so lange werden wir auch weitermachen“ sagt Sandra Münch vom Verein Bon Courage. Weitere Infos zur Lokalen Partnerschaft für Demokratie und den Projekten unter www.demokratie-leben-lkl.de

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Kultur.LEBT.Demokratie - Ministerium für Wissenschaftund Kunst lobt erstmals Preis für Kulturelle Bildung aus

PM SMWK | 07.07.2017

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Kulturelle Bildung ist essentiell für unser demokratisches Zusammenleben“

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst lobt inKooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zum erstenMal einen Preis für kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ aus.Prämiert werden beispielhafte Projekte oder das dauerhafte Engagementeines Trägers der kulturellen Bildung im Rahmen der Demokratieförderung.Es werden drei Preise in Höhe von 2.500 Euro und ein Sonderpreis über 1.000 Euro vergeben.

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Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Kulturelle Bildung bietet einen anderen Zugang zur eigenen Persönlichkeit, aberauch zum Lebensalltag. Über den Umgang mit den klassischen Technikenund Stilen von Kunst und Kultur werden Empathie, das Reexions- undAbstraktionsvermögen sowie die soziale Kompetenz gefördert und damit der eigene Horizont erweitert. Sie ermöglicht die Auseinandersetzung der Menschen mit sich selbst, mit der Umwelt und Gesellschaft. Kulturelle Bildung gehört zu den Voraussetzungen für ein geglücktes Leben und istessentiell für unser demokratisches Zusammenleben.“

Im Fokus der Ausschreibung stehen Formate, die eine nachhaltige Entwicklung angestoßen haben und damit das demokratische Miteinanderfördern, demokratische Prozesse verstehen helfen und zur demokratischenTeilhabe befähigen. Das Engagement kann sich in jeder künstlerischen Sparte und jeder kulturellen Praxis bewegen. Teilnehmen können Kultur-und Jugendeinrichtungen, Vereine, freie Initiativen, Kulturschaffende und Kulturakteure, die in Sachsen wirken. Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Im Mittelpunkt steht die gesellschaftsgestaltende Kraftvon Kunst und Kultur.“ Entsprechend der Ausschreibung geht es umpersönliche Befähigungen, wie Artikulationskraft, Selbstermächtigung oder Selbstwirksamkeitserfahrungen, die eine Voraussetzung für das Mitwirken an demokratischen Aushandlungsprozessen sind. Ebenso im Blickpunkt steht die künstlerische Auseinandersetzung mit Themen eines demokratischen Gemeinwesens, wie Freiheit, Teilhabe, Gleichheit, Solidarität, Toleranz, Verständigung, Kompromiss, Perspektivwechsel, Verschiedenheit, Gemeinsinn. Zu einer Bewerbung um den Preis für Kulturelle Bildung sind auch Projekte kultureller Bildung aufgerufen, die ursprünglich noch keine Demokratiearbeit beabsichtigten und erst im Prozess auf demokratiefördernde Wirkungen gestoßen sind.

Bewerbungen sind an den Landesverband Soziokultur Sachsen e.V.,Stauffenbergallee 5b, 01099 Dresden zu richten. Einsendeschluss ist der 30.September 2017. Informationen und Tipps zur Ausschreibung gibt es unter www.soziokultur-sachsen.de

Link Faltblatt

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4. Refugees Welcome Volleyballturnier in Borna

Zum vierten Mal organisiert der Verein Bon Courage e.V. aus Borna im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Landkreis Leipzig ein interkulturelles Volleyballturnier. Das Turnier findet am 30.09.2017 in der Glück-Auf-Sporthalle in Borna (Gerhart-Hauptmann-Straße 1) statt. Offizieller Turnierstart ist 14 Uhr, Anmeldung und Einspielen ist bereits schon eine Stunde vorher möglich. Das Angebot richtet sich vor allem an interessierte Einzelpersonen und bereits bestehende Freizeitvolleyballgruppen aus dem Landkreis Leipzig und Umgebung, die mit ihrer Teilnahme bereit sind ein klares Statement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu richten. Neben dem Sport und der Spielfreude erwartet die Teilnehmer_innen und den willkommenen Zuschauer_innen ein kleiner internationaler Kuchenbasar. Teams werden gebeten sich bis zum 28.09. unter info@boncourage.de anzumelden. Einzelpersonen können sich noch bis 13.30 Uhr des Spieltages einem beliebigen Team zuordnen lassen


Wanderausstellung „Muslimisch in Ostdeutschland“

Vom 4. bis 29. September 2017 organisiert das Flexible Jugendmanagement Landkreis Leipzig die Ausstellung „Muslimisch in Ostdeutschland“ vom Verein ZEOK e.V. (Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur) in der Pestalozzi-Oberschule Wurzen. Die Ausstellung wird gefördert von der Lokalen Partnerschaft für Demokratie.

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Ausstellungsinhalte:

Identität:
Was gehört zu meiner Identität? – Identität und Religion – Muslimische Jugendliche im Porträt

Muslimisch in Deutschland:
Zahlen, Hintergründe und Impulse zu muslimischem Leben in (Ost-)Deutschland

Vielfalt im Islam:
unterschiedliche muslimische Perspektiven

Muslimfeindlichkeit:
Diskriminierung erkennen und sich positionieren

Islamismus:
Abgrenzung Islam und Islamismus

Während des Ausstellungszeitraumes haben Schulklassen von Klasse 6 bis 10 die Gelegenheit, diese Ausstellung kostenfrei zu besuchen. Begleitet werden können die Schüler_innen dabei durch ausgebildete jugendliche Ausstellungsbegleiter_innen. Sie vermitteln die Thematik und regen zu Diskussionen an. Der Peer-to-Peer-Ansatz erweist sich als besonders erfolgreich, da  die Hemmschwellen, miteinander zu sprechen geringer sind.

Sind Sie bzw. Ihre Schüler_innen interessiert am Besuch der Ausstellung? Dann bitten wir Sie, unten stehende Interessensbekundung an uns faxen/mailen bzw. uns telefonisch oder per Mail zu kontaktieren. Wir setzen uns dann zeitnah mit Ihnen in Verbindung, um Details zu besprechen und Termine zu vereinbaren.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie im beigefügten Flyer.

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In der Vielfalt liegt die Zukunft der Gesellschaft

PM LVZ | 22.06.2017

Grimma. Das Motto ist klar formuliert. „Vielfalt verbindet“. Das ist das Thema der Interkulturellen Woche (IKW) 2017, die vom 24. bis 8. Oktober im Landkreis Leipzig stattfindet. „Die bundesweite jährlich stattfindende Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland“, sagt Ronny Kriz vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental, dass die IKW koordiniert. „In der Vielfalt liegt die Zukunft der Gesellschaft“, meint der Projektkoordinator. In dieser Woche hatte er Vereine, freie Träger, Initiativen, Willkommensbündnisse, Unternehmen und Institutionen zur Diskussion und Vernetzung für das Gemeinschaftsprojekt „Interkulturelle Wochen“ (IKW) im Landkreis Leipzig in das Bildungs- und Sozialwerk Muldental nach Grimma eingeladen.

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Anders als bei der bundesweiten Initiative wird die landkreisweite Veranstaltungsreihe  wie in den letzten Jahren auf 2 Wochen ausgedehnt, um die Veranstaltungsdichte zu entzerren“, meinte der Koordinator.  Durch Workshops, Begegnung, Austausch, Musik, Tanz, Film, Sport, kulinarische Angebote und andere Tagesveranstaltungen soll das Interesse bei Kindern, aber auch anderen Altersgruppen im Landkreis für andere Kulturen geweckt werden.

Ulrike Läbe vom Kinder- und Jugendring des Landkreises Leipzig unterbreitete den Vorschlag, die Eröffnungsveranstaltung dieses Mal in Bad Lausick durchzuführen. „Die  alte Rollschuhbahn in Bad Lausick würde sich dazu anbieten“, sagte sie.  Der Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig, der im Bad Lausicker Kinder- und Jugendhaus der AWO seine Geschäftsstelle hat, pachtete das Gelände von der Stadt. Es soll „zum internationalen Begegnungsort“ ausgebaut werden. Seit der Übernahme 2014 habe man gemeinsam mit vielen Heranwachsenden das Areal beräumt, eine Geländepiste für BMX-Räder angelegt, einen Schuppen zur Fahrradwerkstatt umgebaut, ein Beachvolleyballfeld hergerichtet, diverse Veranstaltungen und Freizeiten organisiert. „Wir wollen, dass das Gelände künftig noch stärker auf die Stadt und die Region ausstrahlt. Das könnte auch durch die Interkulturelle Woche gelingen“, warb sie. Adam Jones aus Polenz brachte ins Gespräch,  ein Hofkonzert mit Musik der Welt am 30. September im Dreiseitenhof in Polenz, Straße der Einigkeit 4, zu organisieren. Denkbar wäre, dass fünf bis sechs Ensembles auftreten. „Wir veranstalten regelmäßig musikalische Veranstaltungen. Anfang Juli findet unser Hoffest statt“, sagte er.  Auch im Namen der Flüchtlingshilfe Polenz sagte er, dass sich der Verein an der Interkulturellen Woche beteiligen wolle.

„Wir freuen uns über die vielfältigen Ideen. Interessierte Vereine und Institutionen haben noch bis zum 15. Juli die Gelegenheit, ihre Vorstellungen kundzutun“, so Projektkoordinator Ronny Kriz. Dafür würden auch finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Denn die Interkulturelle Woche wird  durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig gefördert. Insgesamt stehen finanzielle Mittel in Höhe von 10 000 Euro zur Verfügung. Bis zum 15. Juli läuft die Antragsfrist für die  Mittel. „Das einseitige Antragsformular zur Aufnahme der Angebote in den landkreisweiten Flyer und für finanzielle Zuschüsse steht im Internet bereit“, warb Ronny Kriz.

www.demokratie-leben-lkl.de

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Wurzen hat ein Problem mit Rassismus

PM chronik.LE | 19.06.2017

Am Freitag, den 09. Juni 2016, versammelten sich etwa 60 aggressive und teilweise betrunkene Neonazis und Rassisten auf dem Wurzener Markt, um Stimmung gegen Geflüchtete in der Stadt zu machen. Laut Polizei riefen sie dabei Parolen wie „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ und zeigten verfassungsfeindliche Symbole. Die anwesende Polizei musste die Personengruppe mit körperlicher Präsenz davon abhalten, ein Haus in der Wencelaigasse anzugreifen, in dem mehrere Geflüchtete aus verschiedenen Ländern wohnen.

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Anlass für die Zusammenrottung waren angeblich zu laute Musik und eine darauf folgende körperliche Auseinandersetzung zwischen Geflüchteten und Deutschen am Pfingstmontag. In der Berichterstattung zu diesem Vorfall gaben die Polizei und später auch die Presse lediglich die Perspektive der deutschen Beteiligten wieder. Die Perspektive der Geflüchteten fehlt bisher. Die LVZ wählte für die Meldung in ihrer Lokalausgabe gar die pauschalisierende Überschrift: „Afrikaner in Wurzen festgenommen“ (LVZ vom 07.06.2017). Damit werden alle in Wurzen lebenden Menschen aus unterschiedlichen afrikanischen Ländern als Unruhestifter dargestellt.

Dazu Steven Hummel vom Dokumentationsprojekt chronik.LE: „Bei der Auseinandersetzung zu Pfingsten gehören auch die Geflüchteten und ihre Perspektive angehört. Die Verbreitung dieser einseitigen Darstellung, dass Geflüchtete in Wurzen Unruhestifter seien, hat mit dazu geführt , dass sich 60 aggressiv auftretende Neonazis und Rassisten wenige Tage später versammelt haben und gewaltsam versucht haben, zu dem Haus vorzudringen, in welchem die Geflüchteten wohnen.“

Hummel weiter: „Rassistische Zusammenrottungen und Gewalt gegen Geflüchtete in ihrem Wohnumfeld sind in Wurzen leider keine Seltenheit.“ Angriffe auf Wohnungen gab es bereits im im September 2016 sowie Januar 2017.

Eine ähnliche Dynamik rassistischer Mobilisierung gab es vor knapp einem Jahr, als im August 2016 eine Auseinandersetzung vor einer Pizzeria dazu führte, dass ca. 350-400 Personen in Wurzen gegen Asylsuchende demonstrierten. „Wir haben als Dokumentationsplattform chronik.LE in den letzten anderthalb Jahren in Wurzen 16 Ereignisse dokumentiert. Die meisten davon haben einen rassistischen Hintergrund. Im Gegensatz zu Oberbürgermeister Jörg Röglin sind wir deshalb der Auffassung, dass Wurzen ein Problem mit Rassismus und Neonazismus hat.“ Der Oberbürgermeister von Wurzen hatte gegenüber dem MDR die Wahrnehmung der Opferberatung der RAA Sachsen zurückgewiesen, die von alltäglichen rassistischen Anfeindungen und Angriffen auf Geflüchtete berichtet hatte. Selbst der Sprecher der Polizeidirektion Leipzig, Uwe Voigt, bezeichnet Wurzen in diesem Beitrag als einen „Brennpunkt in Sachen Ausländerfeindlichkeit“ (MDR vom 14.06.2017).

„Glücklicherweise gibt es in Wurzen allerdings auch viele Menschen, welche sich in ihrer alltäglichen Arbeit für Geflüchtete und ein humanistisches Miteinander in Wurzen einsetzen. Diesen Menschen und den Betroffenen Geflüchteten wünschen wir weiterhin alles Gute“, so Hummel abschließend.

chronik.LE ist eine Dokumentationsplattform, welche neonazistische Aktivitäten und diskriminierende Ereignisse in der Stadt Leipzig sowie den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen auf der Website www.chronikle.org dokumentiert. Im Jahr 2016 sowie 2017 wird der Trägerverein durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig gefördert.

 

Dokumentierte Ereignisse Wurzen 2016/2017

06. Mai 2017: Unbekannte entfernen und zerstören damit erneut die Gedenktafel für die Opfer der Todesmärsche von 1945 am Stadtbad in Wurzen.https://www.chronikle.org/ereignis/gedenktafel-opfer-ns-todesm%C3%A4rsche-wurzen-zerst%C3%B6rt

15. Januar 2017: Mehrere Unbekannte Täter schlagen gegen Fenster und die Tür einer Wohnung in welcher Geflüchtete wohnen. Mit einem Verkehrsschild zerstören sie Scheiben der Wohnung und werfen im Anschluss einen Feuerwerkskörper auf das Bett eines Geflüchteten. Zwar gerät durch den Böller ein Kopfkissen in Brand, aber niemand wird verletzt.https://www.chronikle.org/ereignis/wurzen-angriff-wohnung-gefl%C3%BCchteten

14. Januar 2017: Zwei Personen treten und schlagen gegen Fenster und die Tür einer Wohnung in welcher Geflüchtete untergebracht sind. Dabei rufen sie u.a. "Warum seid ihr hier, wir haben keinen Platz für euch". In der darauf folgenden Nacht ist die Wohnung erneut Ziel eines Angriffs. https://www.chronikle.org/ereignis/wurzen-gefl%C3%BCchtete-wohnung-bedroht

30. September 2016: Die Scheiben einer Wohnung in welcher Geflüchtete untergebracht sind werden eingeworfen. https://www.chronikle.org/ereignis/scheiben-gefl%C3%BCchteten-wohnung-wurzen-eingeworfen

29. August 2016: Nach einer Auseinandersetzung in einer Pizzeria wenige Tage zuvor treffen sich ca. 350-400 Personen auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz um gegen Asylsuchende zu protestieren. Darunter befinden sich laut LVZ 50-70 Personen "aus dem rechten Spektrum". https://www.chronikle.org/ereignis/rassistische-demonstration-wurzen-0

27. August 2016: Mehrere Fensterscheiben des Kultur- und Bürger_innenzentrums D5 werden durch Unbekannte zerstört. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 600 Euro. https://www.chronikle.org/ereignis/scheiben-d5-eingeworfen

26. August 2016: Mehrere Gäste einer Pizzeria greifen einen Asylsuchenden aus Marokko an. In der Öffentlichkeit wird der Vorfall zu einem „Überfall durch Asylbewerber“ aufgebauscht, ohne jedoch genauere Hintergründe zu kennen. In sozialen Medien, wie Facebook, häufen sich gewalttätige Äußerungen und rassistische Anfeindungen. https://www.chronikle.org/ereignis/rassistischer-angriff-wurzen

25. Juli 2016: Die Jugendorganisation der NPD, die Jungen Nationaldemokraten (JN), hängen Banner am Zaun gegenüber der Polizeiaußenstelle in Wurzen auf. Die beiden Transparente tragen die Aufschrift "Offene Grenze töten!" sowie "Schützt das Volk! Nicht die Regierung!". https://www.chronikle.org/ereignis/transparentaktion-jn-wurzen

23. Juli 2016: In einem Wurzener Supermarkt fordert eine Kundin mit Blick auf eine andere Kundin mit Kopftuch, welche gerade den Laden betreten hat, dazu auf eine Bombe einzusetzen, denn "da triffste immer die richtigen". Die Kassiererin stimmte dem mit einem Kopfnicken zu. https://www.chronikle.org/ereignis/rassistische-hetze-wurzener-supermarkt

21. Juli 2016: Unbekannte werfen Steine auf einen Geflüchteten. https://www.chronikle.org/ereignis/rassistisch-motivierter-angriff-gefl%C3%BCchteten

03. Juli 2016: Unbekannte zerstören die Fensterscheiben eines Wohnhauses, in dem mehrere geflüchtete Familien wohnen. Zusätzlich äußerten sie rassistische Beleidigungen. https://www.chronikle.org/ereignis/sachbesch%C3%A4digung-wohnung-gefl%C3%BCchteten

02. Juli 2016: Ein Geflüchteter wird aus einem vorbeifahrenden Auto mit Gesten und Worten rassistisch beleidigt. https://www.chronikle.org/ereignis/rassistische-beleidigung-gegen-gefl%C3%BCchteten-wurzen

03. Mai 2016: Ein Asylsuchender wird an einer Haltestelle erst rassistisch beleidigt und anschließend gewürgt und getreten. https://www.chronikle.org/ereignis/rassistischer-angriff-haltestelle-wurzen

01. Mai 2016: Nach einer Demonstration in Grimma nehmen rund 100 Personen in Wurzen an einer Demonstration der JN teil. https://www.chronikle.org/ereignis/npd-demonstriert-wurzen

26. Februar 2016: Etwa 100 Personen demonstrieren durch die Wurzener Innenstadt. Dazu aufgerufen wurde auf der Facebookseite "Wurzen wehrt sich gegen Asylmissbrauch", welche kontinuierlich gegen Asylsuchende hetzte. https://www.chronikle.org/ereignis/rechte-demonstration-100-teilnehmenden-wurzen

29. Januar 2016: In einem Online-Kommentar bezeichnet ein Wurzener Asylsuchende als "Viehzeug" und "Viecher", welche "schön kostenlos Taxi fahren können" und "unsere Frauen vergewaltigen" würden. Für diese Äußerungen verurteilte ihn das Amtsgericht Grimma zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen. https://www.chronikle.org/ereignis/wurzener-hetzt-facebook-gegen-asylsuchende

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Ankommen, um zu bleiben - Aufmerksam machen - Diskussion anbieten - Vorurteile abbauen!

PM | 01.06.2017

"Stark machen für Demokratie und gegen Rassismus und Vorurteile" ist das Motto von verschiedenen Aktionen, die bis in den Herbst unter der Schirrherschaft des Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) umgesetzt werden.

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Gemeinsam mit Wurzenern Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Fluchterfahrung wird derzeit an großformatigen Plakaten gearbeitet, die verschiedene Aspekte von Alltagsrassismus und Vorurteilen thematisieren und die im September im gesamten Stadtgebiet öffentlich ausgehängt werden sollen. „Wir wollen die Einwohnerinnen und Einwohner damit zum Gespräch einladen und jene zu Wort kommen lassen, die oft nicht gehört werden oder eher schweigen“, sagt Siri Pahnke, derzeitige Geschäftsführung des NDKs. Sie ergänzt: "Eine begleitende Ausstellung zum Thema „Gesichter unserer Stadt: Ankommen, um zu bleiben“ wird weitere Einblicke in die vielfältigen Möglichkeiten des Zusammenlebens in der Stadt und im Landkreis geben."

Das NDK lädt alle Menschen, die in und um Wurzen leben dazu ein, mitzugestalten, mitzudiskutieren und teilzuhaben. Der Kulturbahnhof Markkleeberg und das Schweizerhaus Püchau unterstützen die Aktionen mit ihrem kreativen Know How.

Erste Erzählwerkstätten und kreativ Workshops fanden bereits mit jungen Geflüchteten und Ehrenamtlichen statt. (Foto können angefordert werden)

Die Aktionen werden unterstützt von den Do:Stiftungen, der Robert Bosch Stiftung, der Aktion Mensch, der Heidehof Stiftung, dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und der Richtlinie „Integrative Maßnahmen“ des Landes Sachsen.

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Vielfalt verbindet - 7. Auflage der Interkulturelle Woche(n) im Landkreis Leipzig in Planung

PM | 31.05.2017

Vereine, freie Träger, Initiativen, Willkommensbündnisse, Unternehmen und Institutionen, können sich an dem Gemeinschaftsprojekt „Interkulturellen Wochen“ (IKW) im Landkreis Leipzig beteiligen. Durch Workshops, Begegnung, Austausch, Musik, Tanz, Film, Sport, kulinarische Angebote und andere Tagesveranstaltungen soll das Interesse bei den Kindern sowie Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises für andere Kulturen geweckt werden. Koordiniert wird die IKW vom Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.

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Zur Vorbereitung der landkreisweiten Veranstaltungsreihe findet am Mittwoch, den 14. Juni 2017 ab 9.30 Uhr ein Vorbereitungstreffen in Grimma Prophetenberg 7 statt, zu dem potentielle Projektinitiatoren zur Diskussion und Vernetzung recht herzlich eingeladen sind. Um eine kurze Anmeldung per Mail zur organisatorischen Planung wird gebeten. Kontakt: Herr Kriz ronny.kriz@bsw-muldental.de Tel. 034381-5560.

Bis zum 15. Juli läuft die Antragsfrist für die Einreichung der Interessenbekundungen zur IKW. Das einseitige Antragsformular zur Aufnahme der Angebote in den landkreisweiten Flyer und für finanzielle Zuschüsse finden Sie unter folgenden Link:
http://www.demokratie-lebenlkl. de/download.html

Die Interkulturelle Woche wird gefördert durch die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig. www.demokratie-leben-lkl.de

R. Kriz BSW Muldental e.V. – Projektkoordinator

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Projektangebot für LehrerInnen und MultiplikatorInnen: Hintergründe, Auswirkungen und Folgen von Flucht und Migration mit dem Medium missioTruck

Millionen Menschen fliehen weltweit vor Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Krieg, Trockenheit, Katastrophen, Perspektivlosigkeit und Hunger. Dennoch ist das Schicksal der Mehrheit von Flüchtlingen weit entfernt vom Alltag der meisten Jugendlichen in Deutschland. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen im Ostkongo werden die Schülerinnen und Schüler durch die multimediale Ausstellung im missio-Truck für die Ausnahmesituation Flucht sensibilisiert.

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Durch neue Kenntnisse und Erkenntnisse bekommt insbesondere der "Alltagsgegenstand" Handy und/oder Smartphone eine ganz besondere und damit neue Gewichtung. Dabei spielen die Wechselwirkungen der Leben der Menschen zueinander, resultierend aus Gewinnung der Rohstoffe, Produktion, Verkauf, Kauf, Nutzung und Entsorgung, eine übergeordnete Rolle. Die Schüler_innen können sowohl faktisch als auch emotional einen Zugang zwischen ihrer und der Lebenswelt der Flüchtlinge herstellen.

Darüber hinaus werden in der Ausstellung beispielhaft Handlungsmöglichkeiten kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen dargestellt, wobei die Lebensleistung von Flüchtlingen, auch in widrigen Lebensumständen Würde zu bewahren, zu lernen und die eigene Entwicklung in die Hand zu nehmen, im Mittelpunkt steht. Weiterhin wird die Situation von Flüchtlingen in Deutschland thematisiert sowie Handlungsmöglichkeiten für SchülerInnen und andere BesucherInnen.

Zeitraum
02. bis 06. November 2017 in Grimma (und Umgebung)
07. bis 10. November 2017 in Markkleeberg (und Umgebung)

Zielgruppe
Schüler_innen ab Klasse 8, Jugend- und Erwachsenengruppen. Gruppengröße: bis 32 Personen pro Klasse und Einheit. Dauer: 90 min.

Ablauf/ Methoden/ Medien Zur Arbeit mit dem Truck wird eine Schulklasse in zwei Gruppen geteilt. Die erste Gruppe durchläuft den Truck in Zweiergruppen. Die wartenden Schüler_innen erhalten eine einführende Aufgabe, die außerhalb des Trucks erledigt wird. Die zweite Gruppe arbeitet mit der pädagogischen Begleitung etwa 45 min. lang (im Klassenzimmer) zum Themenkomplex Flucht mit einer Schwerpunktsetzung. Im Anschluss werden die Gruppen getauscht.
Im Truck bilden sechs thematisch gestaltete Räume, eingebaut in einen LKW, die interaktive Ausstellung „Menschen auf der Flucht“. Acht beispielhafte Biographien stehen für das Schicksal von Flüchtlingen und Vertriebenen im Ostkongo. Die Ausstellung beginnt mit einem Computerspiel, in dem die Schüler_innen die Fluchtgeschichte eines Flüchtlings an Spiel- und Hörstationen nacherleben. Anschließend wird die Ausstellung durch Objekte, Texttafeln und Mitmachangebote ergänzt.

Bezüge zum Unterricht Vor oder nach dem Ausstellungsbesuch regen wir an, durch anschlussfähige Themen aus den schulischen Rahmenplänen die Inhalte zu vertiefen. Anschlussthemen sind beispielsweise:
-Flucht und Migration in Ostafrika 
-Ressourcenkonflikte als Fluchtursache: Mein Handy und der Kongo 
-Empowerment und Kommunikation in Grenzerfahrungen 
-Grundbedürfnisse, Menschenrechte, Flüchtlingsschutz
Fächerübergreifender Unterricht und Projekttage eignen sich dazu besonders gut. Hierzu empfehlen wir, mit Vereinen wie dem Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. und Organisationen der Flüchtlingsarbeit zu kooperieren.

Informationen zur Buchung und zu den Kosten erhalten Sie unter heidi.bischof@ndkwurzen. de oder telefonisch unter 03425/852710 sowie direkt auf der beiliegenden Buchungsanfrage (Download Buchungsanfrage).

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Strafraum Sachsen 2.0 - Wie gesellschaftliche Konflikte in den Fußball drängen

PM LVZ | 28.04.2017

Die schönste Nebensache der Welt soll Fußball sein. Bei aller Rivalität zwischen Clubs tragen manche Anhänger aber offenbar soviel Ego ins Spiel, dass es immer wieder zu bösen Diskriminierungen kommt. Der Kreissportbund will jetzt mit der Ausstellung „Strafraum Sachsen 2.0“ dagegensteuern.

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Markkleeberg. Die schönste Nebensache der Welt soll Fußball sein. Bei aller Rivalität zwischen Clubs tragen manche Anhänger aber offenbar soviel Ego ins Spiel, dass es immer wieder zu bösen Diskriminierungen kommt. Der Kreissportbund will jetzt mit der Ausstellung „Strafraum Sachsen 2.0“ dagegensteuern.

Für die Jugendteams der Kickers Markkleeberg gehört diese Woche der Ausstellungsbesuch fast schon zum Trainingsprogramm. So auch für die E-Jugend, die sich am Mittwochabend im Foyer des Clubheims im Sportpark Camillo Ugi in der Städtelner Straße die Tafeln ansah, die vorher unter anderem schon beim Bornaer SV und beim FC Grimma ausgestellt waren. Stephan Uhder, pensionierter Kameramann mit -zig „geschwenkten“ Fußballspielen auf dem Rücken, erklärte den jungen Kickern geduldig die Ausstellung. Bis zum Wochenende sei „Strafraum Sachsen 2.0“ täglich von 17 bis 20 Uhr geöffnet, so Uhder, der für den Kreissportbund die Ausstellung betreut. „Und am Sonntag nach dem Heimspiel wird wieder abgebaut“, erzählt er. Wegen des Spieles sei extra schon ab 14 Uhr geöffnet.

Die Schau wirbt um Weltoffenheit und Toleranz im Fußball. Dass dem oft nicht so ist, beweisen mittlerweile unzählige unschöne Momente am Rande der Partien: Da gibt es offenen Sexismus gegen Schiedsrichterinnen, Anfeindungen gegen Schwule mit dem zweithäufigsten Schimpfwort auf Amateurplätzen „Schwuchtel“, offenen Rassismus, obwohl immer mehr Spieler ausländischer Kulturkreise in allen Ligen kicken und so manches Team undenkbar wäre ohne sie, Antisemitismus sowie Neonazismus und Rechtspopulismus.

Dass gerade von vermeintlichen „Traditionsclubs“ hier und da auch offen gegen die gerade erst in die 1. Bundesliga aufgestiegenen Rasenballer Leipzig und vor allem ihren Geldgeber Mateschitz opponiert wird, ist zudem immer wieder Thema in den Medien. Tatsächlich bedienten sich viele Kritiker aber teilweise diskriminierender Argumentationen und antimoderner Vorurteile, die „anschlussfähig sind an rechte und vor allem antisemitische Weltbilder“, heißt es in der Ausstellung. Gerade dort würden „Tradition“, „Ehre“ und „Authenzität“ als Kampfbegriffe gelten gegen die Entfremdungen der Moderne, die mit RB personifiziert und dämonisiert seien. Entsprechend vielschichtig seien die Anfeindungen gegen RB, die von Sexismus über Antisemitismus bis zu Tiervergleichen und Vernichtungsfantasien reichten.

Die Ausstellung arbeitet die Themen anhand von konkreten Beispielen auf, geht aber auch weiter. In einem zweiten Teil führt sie Beispiele an, wie es auch gehen kann: Etwa die Faninitiative „1953international“ der SG Dynamo Dresden, die sich klar gegen Rassismus absetzt. Oder den Verein „Leipzig United F.C.“, der 2013 in einer Leipziger Flüchtlingsunterkunft gegründet wurde. „Discover Football“ versteht sich dagegen als Netzwerk für Fußball und Frauenrechte. Die Schau kennt noch mehr gute Beispiele.

„Strafraum Sachsen 2.0“ versteht sich als aktualisierte Neuauflage der ersten Ausstellung der „Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball“ (IVF). Das Projekt war 2009 gegründet worden, hat seinen Sitz beim Verein „Roter Stern Leipzig“.

Viele gesellschaftliche Konflikte würden in den Fußball hineingetragen, meint Uhder. Er hofft in der nächsten Tagen auf viele Besucher, die mehr darüber wissen wollen. „Ich werde da sein, auf Wunsch auch die Ausstellung erklären“, sagt er.

Von Jörg ter Vehn

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Akademie für Lokale Demokratie veranstaltet mit Gymnasiasten ein Planspiel im Grimmaer Rathaus

LVZ Nathalie Helene Rippich | 05.04.2017

Grimma. Zwei neunte Klassen, je eine vom Gymnasium St. Augustin in Grimma und des Freien Gymnasiums Naunhof, haben an dem Projekt „Planspiel Jugendkreistag – Jugendbeteiligung als Antwort auf den demografischen Wandel“ teilgenommen (LVZ berichtete). Für die 45 Jungen und Mädchen wurde am Dienstag mit der ersten Jugendkreistagssitzung im Landkreis Leipzig unter dem Vorsitz von Kreisrat Sebastian Bothe (SPD) der Höhepunkt erreicht. Auf der Tagesordnung standen die Beschlussfassungen zu vier Projekten, die die einzelnen Gruppen – standesgemäß als Fraktionen bezeichnet – auf den Weg bringen wollten.

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Den Anfang machte das Team Jugendhilfeplanung. Es hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Website zu erstellen, die alle relevanten Informationen für Jugendliche in Sachsen bündelt. „Es soll zum Beispiel Infos zu Ferienjobs geben. Die Firmen werden direkt verlinkt“, erläuterte eine Nachwuchskreisrätin. Außerdem würden auch gemeinnützige Projekte vorgestellt und Links zu Beratungsstellen angeboten. Es gäbe genug solcher Angebote und mit etwas Recherche würde diese jeder finden, Kosten und Nutzen stünden in keinem Verhältnis, so die anderen Faktionen. Der Beschluss wurde abgelehnt.

Für etwas mehr Diskussionsbedarf sorgte der Vorschlag der Fraktion Kultur, die ein Café eröffnen möchte, das von Jugendlichen betrieben wird. „Kultur ist vielseitig, deshalb wollen wir einiges bündeln“, so die Sprecherin. Der Gruppe schwebe eine Manga-Treff vor, außerdem Themenwochen, Konzerte und ein Forum für Filmkunst. Das Konzept ist sehr detailliert. Dennoch gibt es Kritik von den Fraktionen. Mit der Oase in Naunhof habe man eine Begegnungsstätte für Jugendliche, man solle lieber an diesem Konzept arbeiten, als in etwas Neues zu investieren. Am Ende wird auch diese geänderte Beschlussvorlage abgelehnt. Die Fraktion Naturschutz hat mit ihrer Beschlussvorlage zu regelmäßigen Umwelttagen mehr Erfolg. Nach ganzen sechs Änderungsanträgen spricht sich eine große Mehrheit für drei Aktionstage pro Jahr aus, an denen die Umwelt im gesamten Landkreis sowohl von Schülern als auch anderen Bewohnern gesäubert werden soll. Wichtig war den Schülern, dass diese Aktionen nicht in die Wintermonate fallen, da Schnee und Eis hinderlich sein könnten.

Ebenfalls beschlossen wurde der Antrag der Fraktion Teilhabe, die sich für gemeinsame Vereinsaktivitäten von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen einsetzen möchte. „Wir wollen beeinträchtigte Personen besser integrieren. Jeder kennt doch das Gefühl, allein gelassen zu werden. Und das ist kein schönes“, so die Sprecherin der Antragsteller.

Für die Schüler ist das Projekt damit beendet, es sei denn, sie wollen sich weiter für ihre Interessen einsetzen. „Dann bieten wir unsere Unterstützung an“, so Nina Kaiser von der Akademie für Lokale Demokratie. Denn Ziel sei es, die Ideen der jungen Menschen auch in der realen Politik zu thematisieren. Auch wenn bis dahin noch einige Zeit vergehen kann, ist die Projektmanagerin zufrieden mit dem Planspiel. „Die Schüler haben gut mitgemacht und sich aktiv eingebracht“, lobt sie.

 

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Projektabschlussbericht 2016 "Sichtbarmachung rechter Gewalt im Landkreis Leipzig"

PM Engagierte Wissenschaft e.V. | 31.03.2017

chronik.LE dokumentiert seit 2008 neonazistische Aktivitäten und diskriminierende Ereignisse in Leipzig, im Landkreis Leipzig und im Landkreis Nordsachsen. Von September - Dezember 2016 wurde mit finanzieller Unterstützung der lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig ein Projekt mit dem Titel "Sichtbarmachung rechter Gewalt im Landkreis Leipzig" umgesetzt. Zu diesem liegt nun der Abschlussbericht vor. Neben einer statistischen Auswertung und exemplarischen Ereignismeldungen aus unserer Dokumentation finden sich darin drei Hintergrundartikel zu Rassismus, Facebook-Hetze und Rechtsterrorismus im Landkreis Leipzig.

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Insgesamt konnten 86 Ereignisse für das gesamte Jahr 2016 dokumentiert werden. Die Ereignisse decken eine große Spannbreite ab: von Hakenkreuzschmierereien über rassistische Demonstrationen bis hin zu Angriffen auf Geflüchtete. Schwerpunktregionen sind Wurzen und Borna mit 20 bzw. 16 Vorfällen. Schwerpunkttatmotiv ist Rassismus.
Der gesamte Bericht steht als PDF unter https://www.chronikle.org/inhalt/projektabschlussbericht-2016-landkreis-leipzig zum Download zur verfügbar. Gedruckte Exemplare können per mail (chronik.LE@engagiertewissenschaft.de) bestellt werden.

chronik.LE
Dokumentation und Analyse faschistischer, rassistischer und diskriminierender Aktivitäten in und um Leipzig

Web: www.chronikLE.org
Mail: chronik.LE@engagiertewissenschaft.de

Engagierte Wissenschaft e.V.
c/o chronik.LE
Ecksteinstraße 29
04277 Leipzig

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Weiterbildungsangebot des NDK 2017

Das NDK bietet für das Jahr 2017 eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen an, die sich u.a. an Aktive im Projekt- und Demokratiearbeitsbereich richten, aber auch an andere politisch Interessierte.

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Die Themenvielfalt des Angebotes ist dabei sehr vielfältig und reicht von Themen des Globalen Lernens, über Basics der Projektorganisation und des Umgangs mit neonazistischen Tendenzen, bis hin zu Empowermenttrainings für Geflüchtete und jugendspezifische Workshops.

Die Veranstaltungen finden u.a. in Kooperation mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Forum für kritische Rechtsextremismusforschung statt. Finanziell gefördert wird die Angebotsreihe auch durch das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz".

Im Faltblatt (siehe Download) finden Sie / findet ihr selbstverständlich auch Hinweise zur Anmeldung und Kontaktaufnahme zu uns. Zu beachten ist, dass nicht alle Angebote in Wurzen stattfinden.

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Das Referat für Migration und Integration informiert:

Internationale Wochen gegen Rassismus werben für Respekt und Toleranz

PM Referat für Migration und Integration | 02.03.2017

Rund 60 Veranstaltungen gehören zum Programm der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 13. bis zum 26. März, die dieses Jahr zum 14. Mal in Leipzig ausgerichtet werden. Anbieter sind 40 Vereine und Initiativen, kulturelle Einrichtungen, Soziokulturelle Zentren und andere Organisationen. Das Programm unfasst Vorträge, Workshops, Podiumsgespräche, Filme, Feste und Ausstellungen. Sie setzen sich mit Vorurteilen und Klischees, mit Fremdsein und Heimischwerden auseinander. Thematisiert werden außerdem die Erfahrung von Rassismus in verschiedenen Lebensbereichen, rechte Gewalt, die Situation von geflüchteten Menschen sowie Fragen zu Asyl und Integration. Das Programm hält außerdem Möglichkeiten der Begegnung mit geflüchteten Menschen und kulturelle Veranstaltungen von und mit Migranten und Migrantinnen bereit.

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„Die zahlreichen Veranstalter bieten eine breite Palette von Möglichkeiten an, dem Thema Rassismus zu begegnen“, betont Stojan Gugutschkow, der Leiter des Referates für Migration und Integration, das die Internationalen Wochen gegen Rassismus in Leipzig koordiniert. „Dazu gehören Teilaspekte wie Rassismus im Bildungssystem oder im Gerichtssaal ebenso wie seine Überwindung, beispielsweise durch Kolonialismuskritik oder durch die Kunst. Die Leipzigerinnen und Leipziger sind herzlich eingeladen, während der Aktionswochen die zahlreichen Angebote für Information, Gespräche und Begegnungen zu nutzen.“


Aus dem Programm
Der Verein Forum B :: Prozesse in Begleitung e. V. bietet ganztägige Workshops an, bei denen Teilnehmer praxisnah erlernen können, wie Ausgrenzung verhindert werden kann. Die Kinobar Prager Frühling zeigt am 14. und 15. März den Film „Wien vor der Nacht“, der die Lebendigkeit der dortigen großen jüdischen Gemeinde bis zum so genannten Anschluss Österreichs an Nazideutschland zeigt. Die Freiwilligen-Agentur Leipzig bietet in Kooperation mit dem Mühlstraße 14 e. V. Workshops für Initiativen an, die interkulturelle Projekte starten wollen. Der Weltoffen e. V. lädt für den 18. März ein junges Publikum ab 5 Jahren zu einer Lesung von Geschichten über Kinder dieser Welt ein, auch über Kinder, die ihre Heimat verlassen haben oder verlassen mussten.
Auf Einladung des Referats für Migration und Integration wird am 21. März Ali Can im Zeitgeschichtlichen Forum über die Erfahrungen mit der von ihm gegründeten „Hotline für besorgte Bürger“ berichten. Schulklassen sind zu verschiedenen Filmveranstaltungen und Gesprächen beim Landesfilmdienst Sachsen eingeladen, zum Beispiel am 22. März zum Workshop „Neonazismus und Jugendkulturen“. Ebenfalls am 22. März gibt es in der RosaLinde eine Lesung von Texten lesbischer, schwuler, trans- und intersexueller Geflüchteter in Sachsen.
Schüler unterschiedlicher Herkunft von Schulen im Leipziger Norden treffen sich am 23. März in der 20. Oberschule zu einem Interkulturellen Fußballturnier „Cup Nordostvorstadt“. Der Migrantenbeirat der Stadt Leipzig lädt für den 24. März zu Vortrag und Diskussion zum Thema „Integration in der postmigrantischen Gesellschaft“ mit Naika Foroutan, Professorin für "Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik" an der Berliner Humboldt-Universität, in die Galerie für Zeitgenössische Kunst ein.
Ebenfalls im Angebot sind z. B.  Führungen durch die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek sowie vier Ausstellungen zu den Themen „Etikette und Vorurteile“, „Kinder weltweit auf der Flucht“ und „Flüchten und Ankommen in Deutschland“.
Informationen zu allen Veranstaltungen sind im Programmheft der Internationalen Wochen gegen Rassismus zu finden, das im Neuen Rathaus, in Bürgerämtern, Bibliotheken und an vielen weiteren Stellen ausliegt. Im Internet steht es auf der Seite www.leipzig.de/antirassismus.

Kontakt:
Stojan Gugutschkow, Leiter des Referates für Migration und Integration, Tel. 0341 123-2690, E-Mail: stojan.gugutschkow@leipzig.de
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Aktualisierung der Formulare

27.02.2017

Nutzen Sie für Ihre Projektanträge für die 3. Antragsphase jeweils die aktuellen Formulare unter Downloads.


Flüchtlinge und Helfer werden im Kreis Leipzig immer öfter zur Zielscheibe von Rassisten

LVZ Nathalie Helene Rippich | 10. Februar 2017

Borna. Vier junge Flüchtlinge wohnen in einer Wohngemeinschaft in Wurzen. In der Nacht vom 14. auf den 15. Januar knallt es plötzlich. Gegen drei Uhr morgens wird von Unbekannten mit einem Verkehrsschild ein Fenster der Erdgeschosswohnung zerstört. Ein Böller fliegt in das Zimmer und steckt ein Bett in Brand. Das ist einer der jüngsten Angriffe auf Asylsuchende in der Region. Aber längst nicht der einzige.


Diskussion im Stadtkulturhaus Borna: Matthias Burdukat, Kerstin Köditz, Markus Bergforth, Michael Kraske (Moderation), Lena Nowak und Markus Schott.
Quelle: Jens Paul Taubert

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„Allein im vergangenen Jahr gab es 44 gewalttätige Übergriffe mit rassistischer Motivation“, sagt Lena Nowak von der RAA Sachsen, die sich mit der Beratung der Opfer befasst. Am frühen Dienstagnachmittag steht sie gemeinsam mit anderen Engagierten, die sich zur landesweiten Initiative Runder Tisch Migration zusammengefunden haben, bei eisiger Kälte am Rande des Bornaer Marktes. Die Initiative hat zu einer zweiteiligen Veranstaltungsreihe zum Thema Alltag und Rassismus im Landkreis Leipzig geladen.

Eine Ausstellung mit anschließender Kundgebung ist der Anfang. In der Innenstadt stehen dazu Aufsteller, die schlichte Plakate fassen. Darauf werden nüchtern diverse rassistisch motivierte Übergriffe geschildert. „Die Fallzahl hat zugenommen und wir hatten das Gefühl, dass das im Landkreis nicht wirklich sichtbar ist“, so Nowak. Es gehe zum einen darum, darauf aufmerksam zu machen. Aber man wolle auch für die Situation sensibilisieren, in der die Opfer sich befinden. „Sie stehen am Rand der Gesellschaft, sind arm und haben kein Netzwerk. Und dazu kommt diese Angst“, erläutert Nowak. Sie wünscht sich Schutzräume für die Betroffenen. „Die Opfer wollen raus aus dieser Umgebung. Aber oft heißt es aus dem Amt, dass sie dort bleiben müssen“, kritisiert sie im Laufe der Kundgebung, der rund 30 Zuhörer beiwohnen.

Petra Köpping (SPD), Staatsministerin für Integration, ist nach der Installation eines kontrovers diskutierten Kunstwerks in Dresden nach Borna gekommen, um sich ebenfalls an der Kundgebung zu beteiligen. Sie dankt den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Unterstützern für ihren unermüdlichen Einsatz und betont, dass auch diese längst zur Zielscheibe geworden sind, wie etwa der Anschlag gegen das Büro des Bornaer Vereins Bon Courage zeigte.

Bei der Podiumsdiskussion zum Umgang mit dem Rassismus am Mittwochabend steht die Politik des Freistaates am Pranger. Besonders mit Blick auf die Qualität der sächsischen Polizei. Einigkeit herrscht bei den Referenten – darunter Kerstin Köditz, Linken-Landtagsabgeordnete, und Markus Bergforth, Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Leipzig – darüber, dass es so nicht weitergehen kann. „Die Polizisten sind demotiviert, haben kein Herzblut mehr“, so Köditz. Das falle ihr insbesondere bei den Anhörungen zum NSU immer wieder auf. „Da ist kein Interesse, keine Empathie“, bedauert sie.

Neben den Problemen mit der Polizei, die immer wieder auch unter Verdacht gerät, rechts durchsetzt zu sein, kritisiert insbesondere Tobias Burdukat (Freie Wähler), Kreisrat und Sozialarbeiter, die Arbeitsbedingungen und Ausbildung in seinem Fach. „Es gibt viel zu wenig Sozialarbeiter, die viel zu viel arbeiten. Bezahlt werden vielleicht 25 Stunden pro Woche, gearbeitet werden soll doppelt so viel“, prangert er an. Der beste Weg, um Rassismus zu begegnen – da sind sich alle einig – ist Aufklärung. Aber dafür fehlen die Ressourcen. „Eine solche Diskussion kann die Probleme leider nicht lösen, aber sie kann eine Schlagrichtung vorgeben“, schließt Moderator Michael Kraske ab. Viel wurde an dem Abend diskutiert, die Referenten waren sich meist einig.

Ganz zum Schluss wird hautnah deutlich, was Rassismus im Alltag für die Betroffenen bedeutet. Ein kleines Mädchen nimmt all ihren Mut zusammen und erzählt den rund 40 Zuhörern von den Anfeindungen, denen sie in der Schule regelmäßig ausgesetzt ist. „Ich finde das blöd, dass ich immer als Ausländerin bezeichnet werde und geärgert werde, weil ich eine andere Hautfarbe habe.“ Betroffenheit bei den Referenten und Gästen. Sprachlosigkeit beim Moderator, der dem Mädchen nur wünschen kann, dass sie ihren Mut behält und sich die Zeiten ändern.

http://debattiersalon.de/deutschland-tagebuch-du-auslander (Michael Kraske)

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Trauer um Dr. Thomas Voigt

 PM | 06.01.2017

Mit großer Anteilnahme schließt sich der Begleitausschuss der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie“ den Trauerbekundungen zum Tod von Dr. Thomas Voigt, dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Leipzig und stellvertretendem Mitglied in unserem Gremium, an.

Er war uns ein wertvoller Begleiter, Ideengeber  und geschätzter Berater zu gesellschaftlichen und sozialen Themen  im Landkreis und darüber hinaus.

 


Demokratieförderung! Kapitalanlage in die Zukunft der Gesellschaft

PM R.Kriz | 19.12.2016

Projektanträge können ab sofort für 2017 eingereicht werden

Mit der letzten Zusammenkunft des Begleitausschusses zur Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) am 29. November zogen die Mitwirkenden ein Resümee über die im Jahr 2016 geleistete Arbeit. So konnten 26 Großprojekte zur Förderung von Demokratie, Toleranz und Vielfalt im Landkreis von 11 Trägern umgesetzt werden. Durch den Kleinprojektefonds wurden über 30 Vorhaben und Tagesveranstaltungen mit bis zu 500,00 € unterstützt. Neu im Jahr 2016 war der Aufbau eines sogenannten „Jugendforums“ auf Landkreisebene. Die Mitwirkenden Jugendlichen konnten erstmals selbst über die Vergabe von Fördermitteln mitentscheiden. Dafür haben Sie unter Anleitung des Kinder- und Jugendrings einen Förderleitfaden entwickelt.

 

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Thematische Schwerpunkte der Großprojekte der LPD in diesem Jahr waren: Förderung von Beteiligung; gesellschaftliche Fragen- und Problemstellungen; Historisches Lernen; Qualifizierung; Vernetzung und der interkultureller Dialog.

Dem erweiterten Vernetzungs- und Austauschgedanken im Rahmen der LPD soll auch 2017 Rechnung getragen werden. Eine Kampagne zu 10 Jahren Demokratiearbeit im Landkreis soll den öffentlichen Diskurs erneut anregen und aktuelle gesellschaftliche Themenfelder beleuchten.  So sprach sich der mehrheitlich zivilgesellschaftlich besetzte Begleitausschuss dafür aus, im kommenden Jahr, Themen wie  „Wahlen und Mitbestimmung“, „Rechtspopulismus“, „Alltagsrassismus“ und „rassistische Angriffe im Landkreis“ stärker bei der Projektauswahl berücksichtigen zu wollen.  

Die Arbeit des landkreisweiten Jugendforums soll 2017 mit Blick auf die Kommunikationsformen in sozialen Netzwerken und im Internet weiter intensiviert und begleitet werden. Der „Jugendfonds“ soll im kommenden Jahr 8000 Euro beinhalten.

„Mitbestimmung und das Heranführen von jungen Menschen an demokratische Entscheidungsprozesse sind für die Entwicklung unseres Landkreises unerlässlich“ resümierte Jugendamtsleiterin Ines Lüpfert, die in Vertretung des Landrates den Projektträgern ihren Dank aussprach.

Damit Projekte und Angebote der LPD in den jeweiligen Sozialräumen und Gemeinden stärker wahrgenommen werden, sollen die Kommunalverwaltungen regelmäßiger direkt informiert werden.

Für das folgende Förderjahr könnten der Lokalen Partnerschaft durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!, das Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen – für Demokratie und Toleranz“  und durch den Landkreis Leipzig bis zu 250.000 Euro zur Verfügung stehen.

Die erste Antragsfrist endet am 10. Januar 2017 beim Jugendamt Fachbereich Demokratieförderung. Eine kostenlose Beratung zur Antragstellung bietet die Servicestelle Fachberatung beim Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. in Wurzen an.

Weitere Termine, Antragsformulare, Förderleitfaden, Informationen zu umgesetzten Projekten und Kontaktdaten sind im Internet unter www.demokratie-leben-lkl.de veröffentlicht.

Der Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig dankt allen Aktiven und Partnern im Landkreis , die sich an der Umsetzung der Programmziele beteiligen für Ihr Engagement und wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein friedvolles Weihnachtsfest und ein ideenreichen Start ins Neue Jahr 2017.

R. Kriz Servicestelle Öffentlichkeitsarbeit LPD / BSW Muldental e.V.

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Zwischenstand im Projekt „Sichtbarmachung Rechter Gewalt im Landkreis Leipzig“

PM Cronik LE | 02.12.2016

Im September ist das Projekt „Sichtbarmachung Rechter Gewalt im Landkreis Leipzig“ mit Unterstützung der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig“ gestartet. Der Projektträger chronik.LE, eine Dokumentationsplattform neonazistischer und diskriminierender Ereignissen in und um Leipzig, hat seitdem mehrere Treffen mit Engagierten in Grimma, Wurzen, Borna und Bad Lausick durchgeführt.

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Dazu Projektleiter Steven Hummel: „Die Treffen vor Ort und der Austausch waren für unser Projekt sehr hilfreich. Mittlerweile haben wir für das Jahr 2016 bereits 47 Vorfälle im Landkreis Leipzig gezählt. Die Bandbreite reicht dabei von Hakenkreuz-Schmierereien bis zu körperlichen Angriffen auf Geflüchtete.“

Besonders angespannt stellt sich die Situation in Wurzen und Borna dar. In beiden Städten ereigneten sich mehr als die Hälfte der Vorfälle. Aktuell berichtet auch die Opferberatung des RAA Sachsen e.V., einer Beratungsstelle für Betroffene rechtsmotivierter und rassistischer Gewalt, von massiven Anfeindungen gegenüber Geflüchteten in Wurzen und einer deutlichen Zunahme rassistisch motivierter Gewalttaten im Landkreis. Dazu kommen alltägliche Anfeindungen beim Einkaufen, spazierengehen und im Wohnumfeld.

In Wurzen existiert weiterhin eine Facebookseite auf welcher mit Falschmeldungen gegen Geflüchtete gehetzt wird. Regelmäßig wird von angeblichen Straftaten von Asylsuchenden berichtet. Dies führte im August 2016 dazu, dass sich nach einer Schlägerei in einer Pizzeria, welche als Überfall durch Asylsuchende dargestellt wurde, eine asylfeindliche und rassistische Kundgebung mit 350-400 Teilnehmenden zusammenfand, darunter bekannte Neonazis.

„Die Spannbreite und auch Anzahl der dokumentierten Ereignisse zeigt auf, dass Neonazismus und menschenverachtende Einstellungen auch im Landkreis Leipzig eine ernst zu nehmende Angelegenheit sind“, so Hummel. „Solche Vorfälle machen deutlich wie notwendig es gerade in diesen Zeiten ist sich für eine offene und demokratische Gesellschaft stark zu machen.“

alle Vorfälle finden sie unter: www.chronikle.org

Die Chronik im Landkreis Leipzig für 2016 im Überblick (Stand: 02.12.2016)
Vorfälle insgesamt: 47

aufgeschlüsselt nach Orten:

(Mehrfachnennungen möglich, z.B. bei Schmierereien am 30.07.2016, welche in Borna, Lobstädt und Neukieritzsch zu finden waren)

·         Borna: 14

·         Wurzen: 10

·         Markranstädt: 4

·         Naunhof: 4

·         Grimma: 4

·         Sonstige: 14

 

aufgeschlüsselt nach Tatmotiv:

(Mehrfachnennungen möglich, z.B. bei Angriff auf Büro von Bon Courage am 03.05.2016, welches sowohl als rassistisch motiviert als auch gegen politische Gegner_innen gerichtet gezählt wird)

·         Rassismus: 36

·         politische Gegner_innen: 9

·         NS-Verherrlichung: 5

·         Sonstige: 3

 

aufgeschlüsselt nach Art des Vorfalls:

·         Sachbeschädigung: 16

·         Demonstration/Kundgebung: 9

·         Graffiti/Schmierereien/Plakate: 8

·         Angriff: 7

·         Sonstige: 8



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Interessante Exkursionen geplant - Teilnahme möglich

PM fjm-lkl | 22.11.2016

Im Verlauf des LPD Projektes "Weiterbildungen zu Gedenkkultureller Jugendarbeit"  wurden folgende Exkursionen vereinbart. Interessenten können sich gern anschließen. Anmeldungen unter andreas.rauhut@fjm-lkleipzig.de

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Am Dienstag den 13.12. um 15.00 gibt es eine Führung auf dem jüdischen Friedhof in Leipzig, Berliner Str. 123

Am Mittwoch, den 21.12. haben wir um 15.00 Uhr eine kurze Führung durch die Gemeindesynagoge in der Keilstraße 6 Leipzig bis ca. 15.30 Uhr. Danach gehen wir bis ca. 16.30 Uhr in die angrenzende Carlebach-Stiftung (die säkulare Interessenvertretung der jüdischen Gemeinde in Leipzig) in der Löhrstraße 10. Die Geschäftsführerin Frau Dr. Plowinski wird uns dort erzählen, welche Ansprechpartner, Besichtigungsorte und Exkursionsmöglichkeiten für Lehrer/Multiplikatoren etc. es zum Thema jüdische Leben in Leipzig und dem Leipziger Land vor Ort gibt. Ebenfalls wird sie uns einen Einblick in die diesbezügliche Literatur und die Unterrichtsmaterialien der Stiftung zu dieser Thematik geben.

Männliche Besucher bitten wir um eine Kopfbedeckung.

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Vorträge zur Lebenssituation von Asylsuchenden und Geflüchteten im Landkreis Leipzig

Der Verein Bon Courage e.V. aus Borna erhält in diesem Jahr im Rahmen der veröffentlichten Broschüre „Von außen sieht es nicht so schlimm aus…aber das ist ein Trick“ eine Projektförderung vom Lokalen Aktionsplan für die Durchführung von Vorträgen zur Lebenssituation von Asylsuchenden und Geflüchteten im Landkreis Leipzig.

Mit solch einem Vortrag möchten wir im Landkreis Leipzig nun auf 'Tour gehen'.

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Gemeinsam mit Asylsuchenden aus dem Landkreis Leipzig haben wir in den vergangenen Monaten den Vortrag konzipiert. Während Vereinsmitglieder darin zunächst einen Überblick über den Ablauf des deutschen Asylverfahrens sowie allgemeine Informationen zur rechtlichen Stellung von Geflüchteten in Deutschland geben, sprechen Asylsuchende im Weiteren über die Herausforderungen, mit denen sie sich täglich konfrontiert sehen. Hierbei heben sie besonders jene Probleme hervor, die durch die Unterbringung in Asylsuchenden-Sammellagern, der Versorgung mit Wertgutscheinen oder mangelnden Sprachkursangeboten entstehen.

Der Vortrag bietet die Möglichkeit, offene Fragen zum Thema ‚Asyl‘ anzusprechen, mit Asylsuchenden ins Gespräch zu kommen und gemeinsam über Verbesserungsmöglichkeiten zu diskutieren. Der Vortrag ist flexibel gestaltet, so dass spezielle Wünsche zu inhaltlichen Schwerpunkten berücksichtigt werden können. Projektansprechpartnerin ist Sandra Münch und sie steht nicht nur für weitere Fragen zur Verfügung, sondern wird in Absprache und gemeinsam mit Ihnen/euch den Vortrag organisieren.

Informationen zu den Konditionen:

·         Alle Honorar- und Reisekosten sowie Gebühren für die Raummiete können über das Projekt bzw. unseren Verein abgerechnet werden. Daher müssen keine zusätzlichen Kosten eingeplant werden.

·         Wir würden es begrüßen, wenn wir bei der Suche nach adäquaten Räumlichkeiten unterstützt werden.

·         Die Projektförderung endet vorläufig zum Jahresende und deshalb ist ein Termin im Oktober, November oder Dezember zu begrüßen (sollte dies nicht möglich sein, findet sich mit Sicherheit eine Möglichkeit).

·         Für den Vortrag sollten mindestens 1 ½ bis 2 Stunden eingeplant werden.

Haben Sie/Habt ihr Interesse? Dann laden Sie/ladet uns ein! Kontaktieren Sie/Kontaktiert uns über info@boncourage.de oder 0157/75176855. Weitere Informationen finden sich auch unter www.boncourage.de oder im Facebook. 

Über eine Einladung freuen sich,

Asylsuchende aus dem Landkreis Leipzig und

das Team von Bon Courage e.V.

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