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Einladung zur Online-Buchvorstellung "Ihr Kampf – Wie Europas extreme Rechte für den Umsturz trainiert"

Das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. lädt zu einem Online-Gespräch am 17. Dezember 2020, 19 Uhr mit dem Autor Robert Claus (Berlin) ein. Er stellt dabei sein im Oktober erschienenes Buch  vor und wird  in einem moderierten Gespräch auf Fragen eingehen. Weiter Informationen hier.


Zur Stärkung einer weltoffenen Zivilgesellschaft – Projektideen für 2021 gesucht

Grimma, 20.10.2020 | Landkreis Leipzig beantragt Fördermittel beim Bundesprogramm Demokratie leben! des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Land Sachsen in Höhe von 200.000 € und unterstützt damit Initiativen und Projektträger, die Demokratie vor Ort erfahrbar und erlebbar machen.

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Für die 23 Einzelprojektträger, die mehr als 40 Initiativen aus dem Aktions- und Projektfonds der Interkulturellen Woche sowie 4 Jugendprojekte war das Jahr 2020 eine Berg- und Talfahrt. Machen oder nicht machen, wo und was anders machen und wenn ja, wie? Bevor sich die Projektlaufzeit in diesem Jahr dem Ende neigt, gilt es ein großes Dankeschön an diejenigen auszusprechen, die sich jeden Tag für ein offenes Miteinander einsetzen. Im kulturellen oder Bildungsumfeld, spielerisch oder in der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen, die unsere Demokratie in Frage stellen. Diese steckt im Detail und bereits im Kindergartenalter erfahren die Jüngsten der Gesellschaft, was es heißt, mitzugestalten und – wo möglich – zu entscheiden.

„Vor allem Vereine und Initiativen aus den Gemeinden des Landkreises wollen wir dazu ermutigen, Projektanträge einzureichen. Ob Musik-, Sport- oder Jugendverein, alle können dazu beitragen eine lebendige demokratische Kultur in unserem Landkreis zu entwickeln“, so Ines Lüpfert, 2. Beigeordnete im Landratsamt. 

Projektideen für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander und gegen Radikalisierungen und Polarisierungen in der Gesellschaft können ab sofort eingereicht werden. Unter www.demokratie-leben-lkl.de stehen die neuen Anträge 2021 sowie der aktuelle Förderleitfaden zum Download bereit. Bei Fragen zu den Richtlinien steht unsere Servicestelle Fachberatung (servicestelle.fachberatung@ndk-wurzen.de) beratend zur Seite. Wenn das Projekt bereits im ersten Quartal 2021 starten soll, ist die erste Antragsfrist der 20. Dezember 2020. Projekte, die erst im Laufe des folgenden Jahres stattfinden, können auch zur 2. Frist (vorr. Ende Februar) eingereicht werden.

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Angeregte Diskussionen, viel Bürgerengagement und Interesse an der Stadtgestaltung

Markranstädt, 12.10.2020 | Trotz typischem Herbstwetter fanden sich am vergangenen Freitag im alten Park Markranstädt rund 100 Gäste ein, die dem Aufruf zum Bürgerdialog gefolgt waren. Auch die weit vernehmbare Eröffnung durch die Youth Brass Band des Gymnasiums Markranstädt hat dazu beigetragen, dass das Areal vor dem Mehrgenerationenhaus der Volkshochschule Landkreis Leipzig gut besucht und die Umstehenden von Bürgermeister Jens Spiske und der 2. Beigeordneten des Landkreises, Ines Lüpfert bestens begrüßt wurden.


Im Zentrum der Veranstaltung im Alten Park stand das Motto, wie die Teilnehmenden Markranstädt gemeinsam (noch) lebenswerter machen können. Stellvertretend für die zu diskutierenden Themen gab es drei Bäume – selbst gebaut von Helfern des Richtungswechsel e. V. und bestückt mit Bildern bspw. vom in die Jahre gekommenen Pappelwald und Orten der Jugend (damals und heute). Die Bäume ließen bereits erahnen, worum es in den dann folgenden Workshops gehen würde.

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So leitete Andreas Rauhut, Geschäftsführer des Kinder- und Jugendrings Landkreis Leipzig e. V. die Runde, in der es um „Orte der Jugend“ ging. Markranstädt hat ein großes Interesse daran jungen Menschen einen Ort zu geben, den sie selbst gestalten und ausfüllen können. Der geplante Generationendialog kam noch nicht zustande, da weder Jugendlichen noch Menschen älteren Semesters dabei waren. Dennoch hat sich zwischen den anwesenden Jugendarbeiter/-innen aus Schule und Jugendclub, einer Lehrerin, BM-Kandidatin Sitterich, Mitarbeiter/-Innen der Stadtverwaltung, Vertretern der Jungen Union und dem Stadtrat sowie der Vertreterin des Jugendforums des Landkreises Leipzig herauskristallisiert: Einerseits bleibt es nicht aus, dass alle Generationen im öffentlichen Raum mehr Verständnis füreinander entwickeln und zu einem gemeinsamen Miteinander finden müssen. Andererseits wünschen sich die Beteiligten bei der Suche nach Orten für die Jugend - die es neben den bereits vorhandenen Jugendclubs oder der Skaterhalle gegebenenfalls am Kulki oder auch im Pappelwald noch geben könnte - eine stärkere Beteiligung derer, bspw. bei einer moderierten Zukunftswerkstatt.

Der Grünstreifen am Kulkwitzer See wird bleiben! Diese Information beruhigte und motivierte die engagierten Diskutant/-innen des Bürgerdialogs, der sich der Weiterentwicklung des Pappelwaldes widmete. Wildblumen sowie -obst, Renaturierung, Baumpatenschaften oder/und ein Schulwald unter dem ganzheitlichen Betrachtungsansatz des Ökosystems Wald gemeinsam mit dem „Kulki“ sind diskussionswürdige Ansätze für die Workshop-Gruppe mit Heike Helbig und unter fachkundiger Beratung durch Oliver Hering von Sachsen Forst. Ein konkretes Ergebnis aus dem Ideenfindungsprozess ist, dass der Pappelwald ein Bestandteil bei der Fortführung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sein wird. Der Fortschreibungsprozess wurde durch das Planungsbüro ums Stadtstrategien im Rahmen der Veranstaltung an einem Schaubild verdeutlicht. Dafür wurden außerdem Postkarten verteilt, die auch nach Demokratie im Park zum Mitmachen anregen und Ideen aus der Bevölkerung aufnehmen können.

Den Auftakt des 3. Bürgerdialoges bildete das Mehrgenerationenhaus der VHS Landkreis Leipzig, das mithilfe von Corinna Graf von der Lokalen Akademie für Demokratie und unter der Leitung von Frank Hartmann (VHS Landkreis Leipzig) beleuchtet wurde. Die anfangs 27 Teilnehmenden formulierten ihre Wertschätzung für das „alte“ MGH und ihre Erwartungen/Wünsche und Hoffnungen für das neue Haus. Im 2. Teil des Workshops wurde das „Alte Ratsgut“, welches zum neuen MGH umgebaut wird, besichtigt. „Eigentlich hätte man die Bürgerwerkstatt bereits in der (Bau-)Planungsphase berufen sollen, um die Bedürfnisse der Nutzer/-Innen von Anfang an berücksichtigen zu können.“ Fasst eine Teilnehmerin zusammen. Beispielsweise ist der vorgesehene Sportraum zu klein, der Bedarf an Bewegung deutlich größer. Grundsätzlich ist der Beteiligungsansatz jedoch Programm und soll auch in weiteren Bürgerwerkstätten vertieft werden - ein Ort für Jung und Alt zum Mitbestimmen und -gestalten. Vielleicht ein weiterer Ort der Jugend für Markranstädt?

„Hauptziel der Veranstaltung war es, ein breites Interesse für die Beteiligung an der Stadtentwicklung zu wecken.", erklärt Heike Helbig zur Intension der Veranstaltung, "Das ist uns gelungen. Die erarbeiteten Ergebnisse der drei Workshops halten selbstverständlich Einzug in die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes." Wer sich weiter am INSEK beteiligen möchte, ist herzlich zur ersten Auftaktveranstaltung der Fortschreibung am 17. November 2020 von 18.00 bis 20.00 Uhr in das KuK - Kommunikations- und Kreativzentrum (Parkstraße 9) eingeladen.

Für Siri Pahnke, die die Veranstaltung seitens der Lokalen Partnerschaft für Demokratie federführend begleitet, ist klar: Der Beteiligungsansatz ist in Markranstädt auf fruchtbaren Boden gefallen, nicht zuletzt, weil die Kooperationspartner vor Ort ein besonderes Engagement bei der Aktivierung der Menschen an den Tag legen. Beteiligung ernst zu nehmen und so früh wie möglich in die Stadtentwicklung einfließen zu lassen, ist ein wichtiger Schritt, um eine Stadt noch lebenswerter zu machen!

Weiter Meldungen unter:

https://nachtschichten.eu/volksversammlung-auf-dem-thing-platz/


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Nicht Motzen | Mitreden in Markranstädt: Bürger gestalten die Zukunft ihrer Kommune

Grimma, 23.09.2019


Gemeinsam mit der Stadt Markranstädt, der Volkshochschule Leipziger Land und ihrem Mehrgenerationenhaus sowie weiteren Vereinen lädt die Lokale Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig am Freitag, dem 9. Oktober 2020 zur diesjährigen Demokratiekonferenz ein.

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Demokratie im Park' knüpft an die letztjährige Demokratiekonferenz der Lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig in Grimma an, bei der Kommunale Beteiligungspolitik und gelingende Bürgerbeteiligung im Fokus standen.

Bereits da meldete die Stadt Markranstädt Interesse an, die Demokratiekonferenz 2020 zu sich zu holen. Im Zuge der Fortschreibung des INSEK (Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes) soll Bürgerbeteiligung von Beginn an zu dessen Gelingen beitragen. 

Auch in diesem Jahr steht die Beteiligung im Vordergrund - diesmal jedoch ganz "alltagspraktisch" in der Umsetzung. Die Bedürfnisse einer Stadt sowie dortiger Akteure werden aufgegriffen und beteiligungsorientiert umgesetzt.

Ab 15 Uhr ist interessiertes Publikum aus dem Landkreis eingeladen, einen Blick auf die Herangehensweise der Kommune vor Ort zu werfen: Welche Themen die Bevölkerung beispielsweise mobilisieren sollen, wie Bürgerwerkstatt und Generationendialog ergebnisoffen geführt werden und dazu beitragen können, Bürger aktiv zu beteiligen. Dazu sind Menschen aus Markranstädt aufgerufen, Ideen und Meinungen zu 3 konkreten Themen einzubringen. Was soll mit dem in die Jahre gekommenen Pappelwald geschehen? Welches kann der Ort der Jugend im Jahr 2021 sein und wie soll das neue Mehrgenerationenhaus der VHS im Alten Ratsgut zukünftig genutzt werden? Eine persönliche Ansprache und Aufforderung zur Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen der Menschen über einen Fotowettbewerb soll zu einem Generationen- und Bürgerdialog führen, der es erlaubt, gemeinsam Lösungen für aktuelle Herausforderungen entstehen zu lassen.


Weitere Informationen finden Sie hier.

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Was ein Riesenkürbis, Laufworkshop, Gebete und Theater gemeinsam haben

Abwechslung zur Interkulturellen Woche 2020

Grimma, 15. September 2020 | Offiziell beginnt die Interkulturelle Woche 2020 deutschlandweit in vielen Städten und Gemeinden am 27. September. Die Vielzahl der Veranstaltungen im Landkreis lässt sich kaum in einen festen Zeitraum drücken, so dass in Bad Lausick auf der Rolle bereits am 24. September die Filmvorführung Afro.Deutschland mit anschließendem Filmgespräch stattfindet. Weiter geht es am 26. September beim Hoffest „Musik der Welt“ mit internationaler Besetzung in Polenz. Der Open-Air Gottesdienst mit Familienfest am 27.09.2020 bei der ELIM Gemeinde in Grimma bildet den offiziellen Start der IKW im Landkreis Leipzig. Ab 10.30 Uhr gibt es Musik, Begegnungen, Spiele, ein Kinder-Flohmarkt, ein internationaler „bring & share“-Mittagsimbiss sowie Interviews mit einer deutschen und einer türkischen Familie, die beide in der Fremde neu ankommen mussten.

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Die Schirmherrin Petra Köpping, Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, plädiert dafür, die Gelegenheit für Gespräche und Begegnungen zu nutzen - mit entsprechendem Abstand natürlich. „Erneut ist es gelungen, ein facettenreiches Programm zu gestalten und Interkulturalität aus vielfältiger Perspektive erlebbar zu machen. In der Vielfalt, die über Generationen gewachsen ist, liegt die Zukunft unserer Gesellschaft.“ so die Ministerin.

Von Markkleeberg bis Grimma und von Brandis bis Borna finden ab dem 24. September bis 10. Oktober 2020 im ganzen Landkreis Leipzig rund 30 Einzelveranstaltungen statt. Neben Musikalischen Schmankerln für die ganze Familie sind auch sportliche Veranstaltungen im Programm, die Chancen zur Begegnung und Interaktion schaffen. Chile, Belarus und Zwangsarbeit: Die Volkshochschule Leipziger Land schafft Raum für einen politischen Diskurs. Hauptsächlich im kleinen Rahmen und mit begrenzter Teilnehmerzahl finden vom Basteln über Theater bis hin zu Filmabenden allerlei Angebote und Workshops statt.

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Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Prof. Tom Mannewitz

PM | 04.09.2020

„Bill Gates, 5 G und die ‘Neue Weltordnung‘ – Verschwörungsmythen rund um Corona“

Welche Verschwörungstheorien gibt es? Warum sind sie für Menschen attraktiv? Was zeichnet Verschwörungsmythen aus? Und wie kann man mit Menschen sprechen, die solchen Mythen anhängen? Darüber referierte Prof. Tom Mannewitz in Wurzen im Kulturhaus Schweizergarten am 22. Juni 2020, wo Corona-bedingt nur 54 Plätze besetzt werden konnten. An den sehr informativen Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Die Veranstaltung wurde vom Runden Tisch Wurzen für Demokratie, Toleranz und Rechtstaatlichkeit ins Leben gerufen und mit Unterstützung des Aktionsfonds der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig finanziert. Das Skript des Vortrages können Sie hier nachlesen.


Projekte bis 31. August 2020 gesucht: Für Demokratische Bewusstseinsbildung mit langfristiger Wirkung


PM | 29.07.2020

Bei seiner 3. Zusammenkunft war der Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig am 7. Juli 2020 im Rathaus Naunhof zu Gast. Neben den Entscheidungen zu vorliegenden Projektanträgen begleiteten die Auswirkungen der Corona-Pandemie das Gremium. 30.000 Euro sind noch im Fördertopf. 


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In einem Normaljahr sind die Bundes-, Landes und Kreismittel bereits vor Ablauf des ersten Halbjahres für vielfältige Projekte verplant. Anders im Corona-Jahr 2020, in dem Antragsteller bereits ausgebremst wurden, bevor es überhaupt richtig begann. Auch im Aktionsfonds, für Kleinprojekte bis 800 Euro, sowie im Projektfonds für die Interkulturelle Woche (25.09.-10.10.20) und im Jugendfonds warten die Fördergelder auf Abnehmer. Aus allen Töpfen werden Projekte (z. B. Weiterbildungen, Workshops, Tagesveranstaltungen u.  v. m.) gefördert, die einen Beitrag zur Stärkung einer weltoffenen Zivilgesellschaft leisten und Demokratie vor Ort erfahrbar und erlebbar machen. Weitere Informationen über Fördermöglichkeiten bis zur nächsten und letzten Antragsfrist in diesem Jahr am 31. August 2020 finden Sie unter www.demokratie-leben-lkl.de. 


„Derzeit sind unsere Akteur_Innen in Kitzscher und Thallwitz, aktiv um Beteiligung der Bürger_innen vor Ort zu stärken.“ Sagt Siri Pahnke, die Projektinteressierte zur Umsetzung und den Förderrichtlinien berät. Kommende Woche stattet sie dem Erdbeerclub (www.erdbeer.club) im Vereinsheim „Zur Erdbeere“ im KGV Bergmanns-Erholung e. V. einen Besuch ab. Dort haben die Projektleiter_Innen einen Begegnungsort geschaffen und laden zu unterschiedlichen Workshops und Kulturangeboten ein. So wird zwischen dem 3. und 7. August ein Pizzaofen gebaut und am 8. August mit einer Pizza-Party eingeweiht. Das Angebot wir neben der Lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig durch den Fonds Soziokultur und die Dirk Oelbermann Stiftung gefördert. In Thallwitz fand am vergangenen Samstag ein sicherer Kinoabend unter freiem Himmel statt. Unter dem Titel ∞ UNENDLICH ∞ findet vom 4. – 12.9.2020 eine Ausstellung auf dem dortigen Dorfplatz statt. Mit Veranstaltungen und Begegnungsformaten soll Kunst erlebbar gemacht werden. Dafür werden in einem offenen Aufruf (Open Call) noch teilnehmende Künstler_innen und Vermittler_innen gesucht. Weitere Infos unter www.fail.institute/de/open-call/. 


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Vorbereitungen für die Interkulturellen Wochen 2020 starten

PM | 16.07.2020

Auch in diesem Jahr gilt „Zusammen leben, zusammen wachsen“ als Motto für die am 27. September bundesweit startende Interkulturelle Woche. Seit über 10 Jahren beteiligen sich Akteur_Innen aus dem Landkreis Leipzig und setzen ein Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung von Personengruppen. Erneut sind Kreative, Engagierte, Vernetzte und Beherzte aufgerufen in ihren Städten und Dörfern Projekte zu starten und damit Vielfalt zu gestalten, Ausgrenzung vorzubeugen und die Gemeinschaft zu fördern.

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Die vom 25. September bis 10. Oktober stattfindenden Interkulturellen Wochen im Landkreis Leipzig stellen die Akteure aufgrund der einzuhaltenden Hygienemaßnahmen vor neue Herausforderungen. Scheuen wir sie nicht und nutzen die Chance neue Formate für die Umsetzung zu finden, die im Rahmen von Tagesveranstaltung oder mehreren Projekttagen zum interkulturellen Dialog beitragen. Die Koordinierungsstelle, die dieses Jahr wieder beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e. V. in Grimma liegt, berät dazu gern.

Weitere Informationen, Projektideen und das Formular zur Anmeldung bis 31. August 2020 finden Sie hier...

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Vorbereitungen für die Interkulturellen Wochen 2020 starten

PM | 16.07.2020

Auch in diesem Jahr gilt „Zusammen leben, zusammen wachsen“ als Motto für die am 27. September bundesweit startende Interkulturelle Woche. Seit über 10 Jahren beteiligen sich Akteur_Innen aus dem Landkreis Leipzig und setzen ein Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung von Personengruppen. Erneut sind Kreative, Engagierte, Vernetzte und Beherzte aufgerufen in ihren Städten und Dörfern Projekte zu starten und damit Vielfalt zu gestalten, Ausgrenzung vorzubeugen und die Gemeinschaft zu fördern.

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Die vom 25. September bis 10. Oktober stattfindenden Interkulturellen Wochen im Landkreis Leipzig stellen die Akteure aufgrund der einzuhaltenden Hygienemaßnahmen vor neue Herausforderungen. Scheuen wir sie nicht und nutzen die Chance neue Formate für die Umsetzung zu finden, die im Rahmen von Tagesveranstaltung oder mehreren Projekttagen zum interkulturellen Dialog beitragen. Die Koordinierungsstelle, die dieses Jahr wieder beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e. V. in Grimma liegt, berät dazu gern.

Weitere Informationen, Projektideen und das Formular zur Anmeldung bis 31. August 2020 finden Sie hier...

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Mehr als Entscheidungen treffen: Haltung zeigen zu Angriffen auf die Demokratie

PM | 09.07.2020

Bei seiner 3. Zusammenkunft war der Begleitausschuss der lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig im Rathaus Naunhof zu Gast. Neben der Entscheidung zu vorliegenden Projektanträgen begleitete Entrüstung über die kürzliche Attacke auf eines seiner Mitglieder das Treffen.

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Unter den 23 Begleitausschussmitgliedern, die als beratendes Gremium in der LPD über Projektanträge beschließen, ist das Netzwerk für Demokratische Kultur e. V. aus Wurzen. Der Verein beging erst kürzlich mit einer politischen Kundgebung auf dem Wurzener Markt mit Freunden und Förderern seinen 20. Geburtstag. Wenige Tage vorher gab es einen rechtsmotivierten Angriff mit Sachbeschädigung auf die Vereinsräume in Wurzen. Der Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig verurteilt diesen Angriff aufs Schärfste. Im Verlauf der vergangenen Jahre kam es zu annähernd 30 Angriffen in unterschiedlichster Form (u. a. Körperverletzungen, Überfälle, Bedrohungen, Sachbeschädigungen, Nazischmierereien) auf die Vereinsräume, Ehrenamtliche oder Mitarbeiter_Innen. Das NDK ist die zudem Servicestelle der Lokalen Partnerschaft und in dieser Funktion beratend für alle Antragsteller tätig. Der Angriff folglich einen Angriff auf alle Akteure und das Anliegen der Lokalen Partnerschaft - der Vermittlung von Vielfalt und Demokratie im Landkreis Leipzig - dar. Gleiches gilt für die Übergriffe der vergangenen Monate auf andere Projektpartner der LPD, wie Ende Mai auf Bon Courage e.V. in Borna oder das Dorf der Jugend in Grimma. Die wiederholten Angriffe zeigen, dass eine offene Gesellschaft und ein friedlicher Diskurs nicht selbstverständlich sind und wir uns kontinuierlich für Vielfalt und gegen Rassismus einsetzen müssen. Die Mitglieder und Akteure der LPD solidarisieren sich mit den attackierten Vereinen und werden ihre Arbeit unbeirrt fortsetzen.

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Eure Heimat ist unser Alptraum

Grimma, 25.05.2020

Die VHS Leipziger Land bringt ein Programm des Goethe-Institut Brüssel, des Literaturhaus Berlin, Passa Porta Brüssel und des International House of Literature und Sigrid Bousset (Flagey) nach Sachsen. Anlässlich des einjährigen Jubiläums des deutschen "Heimatministeriums" üben 3 Autorinnen des Sammelbandes "Eure Heimat ist unser Albtraum" öffentlich Kritik und stellen Ihre Vorwürfe zur Diskussion.

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Es wird einen Stream der Diskussion in englischer Originalsprache geben und mit der deutschen Verdolmetschung der Diskussion zur Verfügung gestellt. Die Initiatoren der Volkshochschule Muldental/Leipziger Land haben den Aktionsfonds der Lokalen Partnerschaft für Demokratie Landkreis Leipzig für die Finanzierung der Transkription (Übersetzung/Verdolmetschung) ins Boot geholt. Der Kleinprojektefonds für bis zu 800 € pro Projekt greift vor allem bei kurzfristigen Vorhaben und hebt sich durch einfachere Antrags- und Abrechnungsmodalitäten aus, als die Einzelprojekteförderung der Lokalen Partnerschaft.

…. Informationen finden Sie hier

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Projekte starten in neuer Förderperiode 2020

Grimma, 13.01.2020

Fördergelder des Bundesprogramms "Demokratie leben!", dem Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen" sowie dem Landkreis Leipzig unterstützen wieder zahlreiche Initiativen und Projekte, die einen Beitrag zur Stärkung einer weltoffenen Zivilgesellschaft leisten und Demokratie vor Ort erfahrbar und erlebbar machen. Mehr…

Bereits 19 Großprojekte sind für das neue Jahr eingegangen. Bis zum 15. März 20 läuft die nächste Antragsfrist für Großprojekte (über 800 Euro), die in diesem Rahmen gefördert werden. Liegt die Antragssumme darunter, ist die weniger aufwendige Beantragung über den Aktionsfonds möglich. Dessen Verwaltung liegt beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e. V., welches 2019 rund 15.000 Euro an 20 Kleinprojekte weitergeleitet hat. Den (Förder-)Vereinen und anderen Initiativen, die zumeist Antragsteller sind, stehen die Servicestellen Fachberatung in Wurzen sowie Öffentlichkeitsarbeit & Beteiligungsförderung in Grimma beratend zur Seite. Mit dem Jugendfonds, der dieses Jahr erstmalig vom Kinder- & Jugendring Landkreis Leipzig koordiniert wird, wird engagierten Jugendlichen bei ihren Vorhaben finanziell unter die Arme gegriffen. Dabei sind im Vorjahr tolle Vorhaben entstanden, die Jugendlichen der ganzen Region zugutekommen.

Weitere Informationen, Antragsformulare und Voraussetzungen zur Antragsstellung, Kontaktdaten der Servicestellen sowie aktuelle Vorhaben sind auf diesen Seiten zu finden.

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Novemberpogrome: Schau mit Pegauer Schicksalen - Ausstellung noch bis März 2020

Bild: www.bruchstücke 1938.de

LVZ Koch | 11.12.2019

Die übliche Winterpause im Pegauer Stadtmuseum ist einer Sonderausstellung gewichen. Statt der Schließung bis zum neuen Saisonstart am 1. Mai lädt die Schau „Bruch|Stücke“ über die nationalsozialistischen Novemberpogrome 1938 in Sachsen zum Besuch. Zielgruppen sind vor allem die Schulen der Region, die diese Vorkommnisse und den Holocaust im Unterricht behandeln aber auch interessierte Bürger, die sich über das damalige Geschehen in der Region informieren wollen. Zumal auch Pegau eine Rolle spielt.

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In Anbetracht des wieder aufkommenden Antisemitismus ist es wichtig, dass die Ermordung von sechs Millionen jüdischen Menschen durch die Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit gerät, hieß es bei der Eröffnung der Schau. „Wer aber vor der Vergangenheit die Augen schließt, wird blind für die Gegenwart“, hatte der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) gesagt. Dieser Satz ist am Zugang zur Wanderausstellung zu lesen.

Inhalt und Layout der Präsentation, die anfangs gleichzeitig in den Chemnitz, Leipzig und Dresden gezeigt worden war, stammen von den Historikern Daniel Ristau und Heike Liebsch. Die ausrollbaren 15 Plakate mit Bildern, Texten und Dokumenten zeigen Anfeindungen, Demütigungen und Gewalt aufgrund von Judenhass und Antisemitismus, ebenso Zerstörungen von Wohnungen, Geschäften und Einrichtungen. Neben den Opfern geht es um Täter und Zuschauer.

Das Besondere: Beleuchtet werden auch Übergriffe in kleineren Orten in Sachsen, etwa Borna und Wurzen. Und zwei zusätzliche Schautafeln haben konkreten Bezug zu Pegau. Gemeindepädagogin Eva Reiprich hat mit den Konfirmanden der evangelischen Kirchspiele Pegau und Groitzsch zu den Schicksalen der jüdischen Familien Sternreich (Kirchplatz 11) und Flade (Breitstraße 24) recherchiert. Zur Erinnerung an diese werden im kommenden Jahr Stolpersteine verlegt, kündigten Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) und Pfarrer Torsten Reiprich bei der Ausstellungseröffnung an.

Geöffnet ist die Schau „Bruch|Stücke“ im Pegauer Museum, die bis Ende März 2020 zu sehen ist, dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr sowie sonntags von 9 bis 10 Uhr. Als Gruppentag, etwa für Schulen, kann nach Absprache der Mittwoch genutzt werden."

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„HOME SICK HOME - DIE AUSSTELLUNG“ - ERöFFNUNG AM 3.12.2019 IM KULTURHAUS BöHLEN

PM  | 22.11.2019

„HOME SICK HOME“ war ein beteiligungsorientiertes Kunstprojekt, das 2019 in Markkleeberg, Kitzscher und Rötha umgesetzt wurde. Veranstalter war der Kulturbahnhof e.V., ein Kulturverein mit Sitz in Markkleeberg.

Im Rahmen des Projektes wurden lokale und internationale Künstlerinnen und Künstler und pro Ort je eine Kuratorin eingeladen, sich zusammen mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Akteuren vor Ort mit dem Leben und den Transformationsprozessen in ländlichen Städten auseinanderzusetzen. In dieser Zusammenarbeit entstanden ortsspezifische künstlerische Arbeiten, die zentrale Aspekte, Probleme, spezifische Phänomene und aktuelle Fragestellungen in den Orten aufgriffen.

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Die Grundsatzfrage lautete immer: Welche Bedingungen muss ein Ort oder eine Stadt im ländlichen Raum erfüllen, um ein „Zuhause“ zu sein und um es langfristig zu bleiben?

In der Dokumentationsausstellung, die vom 22.11.2019 bis Mitte Januar 2020 im Kulturhaus in Böhlen zu sehen sein wird, erhalten Sie einen Überblick zu den künstlerischen Arbeiten und Veranstaltungen aus allen drei Orten.

Bisher wurde die Ausstellung im Landratsamt in Borna gezeigt und ist aktuell bis zum 21. November in der Bibliothek in Rötha zu sehen, weitere Stationen in Kitzscher und Markkleeberg sind geplant.

In MARKKLEEBERG erforschte die Kuratorin Julia Schäfer von der Galerie für zeitgenössische in Leipzig mit vier Künstlerinnen und einem Künstler auf unterschiedliche Weise das Thema „Zuhause“. Carolin Ziemann veranstaltete z.B. einen Filmspaziergang und zeigte an ausgewählten Hauswänden Kurzfilme, Karoline Schneider gestaltete mit den Markkleeberger*innen eine neue Amtskette für den Oberbürgermeister. Karen Winzer untersuchte Nachbarschaften im Equipagenweg und erstellte aus ihren Erkenntnissen eine Schallplatte. Yvonne Kuschel sammelte und zeichnete für ihr Heft „Am Rande des Abgrunds ist die Aussicht schöner“ Geschichten und Eindrücke zum See und Bernd Krauß erweckte an einem Wochenende den Gaschwitzer Golfclub wieder zum Leben.

Die Kuratorin und Kunstvermittlerin Constanze Müller (Kunstraum D21 in

Leipzig) leitete die Projektstation in KITZSCHER. Mit der Eröffnung des Bundesministeriums für blühende Landschaften griff der Künstler Daniel Theiler auf ironische Weise das Wendeversprechen für den Osten auf. Tina Mamczur fragte in ihrer „Wunschzettel – Aktion“ nach Ideen für Zukunft der Stadt und entwickelte daraus Zeichnungen. Simon Korn konzipierte im Gespräch mit der Kitzscheraner*innen den „100 Sehenswürdigkeiten – Spaziergang“. Martin Haufe begab sich auf die Suche nach Konflikten in der Stadt und Eriz Moreno beschäftigte sich mit „invasiven“ Pflanzen und eröffnete im Kleingartenverein seinen „fluggarten“.

Nach RöTHA UND ESPENHAIN lud die Kunstvermittlerin Yvonne Anders die mehrsprachige Radiogruppe „Common Voices“ ein, die die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, den Bürgermeister sowie Akteure und Interessierte an einem Runden Tisch zusammenführte. Es entstand das arabisch-deutsche Radio-Feature „Zu Hause im Transit“, das von Radio Corax (95.9 FM ) gesendet wurde. "HIER" nannten die Künstlerin Ina Weise und der Künstler Marcus Große ihre exemplarische Installation zu den Lebensbedingungen im ländlichen Raum in der ehemaligen Sparkasse am Markt. Außerdem führte das Chorensemble Treta Mominka, das vor Ort nach Liedern mit Bezügen zu Rötha und Espenhain recherchierte, ein Konzert in der St.Georgenkirche auf.

/Wir danken der Stadtbibliothek Rötha und dem Kulturhaus Böhlen für die Bereitstellung der Räumlichkeiten!/

 

 

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Deutscher Städtetag verabschiedet Resolution "Für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde"

PM | 15.11.2019

Die Städte halten eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts für dringend erforderlich. Das geht aus einer Resolution des Deutschen Städtetages hervor. Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus rund 80 Städten verabschiedeten das Papier gestern in Berlin.

Der Präsident des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeister Burkhard Jung aus Leipzig, sagt dazu:

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"Unsere Demokratie und die damit verbundenen Werte des Grundgesetzes sind die bedeutendsten Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland. Demokratische Werte zu leben und immer wieder zu beleben, ist ein stetiger Prozess. Die Debatte über Demokratie und Toleranz, über Respekt und Anstand und das gesellschaftliche Miteinander muss von Bund, Ländern, Kommunen und allen gesellschaftlichen Institutionen aufgegriffen werden. Die deutschen Städte stellen sich dieser Verantwortung.

Für Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus darf es kein Verständnis und keine Rechtfertigung geben. Toleranz, Demokratie und Menschenwürde müssen als zentrale Werte des Gemeinwesens gestärkt werden. Demokratie braucht Auseinandersetzung. Debatte und Diskussionen müssen mit Respekt vor dem Gegenüber geführt werden.

Die Städte sehen deshalb mit Sorge, dass Sprache und Stil von politischen Auseinandersetzungen zunehmend verrohen und rücksichtsloser und gewaltbereiter werden. Drohungen, Beleidigungen, Hass im Internet und rechtsextreme Gewalt dürfen nicht toleriert, sondern müssen stärker bekämpft werden. Die Städte unterstützen deshalb das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität. Gewalt und Hetze müssen im Netz wie in der Gesellschaft geächtet und mit Nachdruck verfolgt werden.

Gleichzeitig sind Projekte zu Gewaltprävention, zur Stärkung der Demokratie oder Beratungsangebote unverzichtbar und müssen von Bund und Ländern ausreichend finanziell unterstützt werden. Erfolgreiche Programme wie 'Demokratie leben' müssen ausgebaut und nachhaltig finanziert werden. Denn wirksame Maßnahmen und Strategien gegen Extremismus und menschenfeindliche Tendenzen benötigen langfristiges Engagement. Es braucht gemeinsame Strategien von Bund, Ländern, Kommunen, Stiftungen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen."
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Die Resolution:

http://www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/2019/resolution_demokratie_toleranz_14_11_2019.pdf
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Für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde
Resolution des Deutschen Städtetages

verabschiedet vom Hauptausschuss des Deutschen Städtetagesin seiner Sitzung am 14. November 2019 in Berlin

Demokratie braucht Auseinandersetzung

Städte sind Orte vielfältiger Interessen. Diesen immer und umfassend gerecht zu werden, ist Ziel und Herausforderung zugleich. Städte sind daher auch gelebte Interessengegensätze. Sie sind Orte von Auseinandersetzungen. Vielfältige Interessen, Ansichten und Meinungen treffen aufeinander. Denn die Menschen, die in den Städten leben sind verschieden. Das kann nur richtig sein, so bleiben Städte lebendig. Die Stadt gehört allen Menschen, die dort leben. Deshalb braucht es Debatte und Streit der Meinungen. Das ist ein zentraler Teil der Demokratie.

Genauso braucht es einen Ausgleich von Interessen. Das Ringen um die richtigen politischen Entscheidungen führt am Ende häufig zu notwendigen Kompromissen. Gelingt das nicht, braucht es politische Entscheidungen. Auch das ist Teil unserer Demokratie. Entscheidend für alle Auseinandersetzungen bleibt: Sie müssen so geführt werden, dass Streit nicht in Feindschaft und Hass mündet. Es müssen Grundregeln der demokratischen Kultur und eines angemessenen Umgangs eingehalten werden, sonst nehmen der Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie Schaden.

Die Städte sehen mit großer Sorge, dass Sprache und Stil von politischen Auseinandersetzungen zunehmend verrohen. Die Auseinandersetzungen werden rücksichtsloser und gewaltbereiter, besonders im Internet. Auch kommt es immer öfter zu Gewaltattacken gegen Andersdenkende. Auch Amtsträgerinnen und Amtsträger und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Verwaltungen und Einsatzkräftensind nicht ausgenommen. Es darf nicht sein, dass es besonderen Mut erfordert, sich ehrenamtlich in der Stadtpolitik und für die Stadtgesellschaft zu engagieren. Menschen, die sich in der Kommunalpolitik engagieren und in politische Debatten einbringen, müssen online wie offline einen besonderen Schutz gegen Beleidigungen und üble Nachrede erfahren. Kommunalpolitik braucht Bürgernähe, Empathie und offene Ohren. Die Verantwortlichen in den Städten wollen menschliches Miteinander, sie wollen auch weiterhin auf ihre Bürgerinnen und Bürger zugehen.

Auseinandersetzung in gegenseitigem Respekt

Die Kommunikation ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit und unserer Demokratie. Infor-mation, Austausch und politischer Diskurs im Internet sind fester Bestandteilunseres Miteinanders geworden. Diskurs und Debatte brauchen Respekt vor dem Gegenüber. Auch und vor allem im Inter-net dürfen Verunglimpfung, Beleidigungen und Gewalt in der Sprache nicht toleriert werden. Die Städte wollen und werden sich dieser Auseinandersetzung stellen und auch neue Wege und Formate für Diskussion und Austausch finden. So lebt Kommunalpolitik.

Offene Stadtgesellschaften erhalten

Die deutschen Städte treten für Stadtgesellschaften ein, die von Offenheit, Toleranz, gelebter lokaler Demokratie und kultureller Vielfalt geprägt sind. Sie bekennen sich zu ihrer Verantwortung, für eine offene und plurale Gesellschaft einzustehen. Diese Haltung ist Maßgabe und Maßstab von Kommu-nalpolitik. Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus sind entschieden abzulehnen. Für sie kann es kein Verständnis und keine Rechtfertigung geben. Extreme Haltungen und Handlungen müssen auf allen Ebenen bekämpft werden. Toleranz, Demokratie und Menschenwürde als zentrale Werte unseres Gemeinwesens sind zustärken. Dies ist eine dauerhafte gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der die Städte aktiv mitwirken. Demokratische Werte zu leben und immer wieder zu beleben, ist aber vor allem ein Prozess. Viele Räte haben als deutliches Zeichen Resolutionen für demokratische, offene und tolerante Städte gefasst.

Allianzen und Bündnisse stärken

Viele Städte beteiligen sich gemeinsam mit gesellschaftlichen Organisationen an „Bündnissen gegen Rechts“ oder initiieren diese selbst. Allianzen und Bündnisse müssen in der Zivilgesellschaft verankert sein. Begegnungsräume, Teilhabemöglichkeiten und soziale Bindungen können helfen, Intoleranz, Extremismus und Radikalisierung entgegen zu wirken. Bund, Länder, Kommunen, Stiftungen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Verbände und gesellschaftliche Gruppen müssen gemeinsam dafür eintreten. Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu verhindern und zu bekämpfen. Es braucht gemein-same Strategien, die die Schulen, Bildungs-und Jugendeinrichtungen einbeziehen.

Maßnahmen und Strategien bündeln

Drohungen, Beleidigungen, Hass im Internet und rechtsextreme Gewalt müssen stärker bekämpft werden. Die Städte unterstützen das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität. Denn Gewalt und Hetze müssen im Netz wie in der Gesellschaft geächtet und mit Nachdruck verfolgt werden. Intensivere Strafverfolgung, Cyber-Ermittler und Schwerpunktstaatsanwaltschaften sind erste richtige Schritte.

Wirksame Maßnahmen und Strategien gegen Extremismus und menschenfeindliche Tendenzen brauchen langfristiges Engagement. Viele Städte sind Vorreiter. Sie schaffen Anlaufstellen für Infor-mation, Beratung und Vernetzung und bündeln kommunale Aktivitäten. Sie initiieren und fördern Präventionsarbeit in Schulen und Jugendeinrichtungen. Die Städte benötigen dafür die Unterstützung von Bund und Ländern. Erfolgreiche Programme wie „Demokratie leben“ müssen intensiviert und nachhaltig finanziert werden.

Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Verantwortung eines jeden Einzelnen für die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Je mehr Menschen sich zu Demokratie, Toleranz und Menschenwürde bekennen, desto mehr stärkt das auch in politisch schwierigen Zeiten unsere Gesellschaft und unser Land. Unsere Demokratie und die damit verbundenen Werte des Grundgesetzes sind die bedeutendsten Errungenschaften der Bundesrepublik Deutschland. Sie gilt es zu stärken und – wo nötig – zu verteidigen.
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Demokratie lebt vom Mitmachen - Erste Antragsfrist für Projekte in 2020 endet am 31. Dezember 2019

PM M. Jungmann | 14.11.2019

Am Dienstag, dem 12.11.2019 lud die Lokale Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig zum Netzwerken ein. Mehr als 40 Projektschaffende aus allen Teilen des Landkreises nutzten die Gelegenheit für regen Erfahrungsaustausch.
Anlässlich des ablaufenden Projektjahres und der zu Ende gehenden Förderperiode des Bundesprogramms Demokratie leben! kamen zahlreiche Projektträger und die Mitglieder des Entscheidungsgremiums (Begleitausschuss) in der Schule für Sozialwesen Luise Höpfner zum Erfahrungsaustausch und einer „Messe der Demokratie-Vielfalt“ zusammen. Gleichzeitig wurde in vier verschiedenen Themenrunde Fahrt aufgenommen, um in die Förderperiode ab 2020 zu starten.

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Die ersten Projektanträge für 2020 liegen bereits vor, viele weitere sind avisiert. „Projekte, die im ersten Quartal an den Start gehen sollen, müssen bis zum 31.12.2019 beim Landratsamt beantragt werden.“ So die Mitarbeiterin der Servicestelle Fachberatung Siri Pahnke vom Netzwerk für Demokratische Kultur e. V. in Wurzen. Eingeladen sind alle kleinen und großen Projektträger, die gemäß den Förderrichtlinien des Bundesprogramms Demokratie leben! Fördergelder beantragen können. Darunter fallen im Bereich der Demokratieförderung die Stärkung demokratischer Teilhabe und zivilgesellschaftlicher Konfliktregulierung. Mit dem Schwerpunkt Vielfaltgestaltung sollen Projekte das Verständnis für die Selbstverständlichkeit von Vielfalt und Respekt, die Anerkennung von Diversität und die Arbeit gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit fördern und somit Extremismus vorbeugen.

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Stadtverwaltung erlaubt nun doch Stolpersteinverlegung in Groitzsch

PM H. Lewkowitz | 11.11.2019

Nachdem vor wenigen Wochen der neu gewählte Stadtrat in Groitzsch die Verlegung eines Stolpersteines zum Gedenken an die Jüdin Anna Reichardt abgelehnt hatte, kam es nun am gestrigen Tag nach einer erneuten „nicht öffentlichen“ Stadtratssitzung zu einer anderen Entscheidung. Die Ablehnung erfolgte mit der Begründung, der momentane Eigentümer des ehemaligen Wohnhauses der Groitzscher Jüdin habe sich gegen eine Einlassung des Gedenksteines in den Gehweg ausgesprochen.

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Die damit erste Ablehnung einer Stolpersteinverlegung im Leipziger Landkreis erntete viel Kritik, nicht nur von Seiten verschiedener Medien, wie Leipziger Volkszeitung, Mitteldeutscher Rundfunk, Tagesspiegel und Jüdische Allgemeine und der jüdischen Gemeinde Leipzig. Auch die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (LINKE) sah hierin einen „Schlag gegen die öffentliche Erinnerungskultur und gegen den gemeinsamen Kampf gegen jeden Antisemitismus.“.
Der Stolperstein für die Jüdin Anna Reichardt, die am 27. November 1878 in Leipzig geboren wurde und anschließend bis zum Tag ihrer Deportation in das jüdische Ghetto Bełżyce (Polen) am 10. Mai 1942 in Groitzsch gelebt hatte, ist ein Pilotprojekt zum Gedenken an die jüdische Gemeinde von Groitzsch werden.
Dass der Stadtrat sich nun nach diesen Rückmeldungen innerhalb der Bevölkerung erneut zusammensetzte und die Situation nach dem öffentlichen Druck letztlich anders bewertet, empfindet der Geschäftsführer des Erich-Zeigner-Haus e.V., Henry Lewkowitz, als ein wichtiges erinnerungspolitisches Zeichen: „Wir begrüßen die Einsicht des Stadtrats in Groitzsch, die eine Verlegung des Stolpersteines und so ein angemessenes Gedenken an die Opfer der NS-Zeit ermöglicht. Insbesondere am heutigen Tag, wo wir zum 81. Mal den Opfern der Reichspogromnacht vom 09.11.1938 gedenken und Mahnwachen an den bereits verlegten Stolpersteinen abhalten wollen, ist eine solche Nachricht sehr erfreulich.“
„Gerade vor dem Hintergrund aktueller antisemitischer und rechtspopulistischer Entwicklungen in Politik und Gesellschaft sei eine Entscheidung wie die des Groitzscher Stadtrates von besonderer Wichtigkeit“, meint Lewkowitz, der das Stolpersteinprojekt und die SchülerInnen seit Beginn begleitet.
Wir bedanken uns bei allen Fürsprechern und UnterstützerInnen, die mit dem Wissen um die Wichtigkeit dieser erinnerungskulturellen Arbeit hinter unserer Kritik an der Ablehnung der Verlegung standen und sich mit uns für ein Umdenken des Stadtrates eingesetzt haben. Zudem freuen wir uns über die Geduld der SchülerInnen, die das Stolpersteinprojekt begonnen haben und dieses nun doch erfolgreich beenden können. Damit erfahren die Schülerinnen und Schüler nun endlich die Anerkennung, die sie verdient haben.
Die Ablehnung der Verlegung hatte nach monatelanger Recherche und Archivarbeit nicht nur Unverständnis, sondern auch große Enttäuschung bei den SchülerInnen ausgelöst. Nun können sie ihr Projekt fortsetzen und mit der Spendensammlung beginnen, um die Verlegung des Stolpersteins für Anna Reichardt am 27.Februar 2020 umsetzen zu können.

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IKW 2019 in vollem Gange

PM | 26.09.2019

Anfeindungen überschatten internationale Begegnungen in Grimma

In Grimma, Colditz und Markleeberg ebenso wie in Wurzen und anderswo haben erste Veranstaltungen die Türen zu anderen Kulturen geöffnet und zahlreiche Besucher angelockt. Beim gemeinsamen Kochen und Essen oder auch im Rahmen von Gottessdiensten und Kinderfesten lernen sich ganze Familien unkompliziert kennen. Stefan Kosiek, Leiter des Kinder- und Jugendhauses COME IN: „Mit unserer Teilnahme an der IKW machen wir deutlich, dass wir uns hier in Grimma um einen offenen Austausch zwischen den Kulturen bemühen. Einheimischen und zugewanderten Mitbürgern bieten wir die Möglichkeit, sich außerhalb von Vorbehalten oder vorgefertigten Meinungsbildern im lockeren Rahmen eines Festes, begegnen und kennenlernen zu können.“

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Dass der offene Treff der Diakonie im Leipziger Land nun zum wiederholten Mal mit rechtsnationalem Gedankengut an der Eingangstüre verschandelt wurde, bestätigt Kosieks generellen Ansatz: „Angesichts zunehmender, rechtsextrem motivierter Anfeindungen, ist es für uns, als Einrichtung der Diakonie, mehr als notwendig geworden, sich für die Vermittlung und den Erhalt christlich gesellschaftlicher Werte stark zu machen.“ Die Koordinierungsstelle der Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig, die beim Bildungs- und Sozialwerk Muldental e. V. liegt, verurteilt diese Anfeindung klar. Auch Landrat Henry Graichen äußert sich zu den Vorkommnissen: „Die Veranstalter schaffen im Rahmen der IKW Räume zur Begegnung, um Vorurteile abzubauen und ein gegenseitiges Verständnis für unterschiedliche Weltbilder zu ermöglichen. Dies unterstütze ich als Schirmherr gern, denn wir sind verantwortlich dafür, Integration zu ermöglichen und die gesellschaftlichen Veränderungen zu diskutieren.“ Es ist zu hoffen, dass die Menschen im Landkreis weiterhin motiviert sind, an den Veranstaltungen der IKW teilzunehmen und neugierig darauf sind, interkulturell zusammen zu wachsen.

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Zusammen leben, zusammen wachsen Programm-Vielfalt zur Interkulturellen Woche im Landkreis Leipzig

PM | 16.09.2019

Offiziell beginnt die Interkulturelle Woche 2019 deutschlandweit in vielen Städten und Gemeinden am 22. September. Die Vielzahl der Veranstaltungen im Landkreis lässt sich kaum in einen festen Zeitraum drücken, so dass in Borna bereits am 14. September der erste Bildervortrag stattfindet. Weiter geht es am 19. September offiziell in Wurzen mit dem Theaterstück „PARADIES“ im Kulturhaus Schweizergarten. Der Mitmachgottesdienst in der Frauenkirche in Grimma am 22. September 2019, 10.15 Uhr steht dann erst recht im Zeichen des diesjährigen Mottos „Zusammen leben, zusammen wachsen“,

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so die Mitinitiatorin Silke Polster von der Diakonie Leipziger Land: „Kernstück des Gottesdienstes sind Menschen aus verschiedenen Nationen, die ein typisches Fest ihres Landes vorstellen und beim anschließenden Kirchencafé typische kulinarische Köstlichkeiten zeigen und reichen.“ Kein Wunder also, dass der diesjährige Schirmherr Landrat Henry Graichen die Interkulturelle Woche als einen spannenden Spiegel bezeichnet: „Sie öffnet die Tür zu anderen Kulturen und zu neuen Erfahrungen. Gleichzeitig zeigt sie auch die Vielfalt der lokalen Akteure in unterschiedlichen Herangehensweisen, Motivationen und Schwerpunkten. Das sind gleich zwei gute Gründe für einen Besuch der zahlreichen Veranstaltungen.“ Von Zwenkau bis Colditz und von Machern bis Borna finden ab dem 19. September bis 6. Oktober 2019 im ganzen Landkreis Leipzig mehr als 30 Einzelveranstaltungen statt. Neben bunten Festen für die ganze Familie sind auch sportliche Veranstaltungen im Programm, die Chancen zur Begegnung und Interaktion schaffen. Unterschiedlichste Bastel- und kulinarische Angebote im kleinen wie größeren Rahmen werden durch musikalische Veranstaltungen und Workshops abgerundet.

Das ganze Programm ist unter https://www.demokratie-leben-lkl.de/interkulturelle-woche-2019.html oder über den abgebildeten QR-Code abrufbar. Bei den kleineren Veranstaltungen ist die Teilnehmerzahl begrenzt und eine zeitige Anmeldung bei den Veranstaltern von Vorteil.

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Projekteanträge im Aktionsfonds der Lokalen Partnerschaft für Demokratie genehmigt

PM | 12.09.2019

Der Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) im Landkreis Leipzig beriet am 10. September in einer Sitzung unter anderem über die Durchführung beantragter Projekte aus dem LPD-Aktionsfonds. Die Fördermittelsumme beträgt für das laufende Jahr 15.000 Euro. Dadurch wurden bereits 15 Tagesvorhaben, Workshops, Bildungsveranstaltungen und kleinere Projekte bis jeweils 800 € unterstützt.

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Beispielprojekte sind das Open Air Kino auf der alten Rollschuhbahn in Bad Lausick, welches durch den Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e. V. umgesetzt wird. Der AWO Kreisverband Leipziger Land organisierte im August eine Stadtrallye mit dem Titel „Wir Menschen haben Rechte“ in Geithain. Bis zum Ende des Jahres sind noch Restmittel verfügbar, die für Projekte im Sinne eines vielfältigen, gewaltfreien und demokratischen Miteinanders eingesetzt werden können. Die Beantragung ist mindestens bis zwei Wochen vor Projektbeginn möglich. Das Antragsformular ist auf der Website zu finden und sollte bei Einreichung mit einer formlosen Vorhabensbeschreibung ergänzt werden.

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Interkulturelle Woche Landkreis Leipzig 2019 – Grußwort des Schirmherrn Henry Graichen


PM | 27.08.2019

„Zusammen leben, zusammen wachsen.“ Das zentrale, bundesweite Motto lässt sich doppelt deuten. Es ist eine Beschreibung dessen, was in unserem ländlich geprägten Raum im Alltag an sich fast schon automatisch passieren sollte: Weil Einheimische und Fremde sich ständig begegnen und weil es schwieriger ist sich in die Anonymität zurück zu ziehen, wird das Fremde mit der Zeit vertrauter.


Foto: privat

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Die zweite Deutung ist die Aufforderung das Zusammenleben und Zusammenwachsen bewusst zu gestalten und dies tut auch Not. Auch wenn es in kleineren Städten und Gemeinden sicherlich leichter sein kann: Integration ist kein Selbstläufer. Es scheint, dass es immer ein „Befremden“ den Neuen gegenüber gibt. Egal ob im klassischen Zuzug bei neuen Wohngebieten oder die „Neuen“ aus einem anderen Kultur- und Sprachkreis kommen, es braucht immer einen bewussten Schritt, um aufeinander zu geben muss.

Die Interkulturelle Woche bietet die Gelegenheit für Begegnung und Gespräche. Sie macht deutlich, dass wir in unserer Welt stärker miteinander vernetzt sind, als wir oft wahrhaben wollen. Sie fordert uns auf, unsere Vorurteile zu überprüfen und über die eigenen Sorgen und Ängste nachzudenken. Die Interkulturelle Woche kann uns helfen, ein eigenes Bild von der Welt zu machen. Das macht sie spannend und auch wichtig.

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Kommt nach Dresden – kommt mit auf die Straße!

„Für ein offenes Land mit freien Menschen“ – das war die Botschaft, mit der 1989 Menschen in Sachsen und anderswo auf die Straße gingen. Sie ist heute so aktuell wie damals und deshalb gehen wir am 24.8. in Dresden gemeinsam und #unteilbar auf die Straße - für eine solidarische Gesellschaft, die sich gegen Diskriminierung und Entrechtung, gegen Verarmung, gegen Sexismus, gegen Rassismus und Nationalismus stellt! Mehr…

Lasst uns eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen nochmal zeigen, dass wir vielfältig und viele sind.

Anreise nach Dresden
Kommt mit uns auf die Straße – *es gibt viele Wege nach Dresden!*Aus der ganzen Republik reisen wir an mit Bus und Bahn. Eine gemeinsame Anreise macht einfach mehr Spaß und ihr erhaltet die aktuellsten Infos zur Demo auf der Fahrt.

Finde eine gemeinsame Anreise mit Bus oder Zug!

Sonderzug aus Berlin
Die Berliner*innen haben sich etwas Besonderes ausgedacht und reisen mit zwei Sonderzügen an – und mit spannenden Info- und Kultur-Events im Party-Waggon, in dem dann auf der Rückfahrt getanzt und gefeiert wird.

Aus Berlin? Hol dir ein Sonderzug-Ticket!

Themenblöcke auf der Demonstration
Vielfältig sind auch die Organisationen, die zur Demo aufrufen und sich in verschiedene thematische Blöcke zusammengeschlossen haben, wie zum Beispiel den Block "Soziales in Vielfalt", den "Kultur-, Wissenschafts- und Bildungsblock" oder den "Gesundheitsblock".

Ablauf der #unteilbar-Demonstration

Was passiert wann und wo am 24.8.?

     13:00 – 14:00 Auftaktkundgebung am Altmarkt
     14:00 – 17:00 Demozug (ca. 4,6 km)
     17:00 – 22:00 Abschlusskundgebung auf der Cockerwiese

Der genaue Ablauf sieht so aus:

Ab 12:00 Uhr Ankommen am Altmarkt und musikalisch-kulturelles Vorprogramm

13:00 Uhr offizieller Beginn der Auftaktveranstaltung mit Redebeiträgen u.a. von Aufstehen gegen Rassismus, den Omas gegen Rechts, #wirstreiken oder dem DGB

Ab 14:00 Uhr* Aufstellung der Demo in thematische Blöcke in der Wilsdruffer Straße. 

Start der Demo mit einer Route von ca. 4,6 km Länge (ohne besondere Hindernisse oder Höhenunterschiede) und mit folgenden Stationen:

  •      Altmarkt – Wilsdruffer Straße – Pirnaischer Platz – St. Petersburger
  •      Straße – Rathenauplatz – Carolabrücke – Wigardstraße –
  •      Rosa-Luxemburg-Platz – Albertbrücke – Sachsenplatz – Sachsenallee –
  •      Güntzplatz – Güntzstraße – Straßburger Platz – Grunaer Straße –
  •      Blüherstraße zur Cockerwiese

Ab 16:30 Uhr Abschlusskundgebung* auf der Cockerwiese mit Musik von Max Herre, Enno Bunger, Ansa Sauermann und einigen mehr und mit Redebeiträgen u.a. von Carolin Emcke, Claus-Peter Reisch, We’ll come united, Seda Başay-Yıldız, Dr. Ulrich Schneider und Peggy Piesche

22:00 Uhr* offizielles Ende der Demo. Das Bühnenprogramm wird wahrscheinlich schon vorher beendet sein, sodass Zeit für einen gemütlichen Ausklang des Abends auf der Cockerwiese bleibt.

Ihr habt Fragen zu Infoständen, Barrierefreiheit, Versorgung oder Notfallnummern?
Dann schaut mal, ob die ">FAQ euch weiterhelfen.

Spendet für die #unteilbar-Demo!
Jede Menge Künstler*innen und Redner*innen, jede Menge Technik und Logistik und und und – eine Demo ist nie umsonst. Wir freuen uns, wenn ihr die Demo auch finanziell unterstützen könnt und unseren Spenden-Link auch an Freund*innen weiterleitet.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

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Noch bis zum 31. August bewerben!

PM | 01.08.2019

Der Preis wird seit 12 Jahren in den drei Kategorien Projekt, Kommune sowie Sonderpreis Unternehmen vergeben. Nominieren Sie Initiativen und mutige Gruppen, die ein Beispiel demokratischen Handelns sind, für den mit 5.000 € dotierten Projektpreis!

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Der Projektpreis richtet sich an zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine und Projekte, welche vor Ort einen Beitrag für Demokratie oder demokratische Kultur leisten.

Der Kommunenpreis richtet sich an Kommunen, die aktiv das demokratische Engagement der Bürger*innen unterstützen und sich selbst auch für Gleichwertigkeit und Demokratie einsetzen.

Der Sonderpreis Unternehmen richtet sich an Unternehmen, die sich in ihrem Unternehmen für Demokratie und demokratische Kultur einsetzen.

In jeder Kategorie können Interessent*innen Bewerbungen selbst einreichen oder Dritte für den Erhalt des Preises vorschlagen. Die Bewerbung erfolgt bequem via Online-Formular. Zur Unterstützung der Bewerbung finden Sie / findet Ihr im Anhang die Ausschreibungstexte. Zudem verweisen wir gern auf unsere Webseite unter www.demokratiepreis-sachsen.de.

Rückfragen richten Sie / richtet Ihr bitte an:

Sächsischer Förderpreis für Demokratie
Ansprechpartner: Benjamin Winkler
Tel. 0152-04015717
Mail: förderpreis@amadeu-antonio-stiftung.de

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Wettbewerb für Kunstprojekte im Rahmen des Outreach-Projektes

PM | 23.07.2019

Wettbewerb für Kunstprojekte im Rahmen des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Ziel des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ ist es, die Menschen in Sachsen, besonders in den ländlichen Regionen, mit Kultur- und Bildungsangeboten besser zu erreichen und den Kontakt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) besonders zu jungen Menschen zu stärken. Wir möchten vor allem junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren ansprechen und über kreatives Gestalten einen offenen Diskurs über die Gestaltung der Gesellschaft anstoßen. Dazu werden in ganz Sachsen Veranstaltungen unterschiedlichster Formate stattfinden. Hierfür möchten wir Künstler und Kunsthandwerker einladen, partizipative und interaktive künstlerische Projekte zu konzipieren und umzusetzen.

Weitere Informationen unter https://www.skd.museum/vermittlung/programmreihen/180-ideen-fuer-sachsen


Keramik fürs Jugend-Dorf

LVZ D.Rohde | 18.06.2019

Ein Demokratieprojekt der besonderen Art organisierten die Akteure im Grimmaer Dorf der Jugend gemeinsam mit Kulturförderverein Schaddelmühle. Bei dem Workshop in der Schaddelmühle gestalteten getalteten zehn Jugendliche unter der fachlichen Leitung von Frank Brinkmann Fliesen und Keramiken, die später im Dorf der Jugend eingearbeitet werden. Im Fokus der Diskussion standen weniger politische Ansichten, als vielmehr der demokratische Schaffensprozess.

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Das Jugendamt des Landkreises hatte eine Ausschreibung veröffentlicht, über die Ideen für eine Förderung demokratischer Prozesse gesucht wurden. Der Förderverein Schaddelmühle hatte sich mit dem Projekt „Gestalten – wir woll`n was bewegen“ erfolgreich beworben.

Und genau hier fing die eigentliche Arbeit an. Den Jugendlichen sollte nicht irgendein Projekt vorgesetzt und tischfertig serviert werden, sondern sie mussten es selbst mit entwickeln. Jugendliche aus Burkartshain, aus dem Wohnheim Seidewitz und von weiteren Adressen traten in das Projekt ein. Das Einzugsgebiet der Jugendlichen ist jetzt sehr groß und reicht vom Mügeln bis Colditz und von Leipzig bis Wurzen. Insgesamt nahmen an dem Projekt bis jetzt über 60 Kinder und Jugendliche teil

Frank Brinkmann von der Schaddelmühle und Felix Wenzel vom Dorf der Jugend sehen in diesem Projekt vorrangig die Chance für die Jugend, sich selbst in diesen Abläufen zu finden und ihre Ideen und Vorstellungen zu realisieren. „Die Kids kommunizieren mit Gesten ihr Lebensgefühl,“ sagt Frank Brinkmann. „ Die Geste ist der Anfang, aber man muss trainieren, den anderen von seiner Idee zu überzeugen, um eine Mehrheit für sich zu bekommen, damit die Idee Form wird und umgesetzt werden kann. So ist das auch bei diesem Projekt, es ist eine Gesamtarbeit aller daran beteiligten Jugendlichen. Felix, der als einer der Vorstände im Dorf der Jugend die Teenies bei dem Projektwochenende begleitet hatte, erklärte dazu: „Der Vorstand nimmt keinen Einfluss auf das Plenum. Wir achten nur darauf, dass die Demokratie gewahrt bleibt und sich jeder an die Regeln hält, die die Jugendlichen selbst aufgestellt haben.“

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Planungen für die Interkulturelle Woche 2019 im Landkreis Leipzig laufen an

PM | 13.06.2019

Für Tagesveranstaltungen und Projekte können Fördermittel beantragt werden

„Zusammen leben, zusammen wachsen.“ ist die zentrale Aussage der diesjährigen interkulturellen Woche, die bundesweit am 22. September startet. Wie schon in den zurückliegenden Jahren beteiligt sich auch der Landkreis Leipzig an der bundesweiten Initiative mit einer zweiwöchigen Veranstaltungsreihe. Die Koordination für alle Mitwirkenden hat erneut das Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V. (BSW) übernommen.

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Die IKW bietet gute Möglichkeiten, in vielen Dörfern und Städten unseres Landkreises für Menschenrechte, Menschlichkeit, Partizipation und damit gegen Rassismus, Diffamierung und Ausgrenzung Flagge zu zeigen.

Wer einen Beitrag in Form von Tagesveranstaltungen oder Projekttagen zum Interkulturellen Dialog vom 21.09.- 06.10. 19 im Landkreis Leipzig leisten möchte, ist herzlich eingeladen sein Vorhaben für einen landkreisweiten Flyer mitzuteilen. Außerdem findet am 20.6.2019 um 10.00 Uhr ein Vorbereitungstreffen beim BSW im Erdgeschoss Prophetenberg 7 in 04680 Grimma statt. Interessierte sind dazu mit der Bitte um eine kurze Voranmeldung herzlich eingeladen.

Das Interessenbekundungsformular für finanzielle Zuschüsse finden Sie hier. Die  Antragsfrist endet am 31. August 2019.

 

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„Inside Out – Erzählungen einer Stadt“

PM | 28.05.2019

Abschlusspräsentation der ersten Projektphase im Kleingartenverein „Bergmannsruh“ Regis e.V. in Regis-Breitingen

1. und 2. Juni: Abschlusspräsentationen mit Rahmenprogramm

Von Mai bis Oktober 2019 macht der Kulturbahnhof e.V., ein gemeinnütziger Verein für Kunst, Kultur und Bildung aus Markkleeberg, für das beteiligungsorientierte Kunstprojekt „Inside Out – Erzählungen einer Stadt“ Station in Regis-Breitingen. In zwei Phasen werden mehrere Kunst- und Kulturschaffende eingeladen, um in der Stadt zu wohnen, zu forschen und künstlerisch zu arbeiten. Im Rahmen des Projektes erkunden sie Transformationsprozesse, den Wandel der letzten 30 Jahre und Zukunftsutopien der Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner.

Im Mai bezogen die Künstlerinnen und Künstler Deborah Jeromin, Natalie Obert, Julia Herfurth, Olav Amende und Jascha Riesselmann fünf vom „Bergmannsruh“ Regis e.V. bereitgestellte Ateliergärten, wo sie bis Anfang Juni künstlerische Arbeiten entwickeln und mit Gärtnerinnen und Gärtnern ins Gespräch kommen. Die entstandenen Arbeiten werden am ersten Juniwochenende (u.a. zum 80-jähr

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igen Jubiläumsfest des Kleingartenvereins am 1.6.) öffentlich präsentiert.

Zum kostenlosen Rahmenprogramm gehört außerdem ein Filmabend von Kino in Bewegung, einer Initiative von Studierenden und Lehrenden der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, am 28. Mai sowie die Tanzperformance „Schreberish“ von urban collective, das am 2. Juni zu Gast im Kleingartenverein sein wird.

In der zweiten Projektphase (von August bis Oktober) werden vier weitere Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die die Stadtgeschichte und den Stadtraum erkunden werden, Kontakte knüpfen und schließlich künstlerische Projekte im öffentlichen Raum realisieren werden.

Programm 28. Mai bis 2. Juni - Eintritt frei!

(ausführlicher Programmflyer siehe Anhang)

28. Mai - Filmabend von „Kino in Bewegung“

In Regis-Breitingen, inmitten eines der ehemals größten Braunkohlereviere der DDR, schauen wir gemeinsam den Kurzfilm „Umkohlung“ (1965) über die Devastierung des Ortes Mücheln für die Braunkohleförderung und den Film „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ (1932

) über die gleichnamige Gartenkolonie, die zum Notquartier für wohnungslose Arbeiterinnen und Arbeiter im Berlin der 30er Jahre wird.

Beginn: 20 Uhr, Freilichtbühne, Bergmannsring, 04565 Regis-Breitingen - Eintritt frei!

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung nebenan in der Gaststätte „Petersilie“ (Bergmannsring 50) statt.

1. Juni 2019 - Abschlusspräsentationen in den Ateliergärten

14-20 Uhr: Ausstellungen in den Ateliergärten: Parzellen 103 und 104

14-18 Uhr: Offene Druckwerkstatt mit Julia Herfurth und Natalie Obert, Parzelle 104

14:15 Uhr: Nebelmaschinen 1 – Lesung mit Riesselmann/Amende, Festzelt

18 Uhr: Spa(r)ten-Spaziergang mit Deborah Jeromin, Treffpunkt: Parzelle 45

 

2. Juni 2019 - Abschlusspräsentationen in den Ateliergärten

14-20 Uhr: Ausstellungen in den Ateliergärten: Parzellen 103 und 104

14-18 Uhr: Offene Druckwerkstatt mit Julia Herfurth und Natalie Obert, Parzelle 104

14:30 Uhr: Spa(r)ten-Spaziergang mit Deborah Jeromin, Treffpunkt Parzelle 45

16 Uhr: Nebelmaschinen 2 – PiratenPad-Lesung mit Riesselmann/Amende, Parzelle 103

17:30 Uhr: Schreberish - Tanzperformance von urban collective

Die Retrospektive der beiden Stücke "Schrebers Visionen" und "Schrebers Prozess", spiegelt das Leben und Werk von Daniel Gottlob Moritz Schreber wider. Treffpunkt Parzelle 104

18 Uhr: Abschlussgrillen in Parzelle 104

 

Kleingartenverein „Bergmannsruh“ Regis e.V, Bergmannsring 50, 04565 Regis-Breitingen

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen!

 

 

Mehr Informationen und Aktuelles finden Sie hier: www.kulturbhf.de

oder auf Facebook: https://www.facebook.com/kulturbahnhofMarkkleeberg

Kontakt: info@kulturbhf.de

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Speeddating bei der Demokratiekonferenz

LVZ C. Carell | 14.05.2019

Eine Demokratie-Konferenz pro Jahr findet im Landkreis Leipzig statt – aber oft merkt das kaum einer, weil intern im stillen Kämmerlein diskutiert wird. Am Donnerstag war es anders: Mit „Demokratie zum Mitmachen“ war die Konferenz auf dem Grimmaer Markt überschrieben, organisiert vom Netzwerk für Demokratische Kultur, dem Bildungs- und Sozialwerk Muldental  und dem Jugendamt des Landkreises. Es ging um Politik zum Anfassen – hier drei Beispiele.

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Speeddating: Die Paare nahmen am langen Tisch auf dem Markt Platz. Wie bei der Suche nach der großen Liebe sitzt man sich gegenüber, schaut sich in die Augen und fragt. Diesmal: Was traust du dir nicht zu sagen? Wer oder was hat dich politisch geprägt? Wo verläuft für Dich die Grenze, die nicht überschritten werden darf? Zwei Minuten Zeit, dann war Partnerwechsel.

Welche Diskussion ist überfällig, welche überflüssig? So hieß eine mögliche Frage beim Speeddating zum Thema Politik. Die Teilnehmer konnten sich selbst Fragen ausdenken oder ein gelbes Heftchen mit Vorschlägen nutzen. Thomas Kube

„Das ist eine schöne Möglichkeit, sich bei solch einer Veranstaltung kennenzulernen“, sagte Yannis Haug-Jurgan von der Initiative für eine offene Gesellschaft. Er moderierte die Konferenz. Die in diesem Jahr gegründete Initiative, die deutschlandweit agiert, habe genug von „Dauerempörung und Untergangsstimmung“, heißt es auf der Homepage. Es gehe um echte Kontakte und persönliche Gespräche, um das, „was die Menschen im Land wirklich bewegt und ihre Vorschläge für eine bessere Gesellschaft“. Anstatt sich auf eine Politik der Angst einzulassen, wolle man die offene Gesellschaft verteidigen.

Nägel für oder gegen die Wahlpflicht: Auf dem Markt waren verschiedene Stände aufgebaut. Bei Magnus Düerkop vom Verein Politik zum Anfassen konnten Kinder und Erwachsene den Wahr- und Falsch-Automaten testen. „In der EU gibt es 18 offizielle Amtssprachen.“ Stimmt das? Nein, es ist falsch, es sind 24. Es gab auch eine Bonbon-Schatztruhe – mit verschiedenen Schlüsseln. Je nachdem ob die Antwort stimmte, gab es Süßigkeiten oder nicht.

Magnus Düerkop am Stand des Vereins Politik zum Anfassen. Der 18-Jährige ist gegen eine Wahlpflicht, deshalb hämmert er den Nagel beim „Nein“ rein. Claudia Carell

Abstimmen konnten Passanten mit Hammer und Nagel darüber, ob eine Wahlpflicht eingeführt werden soll. Der Nagel kam in einen langen Holzblock, auf die Ja- oder Nein-Seite. „Es geht bei uns um Politik zum Anfassen, deshalb all die Mitmachstationen“, sagte der 18-Jährige Düerkop aus Salzgitter, der seinen Bundesfreiwilligendienst absolviert. Er arbeitet im Vereinsbüro, ist aber auch viel unterwegs, zurzeit im Landkreis Leipzig.

Die vergangenen Tage sei das Wetter nicht so gut gewesen, „aber heute sind allerhand Leute zu uns an den Stand gekommen“. Es habe gute Gespräche gegeben. Was ihm aufgefallen sei: Viele würden „sehr offen“ diskutieren und häufiger als anderswo gebe es Meinungen aus dem politisch eher rechten Spektrum.

Beteiligung mit Lust statt Frust: Darum ging es bei einem der Workshops. Ulrike Jurrack von der Bürogemeinschaft für integrative Stadtentwicklung arbeitet seit 15 Jahren an Projekten, wo es um eine möglichst gute Bürgerbeteiligung geht. Dabei sei stets das Wesentliche, miteinander ins Gespräch zu kommen. Dies müsse gar nicht aufwendig organisiert werden. Sie nannte dafür einige Beispiele.

In einem Ort gab es Knatsch wegen eines Mehrgenerationenhauses. Chef und Hausmeister des Quartiers stellten sich bei schönem Wetter mit einem Sonnenschirm vor den Supermarkt und sprachen mit vielen Leuten. Dann kam noch die Presse vorbei „und damit kam Bewegung in die Sache und es wurden Dinge verbessert“, so Jurrack.

Oder: In einem Ortsteil einer größeren Stadt wurden von älteren Bewohnern kaum Angebote angenommen. So organisierten einige Bürger ein Treffen unterschiedlichster Leute, die sich vorher oft gar nicht kannten. „Es entstand ein Nachbarschaftsnetzwerk“, sagte Jurrack. Seitdem sei in dem Dorf viel mehr los, ältere Leute werden eingebunden. Das alles „mit wenig Aufwand und großem Gewinn“.

Wichtig sei immer, „dass nicht nur gelabert wird, sondern dass es konkret um eine Sache geht“. Man müsse stets versuchen, Menschen direkt anzusprechen. Denn: „Wenn zur Bürgerwerkstatt ins Rathaus eingeladen wird, kommen 80 Prozent der Leute gar nicht auf die Idee, dass auch sie gemeint sind.“ Als Ansprechpartner und Ideengeber empfiehlt sie das Netzwerk Bürgerbeteiligung.

 

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„INSIDE OUT – Erzählungen einer Stadt“

PM | 10.05.2019

Von Mai bis Oktober 2019 wird der Kulturbahnhof e.V. mit dem Kunstprojekt „Inside Out – Erzählungen einer Stadt“ zu Gast in Regis-Breitingen sein.

Zu diesem Anlass laden wir Künstlerinnen und Künstler ein, einige Wochen in der Stadt zu verbringen, in Kontakt mit den Anwohnerinnen und Anwohnern zu kommen und künstlerische Projekte umzusetzen. Mit unserem diesjährigen Projekt sind wir auf der Suche nach Veränderungsprozessen in Regis-Breitingen, besonders in den letzten 30 Jahren, aber auch nach Zukunftsplänen und -wünschen.

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Das Projekt startet im Kleingartenverein „Bergmannsruh“, wo die ersten fünf Künstlerinnen und Künstler, Deborah Jeromin, Julia Herfurth, Natalie Obert, Jascha Riesselmann und Olav Amende, in leerstehenden Gartenparzellen ihre künstlerischen Arbeiten verwirklichen und am 1. und 2. Juni ab 14 Uhr (u.a. zum 80-jährigen Jubiläum des KGV) präsentieren werden. Dazu wird es ein kostenloses Rahmenprogramm geben.

In der zweiten Projektphase (von August bis Oktober) werden vier weitere Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die die Stadtgeschichte und den Stadtraum erkunden werden, Kontakte knüpfen und schließlich künstlerische Projekte im öffentlichen Raum realisieren werden. Das Format der künstlerischen Arbeiten ist dabei nicht festgelegt. Es können Installationen, Objekte, Zeichnungen, Videos oder Interventionen aller Art entstehen.

 

Um sich kennenzulernen und ins Gespräch zu kommen, veranstalten wir bei schönem Wetter am 12. Mai ab 16 Uhr ein „Angrillen“ im Kleingartenverein in der Parzelle 19, zu dem wir alle Interessierten herzlich einladen.

KGV "Bergmannsruh" e.V., An der Kippe 35, 04565 Regis-Breitingen

Gern können Sie diese Einladung an Interessierte weiterleiten! Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen.

Mehr Informationen und Aktuelles finden Sie hier: www.kulturbhf.de

oder auf Facebook: https://www.facebook.com/kulturbahnhofMarkkleeberg

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Aktion zum IDAHIT* 2019 in Wurzen

PM| 02.05.2019

Zum diesjährigen Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit (IDAHIT*) veranstaltet die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Queeres Netzwerk Sachsen in Kooperation mit dem Umlandberatungsprojekt „Que(e)r durch Sachsen - Mobile Beratung im ländlichen Raum“ des RosaLinde Leipzig e.V. und dem Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. am 17. Mai 2019 in Wurzen einen Aktionstag zur Sichtbarkeit von Geschlechtervielfalt.

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Von 17.00 - 19.00 Uhr wird auf dem Marktplatz in Redebeiträgen und mit Informationsmaterial rund um das Thema und die Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren und asexuellen Menschen (LSBTIQA) in Sachsen informiert.

Ab 19.30 Uhr findet dann eine Lesung mit Ika Elvau, Sasha und Liz Micz zu den Themen des IDAHIT* mit anschließendem Publikumsgespräch im Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. statt.


17.00 – 19.00 Uhr // Marktplatz Wurzen
Infostand mit Redebeiträgen


19.30 Uhr // Netzwerk für Demokratische Kultur e.V., Domplatz 5
Lesung mit Ika Elvau, Liz Micz & Sasha. Texte über die Suche einer Identität, die sich gut anfühlen kann, vom Queersein und davon, was Deutsch-sein und Nicht-Deutsch-sein bedeuten kann.


Jährlich bietet der Tag gegen Homo-, Bi-, Trans*- und Inter*feindlichkeit (IDAHIT*) einen Anlass zur Erinnerung daran, dass Homosexualität erst am 17.05.1990 aus dem Krankheitskatalog der Weltgesundheitsorganisation gestrichen wurde. Der Aktionstag fordert gleiche Rechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*-, inter*geschlechtlichen und queeren Menschen sowie Asexuellen/Aromantischen (LSBTIQA*) und tritt jeder Ideologie der Ungleichwertigkeit entgegen.


Der Veranstaltungstag ist Teil einer Aktionswoche zum IDAHIT* in Sachsen mit folgenden Stationen: 13.05. Bautzen / 14.05. Oschatz / 15.05. Döbeln / 16.05. Hoyerswerda / 17.05. Wurzen / 18.05. Görlitz / 19.05. Zwickau

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Queeres Netzwerk Sachsen ist der Dachverband der sächsischen Organisationen und Vereine, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen in Sachsen einsetzen.

 

Der Aktionstag wird gefördert durch den Aktionsfonds der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig.

 

Pressekontakt:

Martin Wunderlich

Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fachstelle LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V.

Waldschlößchenstraße 24

01099 Dresden

Telefon: 0351 3320 4696
Mobil: 0176 6512 8855

E-Mail: martin.wunderlich@queeres-netzwerk-sachsen.de

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Sächsischer Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“

PM | 22.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr gerne möchten wir Sie hiermit auf die Ausschreibung zum Sächsischen Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ hinweisen:

Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst lobt in Kooperation mit dem Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. zum zweiten Mal den Preis für Kulturelle Bildung „Kultur.LEBT.Demokratie“ aus. Ausgezeichnet werden beispielhafte Projekte oder das dauerhafte Engagement eines Trägers der Kulturellen Bildung im Rahmen der Demokratieförderung.

Es werden insgesamt drei Preise mit jeweils 2.500 Euro sowie ein Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro vergeben. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2019.

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Die Preisverleihung findet im Rahmen des 12. Fokus Festival im August 2019 in Görlitz statt.

Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie zu den Ansprechpartnern finden Sie online unter:  https://soziokultur-sachsen.de/preis-kulturelle-bildung

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Freiheit kontra Hitlerjugend

PM NDK e.V. | 22.03.2019

Ausstellung zu Jugendopposition im Nationalsozialismus im D5

Wurzen, 20.03.2019: Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigen wir vom 25.03. bis 12.04.2019 die Ausstellung „Freiheit kontra Hitlerjugend – Jugendgruppen in Sachsen 1933-1945“ des Schulmuseums Leipzig im Kultur- und Bürger_innenzentrum D5 in Wurzen. Die Ausstellung zeigt anhand vieler Fotos und Dokumenten bislang wenig bekannte oder völlig neu entdeckte Beispiele sächsischer Jugendlicher, die sich zwischen 1933 bis 1945 der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten entzogen und ihre Freiheit zu bewahren versuchten.

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Zu den bekanntesten zählten damals die "Leipziger Meuten". Vom NS-Regime als "verlottert", "sittlich verwahrlost" und "kriminell" bezeichnet, lehnten sie den Drill und die wachsende Militarisierung der Hitlerjugend (HJ) ab. Am bekanntesten waren die Meuten "Hundestart" (Kleinzschocher), "Reeperbahn" (Lindenau) und "Lille" (Reudnitz). Man unternahm gemeinsame Ausflüge, traf sich auf der Kleinmesse und zum Kino oder Tanzveranstaltungen und war nicht zuletzt durch eine typische "Kluft" im Stil der Jugendbünde der 20er Jahre im Stadtbild präsent. Bald wurden diese "Meuten", denen bis zu 1.500 Jugendliche angehörten, zum Problem für die Machthaber. Nicht nur, weil sie, auch mit ihren verbreiteten Spottliedern auf die HJ, den Alleinvertretungsanspruch der Nazi-Gruppen unterliefen. Überfälle auf HJ-Umzüge und –Lokale gingen direkt an die Substanz des Systems. So war es nur eine Frage der Zeit, bis dieses zurückschlug. Erste Prozesse gegen Meuten-Mitglieder endeten 1938 mit hohen Zuchthausstrafen. Ende 1939 hatte die Gestapo die Meuten zerschlagen. Viele Jugendliche kamen in Zuchthäuser, Jugend-Gefängnisse oder Erziehungsanstalten. Die anderen zogen sich zurück. Mit Kriegsbeginn wurden viele eingezogen. Doch noch bis Kriegsende stellte die Polizei Anzeichen für die Weiterexistenz unabhängiger Gruppen fest.

13 Tafeln machen deutlich, wie vielfältig Nichtanpassung, Opposition und Widerstand in ganz Sachsen waren. Der war keine Sache übernatürlicher Helden, sondern fand durchaus im Kleinen, in der Nachbarschaft, an Orten, an denen man es bislang nicht vermutete, statt.

Die Ausstellung ist insbesondere für Schülerinnen und Schülergeeignet. Anmeldungen von Gruppen wären sehr erwünscht.
Besuche sind möglich von Mo-Fr, 10 – 16 Uhr oder nach Absprache.

Eintritt frei. Wir freuen uns über Spenden.

Vernissage ist am 25.03.2019, 18 Uhr. Für Getränke und Schnittchen ist gesorgt.

ACHTUNG: Der angekündigte Multimediavortrag mit Sascha Lange findet nicht, wie angekündigt, am 25.3. statt. Ein neuer Termin wird noch bekannt gegeben.

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Save the Date - Demokratiekonferenz am 09. Mai 2019 in Grimma

PM | 11.03.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie auf die diesjährige Demokratiekonferenz der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig

am 09.05.2019 von 16:00 Uhr -20:00 Uhr im alten Rathaus in Grimma

aufmerksam machen!

Anliegen der Konferenz ist es, anlässlich der bevorstehenden Wahlen, zivilgesellschaftliche Akteur_innen, Verwaltungsmitarbeiter_innen
Bürger_innen des Landkreises mit Kommunalpolitiker_innen ins Gespräch zu bringen und Möglichkeiten der aktiven Beteiligung zu diskutieren.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und bitten Sie um eine Weiterleitung in Ihren Netzwerken!


Das umfangreiche Programm wird in Kürze veröffentlicht.


Besuchen Sie uns im Internet: www.landkreisleipzig.de
oder direkt über www.demokratie-leben-lkl.de


Für das Koordinierungsteam der Lokalen Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Leipzig

Siri Pahnke


Förderung nicht-rechter Jugendgruppen in Sachsen

PM Kulturbüro Sachsen e.V. | 05.03.2019

Ab dem 18.02.2019 startet eine neue Projektförderung für nicht-rechte Jugendgruppen in Sachsen. Ab sofort können dafür Projektanträge an das Kulturbüro Sachsen e.V. gestellt werden. Das Ziel der Projektförderung ist die nachhaltige Stärkung nicht-rechter Jugendgruppen sowie die Stabilisierung entsprechender jugend(sub)kultureller Angebote vorwiegend in ländlichen Regionen in Sachsen. Unter nicht-rechten Jugendgruppen werden Zusammenschlüsse junger Menschen verstanden, die antirassistische, demokratiefördernde Arbeit leisten oder sich für die allgemeinen Menschenrechte einsetzen.

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Wenn man davon ausgeht, dass die Umsetzung der allgemeinen Menschenrechte und eine gelebte Demokratie als Prozesse zu verstehen sind, die sich fortlaufend in der Umsetzung befinden, dann sind junge Menschen, die nichtrechts und menschenrechtsorientiert handeln, eine wichtige Ressource. Dies gilt für ländliche Regionen umso mehr. Rassismus, Heteronormativität und andere Ungleichwertigkeitsvorstellungen sind fest verankerte Wissensbestände in unserer Gesellschaft. Es braucht Menschen vor Ort, die Ungleichwertigkeitsvorstellungen nicht hinnehmen, die neue Wege gehen und an festgefahrenen Strukturen rütteln. Das oft unkonventionelle Eintreten junger Menschen für Menschenrechte und gegen Neonazis, das Öffentlichmachen von Missständen und der Einsatz für Marginalisierte sind ein zu förderndes Gut und eine wichtige Ressource für unsere Demokratie. Dort wo es subkulturelle und politische Angebote von nicht-rechten Jugendlichen gibt, dort haben es Rechtspopulisten und Neonazis besonders schwer.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir einzelne Projekte von nicht-rechten Jugendlichen in Sachsen mit Hilfe von 50.000, 00 EUR aus privaten Spendenmitteln der Bürgerbewegung CampAct in Sachsen bis zum 31.12.2020 fördern können. Auf unserer Homepage unter https://kulturbuero-sachsen.de/perfact-foerderung-fuer-nicht-rechte-jugendgruppen-in-sachsen/ können die Rahmenbedingungen für die Projektförderung sowie das Antragsverfahren eingesehen werden. Wir freuen uns über die Weiterverbreitung dieser Informationen.

 



 

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Projekte zur Förderung von Demokratie, Toleranz und Vielfalt im Landkreis Leipzig bewilligt.

PM |13.02.2019

Anträge beim Jugendfonds und Aktionsfonds können fortlaufend gestellt werden

In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr, am 5. Februar, hatte der Begleitausschuss der Lokalen Partnerschaft für Demokratie (LPD) im Landkreis Leipzig über 22 eingereichte Projektanträge zu entscheiden. Dabei griffen einige Antragssteller in verschiedenen Konzepten das Thema der „Wahl“ auf, um mit Blick auf die anstehenden Wahlen zum Europaparlament und Kommunal-sowie Landtagswahlen im Mai / September die unterschiedlichen Zielgruppen zu sensibilisieren. "Wir freuen uns, dass so viele Träger_innen wie noch nie Projektideen eingereicht haben, um die Menschen vor Ort zu stärken für Menschenrechte, Partizipation und den Austausch auf Augenhöhe" sagt Ines Lüpfert, 2. Beigeordnete des Landkreises, die die Beratung leitete.

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Folgende Projektträger fanden ein positives Votum mit Ihren Vorhaben und erhalten in Kürze einen Förderbescheid vom Jugendamt des Landkreises:

· Politik zum Anfassen e.V. mit „WahlFUN – Wissen zum Anfassen“

· Kulturbahnhof e.V. mit „Inside out - Erzählungen einer Stadt“ und „GREAT- ein mobile Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt“

· Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. mit „Ich wähle!- denn Deine/Ihre Meinung zählt.“ und „Mut statt Hetze“ sowie „Servicestelle Fachberatung und Vernetzung“

· Geithainer Heimatverein e.V. mit „Nicht vergessen – auf den Spuren der Opfer nationalsozialistischer Krankenmorde und Zwangssterilisation II“

· Förderverein der Oberschule Kitzscher e.V. mit „Schüler_innenaustausch: Respekt XXL“

· Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. mit „Zusammen in der Ausbildung - gegen Rassismus und Diskriminierung“

· Schweizerhaus Püchau e.V. mit „COULEUR“ und „SPOTLIGHT“ sowie „SPÄTLESE“

· Kinder- und Jugendring Landkreis Leipzig e.V. mit „Begleitung Jugendforum“ und „Live to ride“

· Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V. mit „Medienschutztage - Hass im Netz“

· KulturGut Linda e.V. mit „Wahlkampf der Tiere“

· Bildungs- und Sozialwerk Muldental e.V.(BSW) mit „Aktionsfonds 2019“und „Servicestelle Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligungsförderung“

Von den Insgesamt 250.000 Euro, die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, den Landespräventionsrat Sachsen sowie den Landkreis zur Verfügung gestellt werden, sind rund 207.000 Euro gebunden. Für die Restsumme von etwa 43.000 Euro können bis Ablauf der 2. Antragsfrist am 15. März 2019 weitere Förderanträge gestellt werden. Es wird dabei empfohlen mit der Servicestelle Fachberatung in Kontakt zu treten, um die Konzeptideen vorzubesprechen.

Für kleinere Vorhaben und Tagesveranstaltungen bis max. 800 Euro können, mit einer Vorlaufzeit von 2 Wochen, ab sofort Anträge über den „Aktionsfonds“ eingereicht werden. Für Projekte die speziell von Kindern und Jugendlichen entwickelt und umgesetzt werden, wurde erneut ein Jugendfonds eingerichtet, über dessen Vergabe ein Jugendforum mit Unterstützung des Kinder- und Jugendringes des Landkreises Leipzig entscheidet. Ein Rechtsanspruch auf finanzielle Förderung besteht generell nicht.

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Theaterprojektinfo für Engagierte der Partnerschaften für Demokratie

PM | 12.02.2019

Sehr gern leiten wir Ihnen dieses Theaterangebot für Toleranz & Demokratie und den Abbau von Vorurteilen und rassistischen Einstellungen insbesondere zur Weiterverbreitung an Schulen für Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 8-12 sowie Berufsschülerinnen und Auszubildende weiter. Die Finanzierung kann den Möglichkeiten vor Ort angepasst werden. Eine Förderung über den Aktionsfonds der LPD im LK Leipzig ist möglich.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer:

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Für Rückfragen steht Ihnen Karin Berner vom Theater Scheselong direkt zur Verfügung.

Kontakt

Theater Scheselong
Karin Berner
Herderstrasse 8
10625 Berlin

Telefon 030 394 22 23
Mobil 0172 900 04 21
Mail theaterscheselong@arcor.de
Web www.theater-scheselong.de

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Start für Förderprogramm „Revolution und Demokratie“

PM | 18.01.2019

Beitrag zur politischen Bildung – Unterstützung für Projekte, die an Revolutionen von 1918/19 und 1989/90 erinnern

Dresden (15. Januar 2019) – Vor dem Hintergrund des 30. Jahrestages der Friedlichen Revolution und der ersten Gründung des Freistaates vor 100 Jahren legt die Sächsische Staatskanzlei ein Förderprogramm „Revolution und Demokratie“ auf.

In diesem und dem nächsten Jahr können damit Projekte gefördert werden, die an die historischen Ereignisse und den Aufbau der Demokratie erinnern und ihren Wert in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Für 2019 sind gut eine Million Euro vorgesehen, für 2020 können Projekte mit insgesamt 600.000 Euro gefördert werden.

 

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Staatskanzleichef Oliver Schenk betonte: „Unter großem Mut der Menschen bahnten die Revolutionen vor bald drei Jahrzehnten und vor einhundert Jahren den Weg in die Demokratie. Es geht darum, an diese für Sachsen so bedeutsamen Ereignisse zu erinnern. Dass wir heute in demokratischen Verhältnissen leben, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss stets verteidigt werden. Wir wollen mit dem Programm auch zu  einer Kultur beitragen, die Konflikte sachlich diskutiert.“

Die Auswahl, welche Projekte zum Zuge kommen, trifft ein Expertenbeirat.

Schenk, der dem Beirat vorsteht, sieht in der Erinnerung an die historischen Begebenheiten auch einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und hofft darauf, dass Initiativen aus ganz Sachsen sich

beteiligen: „Gerade die lokalen Ereignisse verdienen unsere Aufmerksamkeit und können mit einer Projektförderung breiter bekannt gemacht werden.“

Die Friedliche Revolution 1989 ist eng mit Sachsen verknüpft. Neben den historischen Geschehnissen von 1989 geht es auch um die Entwicklung des Freistaates seit seiner Ausrufung im Jahr 1918 und seiner Wiedergründung im Jahr 1990.

Anträge können ab 31. Januar bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden.

Rückfragen an Regierungssprecher Ralph Schreiber:

mailto:presse@sk.sachsen.de

 

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